Bitcoin: Whale mit Gewinnmitnahme – Hat HODL ein Ende?

Ein Bitcoin Investor hat nach 22 Monaten Wartezeit offenbar BTC im großen Stil veräußert, als der Preis Anfang August ein Jahreshoch von 12.000 US-Dollar erreichte. Ist das ein erstes Anzeichen dafür, dass die Zeiten von HODL bei Bitcoin enden? Und wie taktieren Whales eigentlich überhaupt?

Als Whale (Wal) werden im Kryptojargon solche Investoren bezeichnet, die auf weit überdurchschnittlich großen Guthaben einer Kryptowährung sitzen. Und ihre Verhalten wird von vielen Kleinanlegern genau beobachtet, weil sie sich davon Informationen zu Markttendenzen erhoffen. Deshalb sorgt der aktuelle Fall eines Whale, der bis zu 9.000 BTC auf den Markt warf, in der Kryptoszene für Diskussionen. Angestoßen hat sie auf Twitter „Byzantine General“ , der darlegt: Dieser Whale hat sich im Herbst 2018 mit etwa 9.000 Bitcoin eingedeckt, als der Preis bei um 6.000 US-Dollar pro BTC stand. Anschließend behielt dieses Whale für fast zwei Jahre die Nerven und bewegte seine BTC selbst dann nicht, als die Kurse zunächst Richtung oben zeigten und dann doch wieder einknickten. Erst jetzt Anfang August, als BTC kurz bei 12.000 notierte, macht dieser Whale seine Bitcoin wieder zu Geld. Ohne Steuern betrug der Gewinn also gut 50 Millionen US-Dollar, wenn „Byzantine General“ mit seiner Datenanalyse recht hat.

Dieses Verhalten wirft Schlaglichter auf mehrere interessante Details im Gesamtmarkt für Bitcoin:

  • Die Strategie, bei etwa 100 Prozent Gewinn diesen auch zu realisieren, klingt zunächst sehr einfach. Was viele vergessen: Bei solchen Summen ist gar nicht garantiert, dass der Markt sie auch aufnimmt. „Litecoin Jack“ erklärt auf Twitter anhand von Daten: Aktuell wird Bitcoin wieder hauptsächlich vom Spotmarkt dominiert, die Bedeutung von Handel mit Derivaten schwächelt. Dies führt zu einer Situation, in der ein Whale sich ziemlich sicher sein kann, auch für große Mengen BTC Käufer zu finden, ohne in dem Moment gegen seine Interessen den Kurs zu drücken.
  • Anfang Juni machte Nachricht die Runde, dass mehr als 60 Prozent aller BTC seit einem Jahr nicht mehr bewegt wurden. Ein solch signifikant hoher Anteil von Investoren, die HODL zur Taktik erklären, spricht für sich selbst. HODL bedeutet, auf bessere Zeiten in Sachen Bitcoin Preis zu warten. Manche interpretieren dies auch Vorzeichen für einen Bullenmarkt. Macht der angesprochene Whale nun den Vorreiter?
  • Dies bringt uns zur dritten Frage: Der Kurs von Bitcoin schwankt seit knapp einem Monat im Korridor zwischen 11.000 und 12.000 US-Dollar. Der Profi-Händler Michael van de Poppe aka „Crypto Michael“ sieht darin das optimistische Szenario, dass der Markt momentan Unterstützungsgrenzen austestet und es bald für den Preis von Bitcoin rasant aufwärtsgehen könnte. Doch auch er lässt das Risiko nicht unerwähnt: Falls BTC deutlich unter 11.450 US-Dollar rutscht, könnte der Kurs einknicken und in Richtung 10.000 US-Dollar tendieren, meint „Crypto Michael“.

Fazit: Stimmung auf dem BTC Markt ist angespannt

Ein goldener August ist es nicht, was BTC derzeit erlebt. Das große makroökonomische Argument, dass die Politik der Notenbanken in der Corona-Krise Inflationsgefahr beschwört und Anleger Guthaben in Bitcoin in Sicherheit bringen, hat sich noch nicht wirklich bewahrheitet. Andererseits ist es grundsätzlich positiv, wie Bitcoin bei allen Unruhen im globalen Umfeld seinen Preis über 11.000 US-Dollar hält und damit die Basis für einen Bullenritt formt. Nur ob und wenn ja wann der Startschuss fällt – das kann Dir niemand seriös beantworten. Beim Abwarten jedenfalls bleibt genügend Zeit, sich Gedanken zu Whales und HODL zu machen und zu ihrem potenziellen Einfluss auf die Preiskurve von BTC.


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