PayPal soll Bericht zufolge bald Kryptowährungen integrieren

PayPal mit mehr als 300 Millionen Nutzern will offenbar schon in naher Zukunft den An- und Verkauf von Kryptowährungen in seine Dienste einbinden. Davon erhoffe man sich bei PayPal und dem Tochterunternehmen Venmo neue Einnahmequellen, heißt es in einem US-Medienbericht.

In der Diskussion um das Potenzial von Bitcoin und Co. spielt die Frage nach der Akzeptanz in der Gesellschaft eine wichtige Rolle. In Deutschland etwa sind Umfragen  zufolge weiterhin lediglich 20 Prozent der Bevölkerung Kryptowährungen gegenüber positiv eingestellt. Doch viele Fachleute sind davon überzeugt, dass Kryptowährungen schnell bei jedermann ankommen werden, wenn sie den Schritt in bereits genutzte Online-Dienste schaffen. Der Zahlungsdienstleister PayPal vermeldet hierzulande gut 25 Millionen Nutzer und weltweit mehr als 300 Millionen. Deshalb ist es spannend, wenn stimmt, was aus den USA unter Berufung auf Insider gemeldet wird. PayPal will demnach offensiv in das Thema Kryptowährungen einsteigen und den An- und Verkauf von Bitcoin und diversen Altcoins nativ in seine Dienste integrieren.

Krypto bei PayPal – wie könnte das in der Praxis aussehen?

Schon jetzt ist PayPal mit einigen Kryptobörsen wie Coinbase und Bitstamp geschäftlich verbunden, dient dort aber externer Dienstleister, der Ein- und Auszahlungen in Fiat ermöglicht. Was PayPal nun plant, dürfte in weiten Teilen dem Konzept folgen, was sich etwa bei Revolut schon nun erleben lässt. Mit einem Nutzer-Konto bei Revolut lassen sich dort auch Bitcoin und einige führende Altcoins an- und verkaufen. Dafür werden zwar happige Gebühren aufgerufen. Doch die Kunden müssen sich nicht Kryptobörsen beschäftigen, sondern können ihre Krypto-Guthaben jederzeit auch wieder in Fiat tauschen. Auch andere innovative FinTech-Unternehmen wie Cash App und Robinhood melden Millionenumsätze mit ihren Krypton-Angeboten.

PayPal wird es also radikal vereinfachen wollen, an Bitcoin und Co. zu kommen. Dazu werden im Hintergrund Kooperationen mit Kryptobörsen vorbereitet, damit genügend Liquidität für die große Kundenbasis zur Verfügung steht. Wer dann künftig beispielsweise BTC bei PayPal kauft, bekommt also „echte“ Bitcoin. Damit diese bei PayPal sicher aufbewahrt werden können, ist den Hinweisgebern zufolge eine PayPal Wallet für Krypto in Vorbereitung. Soweit bislang bekannt, soll sich der Dienst auf An- und Verkauf von Kryptowährungen beschränken und noch nicht darauf zielen, auch Krypto direkt als Zahlungsmittel einzusetzen oder Zahlungen in Krypto entgegenzunehmen. Technisch gesehen wäre dies mit einer PayPal Wallet allerdings nicht besonders schwierig zu realisieren und könnte also folgen. Neben PayPal als Flaggschiff soll auch bei der Tochter Venmo (bisher nur in den USA aktiv) der Handel mit Krypto kommen.

PayPal: Von Facebook Libra abgekehrt – Aktie im Plus

Im Sommer 2019 gehörte PayPal noch zu den Gründungsmitgliedern beim Projekt Facebook Libra, kehrte sich aber schnell wieder davon ab. CEO Dan Schulman ist bekennender Bitcoin-Anleger und sieht in Blockchain-Technologie und Kryptowährungen großes Zukunftspotenzial. Damit PayPal als aktiver Dienstleister für seine Kunden im Handel mit Krypto debütieren kann, muss dort technologische Expertise aufgebaut werden. Stellenausschreibungen belegen, dass dies bereits passiert ist. Eine Bestätigung von PayPal zum baldigen Start von Krypto-Angeboten gibt es bisher ebenso wenig wie ein Dementi. Die PayPal Aktie unterdessen bewegt sich kontinuierlich im Plus und könnte weiteren Schub bekommen, wenn dort durch neue Angebote neue Einnahmen in Form von Gebühren winken.


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