Zusammenspiel von IOTA und Ledger Hardware Wallets verzögert sich weiter

IOTA hat nach dem Upgrade Chrysalis mit dem Thema Wallets zu kämpfen. Die versprochene Anknüpfung an die populären Ledger Hardware Wallets lässt auf sich warten, wie IOTA Chef Dominik Schiener einräumt.

Auch acht Wochen nach dem Launch von IOTA 1.5 aka Chrysalis sehen sich viele Anleger mit Situation konfrontiert, nicht frei über ihre IOTA verfügen zu können. Der Grund: IOTA 1.5 ist nicht mehr mit Ledger Hardware Wallets kompatibel und auch bei Kryptobörsen wie Binance gibt es Baustellen (noch immer sind ein- und Auszahlungen von IOTA bei Binance nicht möglich da auch Binance für den Cold Storage einen Ledger nutzt). Dominik Schiener, Chef der IOTA Stiftung, hat diese Problematik in einem Beitrag bei Reddit betätigt, versichert aber: Man arbeite mit Hochdruck an Lösungen, die Anbindung von IOTA 1.5 an Ledger Hardware Wallets und volle Funktionalität bei Kryptobörsen habe Prioritätsstufe 1.

Zur Erinnerung: IOTA hatte empfohlen, Guthaben in der Woche vor dem Datum für Chrysalis (28. April) auf die neue offizielle Wallet Firefly zu migrieren. Wer seine IOTA auf einer Hardware Wallet Ledger Nano S oder Ledger Nano X verwahrte, sollte ein Update abwarten. Dies ist bisher nicht geliefert und laut Schiener hat nicht einmal die Testphase begonnen. Damit sind die betroffenen IOTA quasi eingefroren und Anleger hatten keine Chance, sie zu verkaufen. Auch Zukäufe von IOTA mit sicherer Lagerung auf Ledger Hardware Wallets sind aktuell nicht möglich.

Auf Twitter versucht Hans Moog, Entwickler bei IOTA, die Details zu erklären: Ein Update der Firmware bei Ledger sei nur 6 Tage nach Chrysalis erschienen und habe die bisherige Arbeit zunichte gemacht. Im Kern gehe es um „Winternitz One-time signatures“ (WOTS), die bei Ledger nicht von Haus aus unterstützt würden. Moog drückt sein Bedauern für die Verzögerung aus, kann aber auch keinen sicheren Zeitpunkt für das Zusammenspiel von IOTA 1.5 und Ledger Hardware Wallets nennen.

IOTA und Wallets – ein wiederkehrendes Problem

IOTA setzt mit seinem Tanglenet und zentralem Koordinator auf eine ungewöhnliche Netzwerklösung. Diese erfordert Anpassungsarbeiten, um mit Kryptobörsen und den gängigen Ledger Hardware Wallets kompatibel zu sein. Die Hardware Wallets von Trezor sind generell nicht für IOTA geeignet. Mit IOTA 1.5 soll die neue offizielle Software Wallet Firefly zum Dreh- und Angelpunkt des Ökosystems von IOTA werden. Doch beim Vorgänger von Firefly namens Trinity zeigte sich eine kritische Sicherheitslücke, die zu finanziellen Verlusten für Nutzer führte. Dabei war auch Trinity erst mit erheblicher Verzögerung offiziell freigegeben worden.

Fazit: Höhenflug von IOTA ist vorerst beendet

Selbstbewusst wie gewohnt beschwört Schiener, die Achterbahnfahrt an den Kryptomärkten zu genießen und verweist auf anstehende Kooperation und Projekte von IOTA in Afrika und mit Industrieunternehmen. Der Blick auf die Preiskurve von IOTA fällt allerdings ernüchternd aus: Zur Freischaltung von IOTA 1.5 notierte man noch bei gut 2,1 US-Dollar und rangierte nach Marktkapitalisierung unter den 30 wichtigsten Kryptowährungen. Aktuell ist IOTA auf 0,77 US-Dollar gefallen und im Ranking auf Platz 43 abgestürzt.


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