IOTA Tangle spielt zentrale Rolle bei Großprojekt Telekommunikation

IOTA hat das Interesse globaler Telekommunikationsunternehmen gefunden und soll für diese sein Tangle Netzwerk in ein Pilotprojekt einbringen. Dabei wollen Branchenriesen wie Telekom und Orange austesten, wie sich Daten austauschen und Prozesse optimieren lassen.

Roaming ist nur eines der Themen, bei denen an sich konkurrierende Firmen aus der Sparte Telekommunikation zusammenarbeiten müssen. Denn selbst führende Unternehmen wie die Telekom oder Orange verfügen nicht überall auf der Welt über eigene Infrastruktur, sondern sind darauf angewiesen, für ihre Kunden bisweilen Leitungen im B2B einzukaufen. Organisiert werden solche Prozesse teilweise im Branchenverband TM Forum, der die zehn größten Telekommunikationsgesellschaften mit mehr als 800 Zulieferern, Dienstleistern und anderen Marktteilnehmern zusammenbringt. In diesen erlesenen Club darf sich jetzt auch IOTA einbringen. IOTA Tangle werde die Grundlage für den Datenaustausch bei einem Pilotprojekt zu Industrielösungen 4.0, schreibt das TM Forum. Schon im Sommer 2019 hatte IOTA mit einem Marktplatz für Telekommunikation mit dem TM Forum zusammengearbeitet.

Hintergrund zu IOTA und TM Forum

Im aktuellen Projekt haben die Großunternehmen drei Aufgaben definiert und führen sie unter dem Titel „Mega Katalysator“ zusammen. Konkret sollen Lösungen für den kommenden 5G Mobilfunkstandard und zwei Markplätze (intern und mit Einbindung Externer) gefunden werden. IOTA Tangle ist dabei dafür eingeplant, Daten manipulationssicher einzusammeln und auf von der Industrie selbst organisierte zentrale Knotenpunkte zu übertragen. Angedacht ist auch, Technologie von IOTA bei der Organisation des Distributed Ledger einzubinden, in dem als zentralen Kassenbuch Leistungen abgerechnet werden. IOTA als Kryptowährung wird aber nicht erwähnt.

IOTA als Ökosystem für das Internet der Dinge (IoT) scheint grundsätzlich für solche Aufgaben geeignet. In der Praxis wird es beispielsweise darum gehen, dass Mobilfunkmasten Daten weiterliefen, wenn sich dort Geräte einloggen, die eigentlich einen Vertrag mit einem anderen Unternehmen als dem Besitzer der Infrastruktur haben. Das TM Forum beschreibt bisherige Praktiken als teuer, wenig stabil und anfällig für Cyber-Crime. IOTA kann etwa Geräte in seinem Tangle eindeutig identifizieren und Daten voll automatisiert weiterleiten. Das TM Forum bindet beim „Mega Katalysator“ auch die R3 Corda Blockchain ein, eine Industrielösung, die etwa bei der schwedischen E-Krone und der Deutschen Börse zum Einsatz kommt.

Fazit: IOTA mit positiver Nachricht aus der Sparte Telekommunikation

Mobile Telekommunikation ist eine Wachstumsbranche und wird auch durch 5G zu einem Pfeiler für die IoT-Zukunft. Die IOTA Stiftung darf sich also freuen, dass ihrer Technologie Vertrauen von entscheidenden Marktteilnehmern entgegengebracht wird. Betont werden muss aber auch: Die Kryptowährung IOTA ist zumindest zum jetzigen Zeitpunkt bei „Mega Katalysator“ von TM Forum kein Faktor und es bleibt offen, welche Lösungen sich bei dem Projekt schließlich durchsetzen. Eine Alternative wäre etwa Hedera Hashgraph, wo die Telekom aktiv mitarbeitet.


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