IOTA mit Finanzproblemen? Auch Weiss Crypto warnt

Die Befürchtungen, der IOTA Stiftung könnten die finanziellen Reserven ausgehen, haben durch die anerkannte Agentur Weiss Crypto Ratings weiteren Auftrieb bekommen. Sie warnt in einem Tweet. Vorstandsmitglieder von IOTA reagierten wütend und abwiegelnd.

Schon zum Wochenanfang ging die Nachricht um: Die IOTA Stiftung leide unter finanziellen Problemen, die bekannten Reserven reichen demnach nur noch bis August 2021. Schon im Mai hatte unabhängig von dieser Meldung ein bei IOTA ausgeschiedener Entwickler vorgerechnet, dass das Kapital knapp werde und bei den laufenden Kosten Mitte 2021 aufgebraucht sei. Nun schlagen die renommierten Experten von Weiss Crypto Ratings in dieselbe Kerbe und schreiben auf Twitter: „IOTA ist im Risiko, dass das Geld ausgehen könnte, verschärft durch mangelnde kommerzielle Anwendungsfälle im Tangle.“

Erst diesmal reagiert die IOTA Stiftung auf die Diskussion und schickt dazu die Mitgründer Dominik Schiener und David Sønstebø vor. Schiener schreibt lakonisch, „Worüber wird hier überhaupt gesprochen?“. IOTA sei eines der wenigen Projekte, welches Gelder durch staatliche Programme erhalte und durch Kooperationen. Sønstebø geht wesentlich rustikaler vor und wirft die These in den Ring, dass der Twitter-Account von Weiss Crypto Ratings gehackt worden sei. Er behauptet, die IOTA Stiftung sei für noch mindestens fünf Jahre finanziert.

Die Finanzen der IOTA Stiftung – was bekannt ist

Wir halten fest: Der Entwickler mit Insiderwissen warnte als erster über bevorstehende Geldnot bei der IOTA Stiftung. Die Analyse von vor einer Woche listet die öffentlich bekannten Konten bei IOTA auf und rechnet transparent vor, dass auf dieser Grundlage bald Ebbe in der Kasse ist. Weiss Crypto Ratings hat kein Interesse daran, Falschnachrichten über IOTA zu verbieten und damit seinem Renommee zu schaden. Die Agentur fühlt sich Kunden verpflichtet und hat den Ausblick für IOTA von B+ auf C+ herabgestuft.

Und was macht die IOTA Stiftung? Sie streitet ab, ohne Gegenbeweise vorzulegen. Dabei müssten Schiener und Sønstebø wissen, dass Finanzierungsprobleme für ihr Projekt Anleger und Kooperationspartner abschrecken können. Ihnen müsste es eigentlich ein Leichtes sein, mit konkreten Zahlen die bösen Gerüchte aus der Welt zu räumen – so es denn nur Gerüchte sind. Doch das ist immer noch nicht geschehen und gerade IOTA-Chef Sønstebø schlägt stattdessen mit Anschuldigungen an andere um sich, in der Wortwahl nahe an Ausfälligkeiten.

So kann es kaum überraschen, dass sich von der Seitenlinie auch der selbst ernannte IOTA-Aufklärer „Hund“ auf Twitter zu Worte meldet. Sein Tenor: Das rasante Schrumpfen der Geldreserven bei IOTA sei doch ein alter Hut und für Interessierte schon seit Monaten bekannt. Man solle daher besondere Aufmerksamkeit auf die Mechanismen in der Außenkommunikation der IOTA Stiftung richten. Diese verfahre bei Kritik stets nach dem Schema, alles polemisch abzustreiten und selbst zu detaillierten Auflistungen von Problemen nichts zur seriösen Aufklärung beizusteuern.

Fazit: IOTA Stiftung offensichtlich in finanzieller Bredouille

Mehrere externe IOTA-Fachleute kommen unabhängig voneinander zu dem Schluss, dass die finanzielle Lage bei IOTA eng wird und eine Finanzierung über Sommer/Herbst 2021 den vorliegen Information zufolge nicht gesichert ist. Weiss Crypto Ratings geht mit seiner Prognose soweit: „Vielleicht ist IOTA eines der Projekte, dem vorbestimmt ist, am Wegesrand wegzufallen?“ Und offenbar hat man einen wunden Punkt bei der IOTA Stiftung getroffen, die keine Beweise vorlegt, mit denen man eine Schieflage auf den Konten widerlegen würde. Als Anleger wird man da schnell misstrauisch, insbesondere mit dem Hintergrundwissen, dass bei der technologischen Erneuerung hin zu IOTA 2.0 aka Coordicide noch viel Arbeit und dementsprechend Finanzbedarf bevorsteht.


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9 Kommentare

  1. Interessant, wie viel Energie aufgewendet wird, um ein Projekt schlecht zu machen, welches sowieso zum Scheitern verurteilt ist. Ich würde mich echt mal über einen Artikel über z.B. Chainlink freuen, über deren Technik, die Partner, ihre Vision. Das wäre doch mal was. Ständig dieses IOTA Thema ist doch nervig, da es doch eh ein schlechtes, toxisches Projekt ist.

    • Haha wie bett ein Scamprojekt zu hypen und Iota schlecht finden. 😉 Du bist ja völlig raus. Chainlink wird in 5-10 Jahren so sinnlos wie jetzt die Volatilität der Cryptoszene! Es wurde nachweislich rein aus einer Blase gepumpt wie auch OMG Polkadot etc. Glückwunsch Hans du wirst deinem Namen gerecht ^^

  2. Es wird kein Beweis vom Rating (das ohnehin stark umstritten ist… aber sich selbst „angesehen“ verkauft) geliefert außer ein Verweiß auf „öffentliche Konten“ mit einer Rechnung die von einem 10.-Klässler kommen könnte. Nach der Logik sind alle Unternehmen quasi insolvent, wenn sie keine öffentlichen Crypto-Konten haben? Muss ich wohl fix meine Amazon-Aktien verkaufen. Dass IOTA immense Summen aus der Forschung und Wirtschaft erhält, welche nicht in der Tangle sind, welche dazu zu mehr 90% einer Schweigepflicht unterliegen werden, wird vollständig ignoriert. Und wieso sollte eine Organisation seine gesamten Finanzen offen legen wegen einem schlechten Versuch eines schlechten Rankings, dass sichtlich keinen Bezug zur Realwirtschaft hat und stattdessen auf HYIP-Programme setzt um daraus persönlichen Gewinn zu schlagen?

    • Das IOTA große Summen aus der Wirtschaft und aus staatlichen Programmen erhält ist ein Mythos. Das IOTA seine Finanzen offen legen sollte macht vor allem daher Sinn, weil es eine Gemeinnützige Stiftung ist. Letztendlich legen auch Börsen notierte Unternehmen ihre Finanzen offen. IOTA hat einfach die falsche Führung derzeit. Da macht es schon Sinn skeptisch zu sein.

  3. Ich frage mich, woher du deine Aussagen nimmst. Es ist kein Mythos, dass sie Summen aus staatlichen Programmen und Wirtschaft erhalten. Wie hoch diese sind, steht auf einem anderen Blatt. Warum wollen alle unbedingt IOTAs Finanzen wissen? Warum wird förmlich nach Kritikpunkten gesucht, um FUD zu verbreiten? Legen alle anderen Projekte ihre Finanzen offen? Und wenn, woher weiß man, ob es der Wahrheit entspricht? Warum kümmerst du dich nicht einfach um Projekte, die dich interessieren? Bevor du hier ständig Unwahrheiten über IOTA verbreitest, solltest du dich eventuell erstmal richtig informieren. Ich habe auch nichts gegen Kritik oder gegen wirklich vorhandene Probleme bei der Foundation, denn daraus kann man lernen. Aber hier wird ständig nach dem Haar in der Suppe gesucht. Und woher willst du wissen, was eine richtige Führung ist und was nicht? Bist du erfolgreicher Unternehmer? Also nochmal: Berechtigte Kritik und Offenlegung von Problemen, gerne, aber irgendwelche Unsinnigen Artikel über Probleme, die keine Probleme sind, braucht niemand.

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