Studie: 60 Prozent aller Bitcoin sind derzeit auf HODL

Laut den Analysten von Glassnode sind gut 60 Prozent aller Bitcoin (BTC), die aktuell im Umlauf sind, seit mindestens einem Jahr nicht mehr bewegt worden. Ein solch deutlicher Trend zu HODL sei zuletzt 2016/7 vor dem Bullenmarkt mit Allzeithoch zu beobachten gewesen.

Viele Anleger hoffen nach dem Bitcoin Halving vom Mai, dass sich die Prognose eines erneuten Bullenmarkts bewahrheitet. Unterstützt wird ihr Optimismus von einem messbaren Phänomen, auf welches Glassnode aufmerksam macht. Die auf Blockchain-Analysen spezialisierte Firma weist per Twitter darauf hin: Gut 60 Prozent aller im Umlauf befindlichen Bitcoin (BTC) verweilen aktuell seit länger als einem Jahr unberührt auf ihren Adressen. HODL nennt die Kryptoszene ein solches Verhalten. Und Glassnode bemerkt auch, dass es einen solch geballten Trend hin zum Abwarten unter Bitcoin-Anlegern zuletzt in den Jahren 2016 und 2017 gegen habe. Damals kam es erst dann wieder zu mehr Bewegung auf dem Bitcoin-Markt, als die Preiskurve von BTC stark stieg und letztendlich das bisher gültige Allzeithoch von 20.000 US-Dollar erreichte.

HODL als Erfolgsrezept für den Handel mit BTC?

Nun ist es keinesfalls garantiert, dass scheinbare Gesetzmäßigkeiten bei der Preisentwicklung von Bitcoin sich wiederholen. Dazu sind 10 Jahre Beobachtung auf Datenbasis schlicht zu kurz und selbst an klassischen Aktienmärkten gehen solche Prognosen oft schief. Dazu kommt: Glassnode scheint die sogenannten Lost Bitcoins in ihre Analyse mit einzurechnen – würde man diese abziehen, wäre die Zahl von 60 Prozent aller BTC auf HODL so nicht mehr zu halten.

Doch es gibt auch Gründe, welche die These eines kurz bevorstehenden Bullenmarkts unterstützen. Zum einen haben Anleger die Periode vor dem Bitcoin Halving genutzt, um nachzukaufen, insbesondere direkt um den „schwarzen Donnerstag„. Auch diejenigen, die Mitte der 2010er Jahr auf HODL als Strategie setzten und dann im Boom Gewinne realisierten, haben wieder BTC eingekauft und warten jetzt erneut mit HODL auf neue Höchstpreise. Zudem bleibt die Nachfrage nach Bitcoin ungebrochen. Nicht vergessen sollte man zudem, dass durch Finanzinstrumente wie Bitcoin Futures und Options mittlerweile mit dem Einsatz von wenigen BTC plus Hebel viel Handel betreiben wird, der vergleichsweise wenige Bitcoin tatsächlich bewegt.

Fazit: HODL bei Bitcoin bedeutet Optimismus

Zusammengefasst sind es längerfristig denkende Investoren, die sich sicher sind, dass BTC im Preis wieder deutlich steigen wird und es sich deshalb lohnt, mit dem Verkauf abzuwarten. Unterdessen hat Bitcoin aktuell endlich einmal wieder die psychologisch wichtige Marke von 10.000 US-Dollar überschritten. Ob das lediglich ein kurzfristiger Effekt ist oder Beginn eines Bullenritts? Das zeigen die nächsten Wochen und HODLer haben dabei auf jeden Fall den Vorteil, sich nicht jeden Tag den Kopf über ihre Investments zerbrechen zu müssen.


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