Bitcoin ETFs in den USA weiter in der Schwebe: SEC verschiebt Entscheidung

Die Hängepartie um die Zulassung von ETFs auf Basis von Bitcoin in den USA setzt sich fort: Die für die Zulassung zuständige Börsenaufsicht SEC hat – wie weitgehend erwartet – ihre Entscheidung erneut verschoben. Mitte Oktober aber muss die SEC sich nun endgültig äußern.

Während das Projekt Bakkt mit seinen Bitcoin Futures bereits in der Testphase steckt, ist über die Zulassung von börsengehandelten Fonds (ETFs) in den USA weiterhin nicht entschieden. Bei der dafür zuständigen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) stecken aktuell drei Projekte im Zulassungsprozess fest. Bei zweien davon zog die SEC nun ihre letzte Option zur Fristverlängerung bei der Entscheidung. Für den Bitcoin ETF von VanEck und SolidX ist jetzt der 18. Oktober 2019 der endgültige Stichtag, wie aus einer Mitteilung der SEC hervorgeht. Beim Bitcoin ETF von Bitwise muss die SEC laut Selbstauskunft bis zum 13. Oktober 2019 grünes Licht geben oder das Projekt endgültig stoppen. Bei dem dritten Antrag von Wilshire Phoenix ist jetzt vonseiten der SEC der 29. September 2019 angesetzt. Hier kann die SEC aber die Frist nochmals um 150 Tage(!) verlängern.

Warum zögert die SEC mit ihrer Entscheidung zu Bitcoin ETFs?

Selbst gut informierte US-Medien sprechen im Zusammenhang mit der SEC und ETFs auf Basis von BTC über eine Situation, die mit „Warten auf Godot“ zu beschreiben ist, also eine wiederkehrende Zeitschleife. VanEck und SolidX beispielsweise starteten ihren ersten Anlauf schon im August 2017, zogen ihn aber zwischenzeitlich zurück. Bisher begründete die SEC ihre Skepsis gebetsmühlenartig damit, dass der Markt für Bitcoin ETFs nicht ausreichend groß sei und der BTC anfällig für Kursmanipulationen. Die Antragsteller wiederum versuchen diese Bedenken mit umfangreicher Dokumentation auszuräumen. Der mit der Materie gut vertraute Anwalt Jake Chervinsky zeigt sich auf Twitter unterdessen pessimistisch. Man müsse davon ausgehen, dass die SEC ablehnend entscheide und die Projekte dann neue Anträge einreichen werden, so Chervinsky. Aus den neuen Mitteilungen der SEC sind keine Tendenzen herauszulesen, sie beschränken sich auf formale Aspekte im Zeitplan der Entscheidung.

Zahlt sich Geduld in Sachen Bitcoin ETFs aus?

Anleger erhoffen sich von BTC ETFs in den USA positive Effekte für den Kurs des Bitcoin, da institutionelle Investoren bei einem regulierten Markt neu einsteigen könnten. Anderseits hat US-Präsident Donald Trump zuletzt seine kategorische Ablehnung von Kryptowährungen überdeutlich gemacht. Auch die Diskussion in den USA um Facebook Libra mit prominenten Kritikern wie Nobelpreisträger Joseph Stiglitz schadet im konservativen Lager allen Projekten, die sich auf Bitcoin und Co. fokussieren. In diesem Umfeld konzentrieren sich die Hoffnungen auf Bitcoin Futures, für die in den USA die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zuständig ist und nicht die SEC.


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