Monero (XMR): Teammitglied in den USA verhaftet, spricht von „Missverständnis“

Mit Riccardo Spagni ist die früher führende Figur bei Monero (XMR) in den USA festgenommen worden. Es geht dabei um ein von Südafrika wegen Finanzbetrug angestrengtes Auslieferungsverfahren und nicht um XMR.

Wenn die Handschellen klicken, ist der Spaß vorbei – das musste auch Riccardo Spagni gerade in den USA erleben, der als einer der Masterminds bei Monero (XMR) in der Kryptobranche bekannt ist. Wie erst jetzt durch einen Gerichtsbeschluss bekannt wurde, hat die US-Polizei bei Spagni am 20. Juli einen Haftbefehl vollzogen. Über den offiziellen Twitter-Account von Spagni aka fluffypony lässt er seine Frau Saskia ausrichten: Bei den Gründen für die Festnahme handle es sich um ein „Missverständnis“ über frühere Geschäfte, welches er seit 2011 zu lösen versuche.

Aus den Gerichtsunterlagen geht tatsächlich hervor, dass die US-Justiz auf ein Auslieferungsgesuch von Südafrika hin handelte. Dort wird Spagni vorgeworfen, von 2009 bis 2011 als Manager bei einer IT-Firma Rechnungen gefälscht, Preise manipuliert und Geld hinterzogen zu haben. Ein direkter Zusammenhang mit Monero (XMR) lässt sich also nicht herstellen. Doch Anleger werden trotzdem hellhörig: Monero mit seinem Versprechen auf Anonymität als Privacy Coin war von Mitte der 2010er Jahre an groß geworden und Spagni diente bei dem Projekt über Jahre hinweg als sogenannter „Lead Maintainer“, frei übersetzt „Chef-Betreuer“. Noch immer ist sein Twitter-Account ein Sprachrohr für News zu Monero.

Dort versichert Spagni nun durch seine Frau, dass Geschäftsangelegenheiten durch seine Partner fortgeführt würden. Er selbst wird voraussichtlich am 5. August dem Haftrichter vorgeführt und müsste bei einer Auslieferung nach Südafrika mit bis zu 20 Jahren Gefängnis rechnen. Doch Spagni gibt sich optimistisch und glaubt, das „Missverständnis“ in Kürze regeln zu können. Festgenommen wurde er in Nashville beim Zwischenstopp eines Privatjets zum Kerosin tanken. Das Gericht geht von Fluchtgefahr bei Spagni aus, auch weil er über große Rücklagen in Kryptowährungen verfügen soll.

Fazit: Monero zudem wegen Bug unter Druck

Für Monero kommen die Schlagzeilen zu Spagni zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Denn Ende Juli wurde bekannt, dass ein Programmierfehler bei XMR unter Umständen Transaktionen nicht wie versprochen völlig verschleiert, sondern einzelne Details ausgelesen werden können. Laut Twitter-Account von Monero wird an der Behebung gearbeitet und gibt aktuell auch bekannt: Admin-Rechte von Spagni wurden suspendiert und Rücklagen in XMR auf eine Wallet verschoben, zu der er keinen Zugriff hat. Bekannt ist, dass die USA durch Behörden hohe Prämien ausgelobt hat für Hacker, die dabei helfen können, das Privacy Konzept von Monero auszuhebeln. Ob Spagni mit seiner Zuversicht recht hat, bald wieder auf freiem Fuß zu stehen, bleibt offen. Der Ruf von XMR hatte auch ohne seinen Fall zuletzt Kratzer bekommen.


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