10 Fakten zum Facebook Libra Coin

Facebook hat heute weitere Informationen zum Libra Coin veröffentlicht. Wir fassen hier die wichtigsten Informationen für euch zusammen. 

Bereits schon länger ist bekannt, dass Facebook mit dem Projekt Libra eine eigene Kryptowährung auf den Markt bringen wird. Heute hat Facebook dazu das Whitepaper veröffentlicht und damit weitere Details bekanntgegeben. Wir nennen euch hier die wichtigsten Details.

  1. Für jeden ausgegebenen Lira wird eine bestimmte Anzahl verschiedener Währungen hinterlegt. Also ähnlich wie bei Tether wo für jeden USDT ein US Dollar hinterlegt wird. Dadurch das Facebook verschiedene Währungen nutzt soll die Volatilität reduziert werden.
  2. Facebook selbst spricht davon, dass es 1,7 Milliarden Menschen ohne Zugang zum Finanzsystem gibt. Davon haben über 1 Milliarde Menschen ein Smartphone und über eine halbe Milliarde Internetzugang. Das soll auch die Hautzielgruppe für den Libra werden. Darüber hinaus soll sich der Libra auch dafür eignen internationale Zahlungen sehr günstig durchzuführen (Remittance).
  3. Geführt wird das Projekt von der neugegründeten Libra Association in der Schweiz. Facebook hat dabei nur sehr begrenzt Mitspracherecht.
  4. Für das Projekt konnte Facebook viele namenhafte Unternehmen gewinnen, die sich von Anfang an an das Projekt beteiligen. Dazu zählen: Mastercard, Visa, PayPal Sprite, PayU, Booking.com, eBay, Facebook/Calibra, Farfetch, Lyft, Uber, MercadoPago, Spotify, Iliad, Vodafone, Anchorage, Bison Trails, Coinbase, Capo, Andreessen Horowitz, Breakthrough Initiatives, Ribbit Capital Tarife Capital, Union Square Ventures, Creative Destruction Lab, Kiva, Merci Corps und Women World Banking. Aktuell sucht Facebook noch weitere Partner insgesamt sollen es dann mindestens 100 Mitglieder werden, die Teil der Libra Association werden.
  5. Libra wird im ersten Halbjahr 2020 starten. Das Testnet wird jetzt allerdings schon live gestellt.
  6. Es wird 33 ausgesuchte Node Betreiber geben, die dann auch Transaktionen bestätigen. Später soll es möglich sein, dass jeder eine Node betreiben kann. Aktuell müssen die Node Betreiber mindestens 10 Millionen US Dollar hinterlegen.
  7. Transaktionen werden durch den Byzantine Fault Toleranz Algorithmus bestätigt. Es gibt also kein energieaufwendiges Mining.
  8. Durch die geringe Anzahl der Node Betreiber wird wohl maximal alle paar Sekunden ein neuer Block erzeugt werden. Transaktionen können damit innerhalb von wenigen Sekunden bestätigt werden.
  9. Für Libra hat Facebook eine eigene Programmiersprache namens „Move“ entwickelt (ähnlich Ethereum mit Solidity).
  10. Auch die Seite des Wallet Calibra ist bereits Online. Es handelt sich dabei um ein Custodial Wallet, ihr seid also nicht im Besitz eurer Private Keys. Es ist davon auszugehen, dass die Wallets einen KYC Prozess (Know-Your-Customer) verlangen.

Wir dürfen gespannt sein wie es mit Libra weitergeht. Auf jedenfall werden wir uns noch bis 2020 gedulden müssen bis auch jeder Libra besitzen kann. Ob sich Libra durchsetzt bleibt abzuwarten. Aufgrund der Vielzahl der teilnehmenden Unternehmen gibt es aber eine gute Chance, dass Libra erfolgreich wird. Als Spekulationsobjekt ist Libra jedenfalls nicht gedacht vielmehr soll Libra als richtiges Zahlungsmittel zum Einsatz kommen. Wie gut das funktionieren kann sehen wir bereits in China mit WeChat und Alipay. Für viele Nutzer könnte der Libra Coin jedenfalls der Einstieg in die Kryptowelt sein und so auch andere Kryptowährungen wie Bitcoin populärer machen.


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