Ripple (XRP) in Montenegro mit Pilotprojekt für staatlichen Stablecoin

Ripple (XRP) hat mit Montenegro ein weiteres Land gefunden, das bei einem Pilotprojekt für eine staatliche Digitalwährung (CBDC) kooperiert. Ähnliche Initiativen begleitet Ripple auch in Bhutan und der Republik Palau.

Ripple (XRP) baut seit rund zwei Jahren sein Engagement in der Sparte Central Bank Digital Currency (CBDC) aus. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass künftig ganz unterschiedliche Länder bei ihren Plänen für staatliche Digitalwährungen auf Technologie und Expertise von Ripple setzen. In Bhutan und der Republik Palau laufen entsprechende Ripple Pilotprojekte schon seit 2021, mit Montenegro ist nun ein europäischer Staat hinzugekommen.

Nach einem Treffen mit Ripple CEO Brad Garlinghouse gab der Ministerpräsident von Montenegro, Dritan Abazovic, per Twitter bekannt, dass in einem Pilotprojekt für eine CBDC oder einen Stablecoin die Zentralbank, Regierung und Ripple kooperieren werden. Interessant ist das aus deutscher Perspektive auch deshalb, weil Montenegro den Euro als Landeswährung benutzt. Es könnte also gut sein, dass aus dem Projekt ein E-Euro entsteht, dessen Stabilität und Sicherheit von Montenegro garantiert wird. In der EU wird unter Federführung der Europäischen Zentralbank ein E-Euro als CBDC diskutiert, der im Herbst 2023 entscheidungsreif sein könnte.

Montenegro gilt grundsätzlich Bitcoin und Co. gegenüber aufgeschlossen, man darf dort sogar Immobilien mit Krypto bezahlen. In der Führung des Zwergenstaats mit gerade gut 600.000 Einwohnern werden gerne Vergleich zu Ländern wie Luxemburg, Malta oder Singapur angestellt, denen es auch durch finanzpolitische Entscheidungen gelungen sei, die digitale Transformation voranzutreiben. Mit Ripple als erfahrenem Kooperationspartner und einem E-Euro könnte Montenegro solche Erfolgsgeschichten wiederholen, ist in der Hauptstadt Podgorica zu hören. Offizielle Informationen zu Details bei der Zusammenarbeit mit Ripple liegen aber bisher nicht vor.

Fazit: Ripple als Basis für staatliche Digitalwährungen – XRP außen vor

Bei der Beurteilung der Fortschritte von Ripple in Sachen CBDCs ist zu berücksichtigen, dass die jetzt insgesamt drei Pilotprojekte allesamt in sehr kleinen Ländern stattfinden und noch keines zu greifbaren Ergebnissen geführt hat. Weiter wichtig: Zwar wird Ripple bei diesen Initiativen seine Technologie einbringen, doch in den Konzepten hat XRP (zunächst) keinen Platz. Ein direkter Einfluss auf die Preiskurve von XRP ist also eher nicht zu erwarten, hier bleibt weiter der Ausgang des Mammutprozesses der US-Börsenaufsicht SEC gegen Ripple vorhersehbar kritischer Faktor. Aber immerhin gelingt es Ripple wie jetzt mit Montenegro, durch sein Engagement für staatliche Digitalwährungen Pluspunkte im Image zu sammeln.


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