Bitwala erhält 13 Millionen Euro von Investoren – die Bewertung beträgt aber nur ein Bruchteil der möglichen STO Bewertung

Der Bitcoin-Finanzdienstleister Bitwala hat bei einer Finanzierungsrunde 13 Millionen Euro von strategischen Investoren eingesammelt, darunter Sony. Interessant ist dabei vor allem die Tatsache, dass die Bewertung deutlich unter der angestrebten STO Bewertung lag.

Das Berliner Unternehmen Bitwala rühmt sich, als eine Art Bitcoin-Bank Vorreiter unter den Krypto-Finanzdienstleistern zu sein. Nun hat Bitwala bei einer Finanzierungsrunde (Series A Round) 13 Millionen Euro eingesammelt, laut Pressemitteilung „das größte Investment in eine deutsches Blockchain Start-up überhaupt“. Investiert haben die Finanzsparte des Elektrogiganten Sony und die britische NKB Group, die sich auf Anlagen in die Blockhain-Branche konzentriert. Dazu kommen mit Early Bird und coparion zwei weitere Risikokapitalgeber, die sich ebenfalls auf die Sparte Fintech in Kombination mit Kryptowährungen fokussieren, und an Bitwala schon zuvor beteiligt waren. Neue und alte Investoren teilten Bitwala zufolge jeweils hälftig die Finanzierungsrunde unter sich auf, genauere Angaben zur Verteilung wurden nicht gemacht. Üblich ist es bei einer Series A round, zwischen 25 und 30 Prozent der Firmenanteile zu veräußern. Demzufolge läge die Pre Money Bewertung von Bitwala aktuell etwa bei rund 40 Millionen Euro. Und genau dieses Detail lässt jeden aufhorchen, der die Geschichte von Bitwala aufmerksam verfolgt hat.

Bitwala STO und die Frage: Wie hoch wird Bitwala bewertet?

Im März 2019 hatte Bitwala angekündigt, eine STO nach deutschem Recht zu planen und dabei zwischen 13,5 Millionen und 67,5 Millionen Euro einzusammeln. Demnach schätzte Bitwala seinen Wert auf eine Summe von zwischen 100 Millionen und 500 Millionen Euro – ein Betrag, der sich doch sehr deutlich von dem unterscheidet, was sich aus der jetzigen Finanzierungsrunde ergibt. Dem Vernehmen nach hat die Bitwala STO, deren Webseite weiter online ist, bisher weniger Interesse erzeugt als erhofft. Auch fehlt weiterhin ein von der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigter Wertpapierprospekt zum Bitwala Token, ohne den die für das vierte Quartal 2019 geplante STO nicht stattfinden dürfte. So drängt sich der Verdacht auf, dass Bitwala die STO still und heimlich abblasen könnte. Denn auch bei der aktuellen finanziellen Erfolgsmeldung fehlt jeder Hinweis auf die STO.

Bitwala – wie geht es weiter?

Ob wir den Bitwala Token jemals zu sehen bekommen werden, ist also aktuell fraglich. Bitwala selbst will das jetzt eingesammelte Kapital für zusätzliches Personal und speziell auf Kunden aus der Wirtschaft zugeschnittene Konten einsetzen. Bitwala bietet in Zusammenarbeit mit der solarisBank Bankkonten, von denen aus direkt Bitcoin (BTC) an- und verkauft werden können. Mit diesem Angebot ist man nach eigenen Angaben europaweit der Pionier, der BTC-Handel, eine BTC-Wallet und ein normales Girokonto miteinander bequem direkt verknüpfen. Nach Problemen mit dem Kooperationspartner WaveCrest im Januar 2018 musste sich Bitwala neu aufstellen und konnte die damalige Krypto Debit Card in der Form nicht weiterführen. Das Konzept von Bitwala ist für Kunden sicher interessant.


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