US-Großinvestor setzt auf Bitcoin und wettet gegen Zentralbanken

Paul Tudor Jones

Hedgefondsmanager Paul Tudor Jones geht mittelfristig von starker Inflation beim US-Dollar aus und sieht deshalb Bitcoin als bestmöglichen Wertspeicher für Anlagestrategien. BTC erinnere ihn zunehmend an die Rolle, die Gold in früheren Inflationszeiten übernahm.

In Deutschland mag Paul Tudor Jones eher unbekannt sein, in den USA zählt der 65-Jährige zu den bekanntesten Hedgefondsmanagern. Und dieser Paul Tudor Jones sieht die durch den Coronavirus heraufziehende Wirtschaftskrise als schlagendes Argument dafür, Kapital in Bitcoin (BTC) anzulegen. „Die beste Strategie für Profitmaximierung ist es, das schnellste Pferd zu besitzen“, schreibt Jones in einem Brief an Teilhaber seiner Investmentfonds, wie die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Übertitelt ist sein Plädoyer für Bitcoin mit „Die große monetäre Inflation“ und er rechnet darin vor, dass die Notenbanken seit Februar Fiat im Wert von fast 4 Billiarden US-Dollar neu in den Umlauf gebracht haben, was in etwa 6,6 Prozent der globalen Wirtschaftskraft ausmacht. Es sei deshalb vorhersehbar: Wie in den 1970er Jahren werde eine Inflationswelle kommen und Fiat sei dann ein denkbar schlechter Wertspeicher. Sein Rat: Bitcoin kaufen, um sich abzusichern.

Hintergrund zu Paul Tudor Jones und seinen Argumenten pro BTC

Die von Jones gegründete Tudor Group verwaltet rund 8 Milliarden US-Dollar an Kundeneinlagen. Sie hat sich in am „Schwarzen Montag“ von 1987 und der Japankrise seit 1990 einen Ruf erarbeitet, negative Entwicklungen der Weltwirtschaft vorherzusehen und so gegen den Trend erhebliche Profite zu erzielen. In Sachen Bitcoin soll sich Paul Tudor Jones schon 2017 finanziell engagiert haben und dann kurz vor dem Allzeithoch vom Jahreswechsel zu 2018 große Gewinne realisiert haben. Mit einem geschätzten Privatvermögen von 5 Milliarden US-Dollar zählt Jones zum Kreis der superreichen US-Amerikaner.

Die aktuelle, von der Coronakrise dominierte Situation erinnere ihn an seine Anfänge als Investmentmanager, schreibt Jones. Als in den 1970er Jahren der Ölmarkt verrückt spielte, Spekulationsblasen platzten und die Arbeitslosenquote explodierte, erlebten nicht nur die USA Inflationsraten von 20 Prozent. Wer damals seine Guthaben in Gold umschichtete, war nicht nur auf der sicheren Seite, sondern durfte sich sogar über Gewinne freuen.

Eine solche Entwicklung wird sich laut Jones in den kommenden Jahren wiederholen, denn die Notenbanken könnten die durch das frischgedruckte Geld kommende Inflation gar nicht mehr durch Geldpolitik wieder einfangen. Nach eingehender Prüfung sehe er aber nicht mehr Gold als erste Wahl, um sich abzusichern, sondern Bitcoin. BTC erfüllt vier Kriterien, so Jones: Kaufkraft, Vertrauenswürdigkeit, Liquidität und Mobilität. Dazu komme, dass die globalen Auswirkungen des Coronavirus die Digitalisierung von Geld beschleunigen. „Ich bin weder blinder Fan von harten Währungen noch von Kryptowährungen“, fasst Jones seine Überlegungen zusammen. Aber seine Analyse ergebe, dass die Tudor Group im großen Stil in BTC und Bitcoin Futures investieren solle.

Neben BTC gibt er auch für Gold eine optimistische Prognose ab und sagt einen Preissprung auf mindestens 2.400 US-Dollar mit Potenzial bis auf 6.400 US-Dollar voraus. Derzeit notiert die Feinunze Gold bei gut 1.700 US-Dollar. Der Vergleich von Bitcoin mit Gold als Wertspeicher ist weit verbreitet, die Bayerische Landesbank beispielsweise kommt in ihren Berechnungen mit dieser Analogie auf einen Kurs von BTC in der Region von 90.000 US-Dollar noch in 2020.

Fazit: Bitcoin Halving und Coronakrise – Bitcoin etabliert sich im Mainstream

Hedgefondsmanager liegen mit ihren Prognosen auch oft daneben, die Psychologie von Märkten und Geldpolitik ist ein weites Feld. Dennoch beweist die klare Aussage von Paul Tudor Jones, dass Bitcoin zunehmend in klassischen Investmentstrategien seine Rolle findet. Der Ansporn: Die erheblichen Inflationsrisiken in Fiat zu vermeiden, auch Jones hebt das am 12. Mai bevorstehende Bitcoin Halving ausdrücklich als Inflationsbremse hervor. Bitcoin ist mit einer Maximalmenge von 21 Millionen BTC das einzige weitverbreite Gut für Investments, dessen Menge begrenzt ist, schreibt Jones faktisch zutreffend. Insofern führt ihn kein Weg vorbei an BTC, um Guthaben zu sichern und zu vermehren. Oder anders gesagt: Wer jetzt noch Sparkonten in Euro oder US-Dollar führt, macht vermutlich einen historischen Fehler. Der Kurs von BTC klettert derweil stramm in Richtung 10.000 US-Dollar und die Nachfrage übersteigt das Angebot zu diesen Preisen.


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