Ripple und thailändische Bank arbeiten an Geldtransfers per QR-Code

Ripple erhofft sich durch eine Kooperation mit der Siam Commercial Bank (SCB), in Thailand und anderen asiatischen Ländern blitzschnelle Überweisungen zu realisieren, bei denen in der Praxis lediglich der QR-Code des Empfängers in einer Smartphone-App eingescannt werden muss.

Als es im Frühsommer 2019 hieß, die Siam Commercial Bank (SCB) als älteste und eine der führenden Banken Thailands werde Ripples XRP als Zahlungsmittel akzeptieren, sorgte dies in der Kryptoszene für Aufmerksamkeit. Doch wenig später ruderte die SCB zurück, man habe keine Pläne in Bezug auf XRP. Jetzt hat sich die SCB bei der Ripple-Konferenz SWELL erneut öffentlich geäußert, zwar nicht in Sachen XRP, aber zum Partner Ripple. Man arbeite gemeinsam an einer App namens SCB Easy, die technologisch auf Ripple aufbaue, hieß es in einer Mitteilung. Ripple schwärmt bereits von einer „App für Millionen“ und hat dabei wohl nicht nur die knapp 70 Millionen Einwohner von Thailand im Visier.

SCB Easy und Ripple – der Hintergrund

Als Motivation für die SCB Easy App wird eine Studie von PricewaterhouseCoopers angeführt, der zufolge in China bereits 86 Prozent der Bevölkerung Apps für Zahlungen (unterwegs) benutzen und in Thailand 67 Prozent, Tendenz wie im gesamten asiatischen Raum steigend. Genau diese Entwicklung soll SCB Easy widerspiegeln. Ist die App erst eingerichtet und mit einem Konto bei der SCB verknüpft, reicht es aus, den QR-Code des Zahlungsempfängers per Smartphone-Kamera einzulesen und den zu überweisenden Betrag anzugeben. Bei der Demo von SCB Easy soll die Zahlung dann innerhalb von 40 Sekunden auf dem Konto des Empfängers gutgeschrieben worden sein. SCB Easy eignet sich der Idee nach sowohl für grenzübergreifende Überweisungen als auch für Micro-Payments. Dadurch könnte SCB Easy auch für Touristen spannend werden, glaubt die Siam Commercial Bank. Denn Asienreisende stünden bei lokalen Lösungen für Zahlungen per App meist außen vor, SCB Easy im Zusammenspiel mit Ripple soll dies ändern.

XRP bleibt Problemfall

Die Nachricht von SCB Easy hat den Kurs von XRP nicht erkennbar tangiert, der Altcoin verlor seit Bekanntwerden im Gleichschritt mit Bitcoin um etwa 3 Prozent. Dies überrascht wenig, ist im Zusammenhang mit SCB Easy doch keine Rede von XRP, sondern wieder einmal nur von RippleNet als technologischer Basis. Und im Grunde klingen 40 Sekunden für einen Überweisungsvorgang enttäuschend langsam, wenn man das Tempo etwa mit mobilen Zahlungsdiensten wie ApplePay oder PayPal vergleicht. So steht Ripple weiter vor der zum Jahreswechsel selbst formulierten Herausforderung für 2020, sich dieses Jahr vorrangig um Marktakzeptanz für XRP zu bemühen, um den schleichenden, aber anhaltenden Wertverlust der nach Marktkapitalisierung drittwichtigsten Kryptowährung aufzuhalten.


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