Bitcoin Börse FCoin schließt – Millionen von Kundengeldern futsch

Die chinesische Kryptobörse FCoin muss wegen Missmanagement den Bankrott erklären. Sie deutet an, umgerechnet bis zu 125 Millionen US-Dollar an Guthaben von Kunden nicht mehr auszahlen zu können. Am Ende ist damit auch der FToken (FT).

China erlebt die spektakuläre Pleite der Kryptobörse FCoin. In einem offenenBrief erklärte Gründer Jian Zhang, finanzielle Schwierigkeiten seien der Grund für das Ende von FCoin. Diese hätten dazu geführt, dass man nicht mehr in der Lage war, die Plattform technisch auf dem Laufenden zu halte und auch dazu, nicht mehr alle Guthaben von Kunden zu bedienen. Zwischen 7.000 und 13.000 Bitcoin (BTC) sollen fehlen, die umgerechnet einen Wert von 67 bis 125 Millionen US-Dollar haben. Jian Zhang übernahm persönlich die Verantwortung für das Desaster, welches er auf Datenfehler und fehlerhafte Entscheidungen zurückführt.

Hintergrund zur Pleite von FCoin

FCoin hatte aus China im Mai 2018 seine Geschäfte aufgenommen. Das Besondere war: Den Kunden wurde versprochen, 80 Prozent der Einkünfte durch Gebühren würden durch den eigenen FToken (FT) an die Nutzer zurückgeführt. Dieses Modell sorgte von Beginn an für Stirnrunzeln. Doch es führte auch dazu, dass FCoin massenhaft Umsätze anzog, schon im Juni 2018 waren es täglich bis zu rund 5,6 Milliarden US-Dollar (wieviel Wash Trading dabei war lässt sich leider nicht mehr nachvollziehen, aber tatsächlich wurde auf der Börse viel gehandelt). Jetzt aber entpuppt sich das angeblich so innovative Geschäftskonzept als untragbar. Denn im Hype um FCoin und den FToken habe man es nie geschafft, die Plattform technisch solide aufzustellen, schreibt Jian Zhang. Schon in der vergangenen Woche hatte FCoin bekannt gegeben, alle FToken zu zerstören, die von Mitarbeitern gehalten beziehungsweise noch nicht ausgegeben wurden. Jetzt ist auch die Kryptobörse selbst offline und eine Auszahlung von verbliebenen Guthaben soll durch einen Prozess per E-Mails organisiert werden. Jian Zhang glaubt, dieses werde etwa zwei bis drei Monate dauern. Er betonte, die Situation sei kein Exit Scam oder Resultat von Hackerangriffen. Er bringe seine persönlichen Ersparnisse ein, um das Budget für die Entschädigung von Kunden zu erhöhen.

Was wir aus dem Fiasko bei FCoin lernen

Aus westlicher Sicht ist es ziemlich unverschämt, was FCoin verkündet. Man hat also Kundengelder im großen Stil dazu benutzt, ein internes Schneeballsystem um den FToken am Leben zu halten. Bei der Schadenshöhe wird einem bewusst: Immer noch vertrauen viele Anleger ihre Bitcoins und andere Kryptowährungen dubiosen Plattformen an statt sie wie immer wieder empfohlen auf einer Hardware Wallet aufzubewahren. Und bei der Wahl der Kryptobörse für den alltäglichen Handel sind es nur wenige Anbieter wie Binance oder Coinbase, die sich über Jahre hinweg als seriös erweisen haben.


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