CryptoPunks NFTs: Preise und Umsätze auf Rekordniveau

Sogenannte CryptoPunks zählen zu den ersten weltweit bekannten NFT Projekten. Die 10.000 einzigartigen Token mit digitaler Kunst erleben in den letzten Tagen einen deutlichen Preissprung und einen liquiden Markt.

Das große Thema NFTs hat in 10.000 CryptoPunks schon 2017 für Furore gesorgt und ist bis heute ein gutes Beispiel, um die Bedeutung von Non-fungible Tokens zu verstehen. Daneben dürfen sich frühe Sammler von CryptoPunks derzeit freuen: Der durchschnittlich gezahlte Preis für eines der 10.000 digitalen Kunstwerke hat sich in den letzten sieben Tagen fast verdreifacht und CryptoPunks treffen auf einen Markt, der Verkaufsangebote gierig aufnimmt. Aktuell kostet der günstigste Cryptopunk über 80.000 US Dollar. Zeit also, sich etwas genauer mit den Figuren zu beschäftigen.

Die Geschichte der CryptoPunks

Die Gründer von Narva Labs in New York, Matt Hall und John Watkinson, wollten sich 2017 mit NFTs näher beschäftigen. Dazu programmierten sie eine Software, die 10.000 einzigartige Charaktere generieren und dabei auf vorgegebene Merkmale zugreifen würde. Das Projekt nannten sie CryptoPunks und verewigten jedes dieser 24 mal 24 Pixel großen Bilder per NFT als in der Blockchain von Ethereum (ETH). 9.000 dieser Token, die den Besitz eines CryptoPunks dokumentieren, wurden verschenkt. 1.000 NFTs hielten Hall und Watkinson für sich zurück.

Wahrscheinlich waren die Kreativen selbst überrascht, als sich um CryptoPunks schnell ein Sekundärmarkt bildete. Durch ihre digitale Abbildung als NFT lassen sich Cryptopunks im Ökosystem von Ethereum einfach verkaufen oder versteigern. Weil alle 10.000 eindeutig dokumentiert sind, ist auch jederzeit klar, ob es bei einzelnen Angeboten um eine seltenere Kombination der vorgegebene Puzzlestücke handelt oder ein besonders seltenes Exemplar angeboten wird. Die historischen Daten sind etwa bei OpenSea auf Grundlage der Daten aus der ETH-Blockchain dokumentiert und zeigen: Zwar wechselten Cryptopunks auch von 2018 bis Ende 2020 tagtäglich den Besitzer, aber zu niedrigen Preisen und mit kleinem Handelsvolumen.

Ab Herbst 2020 dann gehen Preiskurve und Zahl der täglich verkauften Cryptopunks nach oben. Konnte man vorher durchaus für weniger als 1 ETH einen CyberPunk erstehen, mussten Ende 2020 schon gut 5 ETH durchschnittlich eingeplant werden. Im Kunstmarkt kamen NFTs spätestens im März 2021 an, als das Werk „Everydays: the First 5,000 Days“ von Digitalkünstler Beeple für spektakuläre 69 Millionen US-Dollar beim klassischen Auktionshaus Christie´s versteigert wurde. Zwei Monate später bot Christie´s neun zum Paket geschnürte CryptoPunks an und erzielte mit fast 17 Millionen US-Dollar fast das Doppelte des Schätzpreises. Christie´s pries die Offerte als „revolutionäres NFT Projekt“ an, als „A und Z für die Bewegung von Krypto-Kunst“.

CryptoPunks im August 2021

Die aktuelle Lage bei CryptoPunks ist eindeutig: Durchschnittlich werden mehr als 50 ETH für eines dieser NFTs bezahlt, mehr als 100 CryptoPunks finden täglich einen neuen Besitzer und an vielen Tagen übersteigt das Handelsvolumen 10.000 ETH. Bei aktuellen Kursen bedeutet das umgerechnet: Einzelne CryptoPunks sind für weniger als 50.000 US-Dollar kaum noch zu finden und allein in der letzten Woche wurden für mehr als ein halbes Dutzend seltener Exemplare je mehr als 1 Million US-Dollar bezahlt. Bei Open Sea als führendem Marktplatz lässt sich das Geschehen in Echtzeit verfolgen. Sammler wie der Entrepreneur und Weinexperte Gary Vaynerchuk vergleichen CryptoPunks in ihrer Bedeutung mit dem US-Maler Jackson Pollock, der zum modernen Klassiker geworden ist. Andere bemühen die Mona Lisa und meinen, heute einen CryptoPunk zu kaufen sei wie die Mona Lisa von Leonardo da Vinci zur Entstehungszeit im 16. Jahrhundert zu erstehen.

Fazit: CryptoPunks – Blue Chips unter den kreativen NFTs?

Über den künstlerischen Wert der CryptoPunks lässt sich sicherlich streiten, bei Narva Labs finden sich die Abbildungen und Du kannst Dir Deinen Liebling auch einfach ausdrucken und an die Wand hängen. Als Anleger achtest Du bei einem Gebot für einen CyberPunk unbedingt darauf, wie selten oder verbreitet seine Merkmale sind, denn dies hat entscheidenden Einfluss auf den Wert. Ob der Boom um CyberPunks nur ein vorübergehendes Phänomen ist? Man mag es belächeln oder gar verrückt finden – doch die drolligen Pixelbilder mit NFT als Besitzurkunde haben ihren Weg in den klassischen Kunstmarkt gefunden. Dort führen sie vor, wie neue Technologie endlich Transparenz in den An- und Verkauf von Kunst findet und es potenziell möglich wird, Galeristen und Auktionshäuser auszuklammern. So spricht einiges dafür, dass in eine Sammlung von digitaler Kunst auch künftig mindestens ein CyberPunk zwingend dazugehört und der Sekundärmarkt nicht einbricht. Das aber basiert tatsächlich auf dem Status als Pionier, der den CyberPunks gebührt, und lässt sich nicht zwangsläufig auf andere kreative NFT Projekte übertragen.


Wer noch keine Bitcoins oder Ethereum hat kann diese hier kaufen: 

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