Binance Kreditkarte kommt im August nach Deutschland

Mit der weltweit führenden Kryptobörse Binance steigt ein Großgewicht der Branche in das Geschäft mit Krypto-Kreditkarten ein: Die Binance Card soll ab August 2020 in der EU und damit auch Deutschland verfügbar sein. Damit bekommen Anbieter wie Coinbase, TenX und Crypo.com starke Konkurrenz.

Binance erfüllt nun endlich den Wunsch vieler Kunden nach einer Krypto-Kreditkarte. Schon im August soll die Binance Card in den Ländern des Europäischer Wirtschaftsraums (EEA) funktionsfähig sein, heißt es in einem Blogpost der Kryptobörse. Qualifiziert sind demnach auch deutsche Bürger. Eine erste Ankündigung zur Binance Card gab es bereits im März. Mittlerweile hat Binance den Finanzdienstleister Swipe übernommen. Dieser Deal hat offensichtlich den Weg für die Binance Card freigemacht, die sich nun in einigen Details vom ursprünglichen Plan unterschieden wird.

Hintergrund zur Binance Krypto-Kreditkarte

Ursprünglich war die Binance Card als Visa Debit Kreditkarte angekündigt und sollte neben Bitcoin (BTC) auch Binance Coin (BNB) nativ unterstützen. Nun sind zum Start der Swipe Token (SXP) und BUSD (US-Dollar Stablecoin von Binance) hinzugefügt. In den FAQ zur Binance Card heißt es jetzt, der genaue Herausgeber der Binance Krypto-Kreditkarte werde vom Wohnsitz der Nutzer abhängen, könnte also neben Visa auch Mastercard sein.

Binance verknüpft im Zusammenspiel mit Swipe seine Kreditkarten mit einer neuen Card Wallet. In diese können Krypto-Guthaben transferiert werden, die dann beim Bezahlvorgang automatisch zu Marktpreisen in Fiat umgerechnet werden. Von dem früheren Ziel, auch direkt etwa in Bitcoin dort zahlen zu können, wo BTC akzeptiert wird, ist momentan nicht mehr die Rede.

Der Launch-Termin August bedeutet laut Binance, dass zunächst virtuelle Kreditkarten freigeschaltet werden. Der Prozess der Herstellung von physischen Kreditkarten habe bereits begonnen, die Ausschiffung aber voraussichtlich erst in sechs bis acht Wochen beginnen, also zum September hin. Ob diejenigen, die sich bereits im März für die Binance Card registriert haben, nun vorrangig beliefert werden, blieb offen. Die virtuellen Kreditkarten können aber bereits zuvor mit Google Pay und Samsung Pay verknüpft und natürlich online eingesetzt werden.

Nach wie vor fehlt eine Gebührentabelle zur Binance Card. Dies könnte mit länderspezifischen Regelungen zusammenhängen. Klar hingegen ist ein für Kunden von Binance wichtiges Detail: Guthaben in BNB, dem Discount Token von Binance, die auf der Card Wallet lagern, werden mitgezählt, wenn der tägliche Schnitt in BNB berechnet wird. Dieser entscheidet etwa über Rabatte bei den Gebühren für das Trading bei Binance und ist Voraussetzung, um an den attraktiven IEOs von Binance teilzunehmen.

Fazit: Binance Card mit Potenzial zum Marktführer unter Krypto-Kreditkarten

Noch fehlt das sogenannte „Kleingedruckte“ zur Binance Card, um sie in den Vergleich mit der Konkurrenz zu setzen. Allerdings beweist Binance regelmäßig, nicht in neue Geschäftsfelder vorzustoßen, ohne Mitbewerber in Sachen Gebühren unterbieten zu wollen. Deshalb erwarten wir faire Geschäftsbedingungen. Wermutstropfen sind die bisher kurze Liste unterstützter Kryptowährungen und – anscheinend – der Verzicht auf direkte Zahlfunktionen per Krypto ohne den Umweg der Umrechnung in Fiat. Hier bleibt offenbar TenX vorerst der einzige Anbieter für Deutschland.

Dennoch lässt sich der Lobgesang von Binance-CEO Changpeng Zhao verstehen, der die Binance Card als weiteren Schritt sieht, Krypto in den Alltag zu integrieren. Denn mit einer Krypto-Kreditkarte erschließen sich weltweit offline und online Bezahlmöglichkeiten. Um Deine Binance Card zu beantragen, ist hier bereits eine Webpage eingerichtet. Wer schon Kunde von Binance ist und dort den Authentifizierungsprozess bis KYC Level 2 erfolgreich durchlaufen hat, kann eingeloggt auch über den Menüpunkt „Card Wallet“ auf der Plattform loslegen.


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