Ripple (XRP): Urteil im Prozess gegen US-Börsenaufsicht SEC erst in 2023

Das Gerichtsverfahren der US-Börsenaufsicht SEC gegen Ripple (XRP) wird in diesem Jahr nicht mehr mit einem Urteil beendet. Beide Prozessparteien haben gemeinsam einen Zeitplan für den weiteren Verlauf vorgelegt.

Prozessbeobachter hatten es schon geahnt, jetzt ist es offiziell: Ein Urteil im Prozess der US-Börsenaufsicht SEC gegen Ripple (XRP) ist erst für das kommende Jahr angesetzt. Die Kontrahenten haben sich auf einen Zeitplan geeinigt, wann Beweisaufnahme und Plädoyers in 2022 beendet werden. Demnach ist am 20. Dezember 2022 die Deadline, wie der über das Verfahren stets gut informierte Krypto-Rechtsanwalt James Filan per Twitter öffentlich machte. Ein Urteilsspruch für oder gegen Ripple ist so erst in 2023 möglich, mehr als zwei Jahre nach der Anklage aus dem Dezember 2020.

Schon in den letzten Monaten war deutlich geworden, dass die SEC das Verfahren in die Länge ziehen will. Das Fachpublikum sieht in der Strategie der SEC einen Versuch, ihre drohende Niederlage herauszuzögern. Der ebenfalls den Prozess beobachtenden Anwalt Jeremy Hogan spricht auf Twitter von einem „Szenario des schlechtesten Falls“ für Ripple. Er habe es noch nie erlebt, dass ein Kläger ein Verfahren so blockiert wie die SEC. Üblicherweise seien es Angeklagte, die ein Interesse daran hätten, Zeit zu gewinnen.

Die SEC macht Ripple den Prozess, weil sie meint, XRP sei von 2014 an ohne notwendige Genehmigung verkauft worden. Ripples Kryptowährung sei als „Securities“ (Wertpapier) zu betrachten und deshalb genehmigungspflichtig. Mindestens 1,3 Milliarden US-Dollar Schadensersatz fordert die SEC deshalb. Ripple weist die Vorwürfe kategorisch zurück und argumentiert, XRP sei mit anderen Kryptowährungen wie Ethereum (ETH) vergleichbar und deshalb legal auf den Markt gekommen. Bei Ethereum hatte die SEC sich 2018 festgelegt, auf Regulierung von ihrer Seite zu verzichten.

Für Ripple kommentiert Rechtsvorstand Stuart Alderoty die jüngsten Entwicklungen per Twitter. Die nun gefundene Einigung mit der SEC auf einen verbindlichen Zeitplan im Prozess sei insofern zu begrüßen, dass sie keine Möglichkeiten offenlässt, weitere Schleifen zu drehen. Er kritisiert die SEC für eine Missbrauch ihrer Position. Die Behörde ignoriere die 40 Millionen US-Amerikaner, die Guthaben in Bitcoin und Co. besitzen. Aber wie auch Filan sah Alderoty juristisch nur die Option, ohne Einigung auf einen Zeitplan den Mammutprozess bis ins Unendliche driften zu lassen.

Fazit: Für XRP muss Ripple auch 2022 abhaken – kommt 2023 das Comeback?

Kurz auch Bekanntwerden der Anklage haben die großen Kryptobörsen XRP in den USA und später auch in Kanada ausgelistet. Damit ist Nordamerika – obwohl eigentlich Heimatmarkt – für Ripple geschäftlich aktuell gestorben, wie auch CEO Brad Garlinghouse vor einer Woche einräumte. Doch bei Ripple ist man fest davon überzeugt, dass ein Freispruch in 2023 zu einem glanzvollen Comeback für XRP führen wird. Anleger aber sollten bei XRP keineswegs glauben, dass sich Geduld bis in das nächste Jahr automatisch auszahlen wird. Denn auch schon vor der Klage der SEC gab es allerlei Gründe, die am Erfolg von Ripple und XRP zweifeln ließen.


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