Sollte man Bitcoin Vault kaufen?

Bitcoin Vault heißt eine der vielen Kryptowährungen, die sich an den Erfolg des originalen Bitcoin (BTC) anhängen wollen. Doch ist Bitcoin Vault tatsächlich eine Verbesserung von BTC und lohnt sich ein Investment?

Die jüngsten Preisrekorde von Bitcoin (BTC) bringen das Thema Kryptowährungen in die breite Öffentlichkeit und immer mehr Menschen überlegen ein Investment. Dabei fällt das Interesse oft auch auf Alternativen zu BTC, etwa Bitcoin Vault (BTCV). Denn BTCV trägt nicht nur das zugkräftige Wort Bitcoin im Namen, sondern wirbt auch mit Features, die BTC nicht aufweist. Aber ist Bitcoin Vault aus Anlegersicht wirklich eine erfolgversprechende Investmentchance?

Hintergrund zu Bitcoin Vault

Bitcoin Vault wurde im Dezember 2019 gestartet und seit März 2020 an Kryptobörsen gehandelt. Entwickelt wurde BTCV von einem Team aus Polen. Dies hatte sich zum Ziel gesetzt, das Konzept von Bitcoin als Wertspeicher zu kopieren, dabei aber BTCV für den alltäglichen Gebrauch zu optimieren. BTCV etwa lässt Transaktionen zu, die noch bis zu 24 Stunden im Nachhinein abgebrochen werden können. Damit will man Nutzern die Angst davor nehmen, bei der noch ungewohnten Art und Weise von Überweisungen bei Kryptowährungen Fehler zu machen. Weiter bietet Bitcoin Vault für den Einsatz im Geschäftsumfeld die Möglichkeit, Transaktionen erst dann auszuführen, wenn mehrere Verantwortliche digital zugestimmt haben, Multi Signature wird dieses Feature genannt.

Auf dem Papier klingt der Leistungsumfang von Bitcoin Vault interessant. Aber der Blick auf die harten Zahlen fällt ernüchternd aus. Coinmarketcap kann selbst nicht feststellen, wieviele BTCV eigentlich im Umlauf sind und deshalb auch keine Marktkapitalisierung beziffern. In der Liste der wichtigsten Kryptowährungen führt diese Dienst Bitcoin Vault auf einem Rang um 2340, also hoffnungslos weit abgeschlagen von den etablierten Kryptowährungen. Auch die Übersicht über die Handelsplätze, an denen BTCV notiert wird, ist kein Pro-Argument. Die großen und bekannten Kryptobörsen wie Binance und Coinbase verzichten darauf, Bitcoin Vault zu unterstützen. Offiziell begründet wird dies nicht, dürfte aber auf fachliche Zweifel an BTCV zurückzuführen sein.

Bitcoin vs. BTCV

So ergibt sich im Vergleich zu Bitcoin für BTCV ein ziemlich schwaches Bild. Bitcoin startete 2009 und hat sich seitdem zu einer eigenen Anlageklasse entwickelt. Mehr als 700 Milliarden US-Dollar Kapital haben sich hinter BTC versammelt, das tägliche Handelsvolumen mit Bitcoin beträgt an vielen Tagen mehr als 50 Milliarden US-Dollar. Gelistet wird BTC nicht nur an allen Kryptobörsen, sondern über Bitcoin Futures und Optionen auch an klassischen Börsen. Diese Situation garantiert für Bitcoin das Bilden fairer Marktpreise und jederzeit Liquidität.

Die Preiskurve von Bitcoin zeigt über das vergangene Jahrzehnt trotz einiger temporärer Einbrüche einen stetigen Aufwärtstrend. Allein in den letzten 12 Monaten konnte BTC seinen Preis vervierfachen, von knapp 9.000 US-Dollar auf aktuell um 38.000 US-Dollar. Bitcoin Vault hingegen notierte zum Start vor knapp einem Jahr bei um 24 US-Dollar, erlebt dann im Sommer 2020 einen Höhenflug auf gut 400 US-Dollar und fiel seitdem auf um 80 US-Dollar zurück. Dabei ist zu berücksichtigen, dass BTCV an den meisten Handelstagen nur um 20 Millionen US-Dollar bewegt und so einzelne Trades großen Einfluss auf die Preisbildung haben können.

Fazit: Der echte Bitcoin bleibt der Königsweg für Investments in Krypto

Man sollte sich als Anleger bei Bitcoin Vault nicht vom Namen blenden lassen. BTCV ist in der Kryptobranche weitgehend bedeutungslos geblieben und weit davon entfernt, sich wie der originale Bitcoin auch in der klassischen Finanzwelt als Anlageklasse zu etablieren. Während BTC in Zeiten mit erheblichen Inflationsrisiken als Wertspeicher seine Stärken zeigt, droht Bitcoin Vault als sogenannter Shitcoin zu enden. Darunter werden Kryptowährungen verstanden, die aufgrund von Kursentwicklung und mangelnder Kapitalisierung quasi wertlos werden. Wer Bitcoin Vault genauer unter die Lupe nimmt, stößt auf fundamentale Mängel. Wir raten daher eindringlich davon ab, Geld in BTCV zu investieren.

Anders verhält es sich aus unserer Sicht bei Investments in Bitcoin. Die Mutter aller Kryptowährungen ist aus der modernen Welt nicht mehr wegzudenken und Großunternehmen wie MicroStrategy haben begonnen, BTC dem US-Dollar als Währung für ihre Geldreserven vorzuziehen. Prognosen trauen Bitcoin als „digitalem Gold“ weiter deutliche Kursgewinne zu und halten mittelfristig ein Kursziel von 100.000 US-Dollar für realistisch. Deshalb gilt wie oft im Leben: Das Original schlägt Nachahmer und dieser Unterschied ist bei Bitcoin vs. Bitcoin Vault augenscheinlich.


Wer noch keine Bitcoins hat kann diese hier kaufen: 

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