Wallet-Provider Blockchain startet eigene Kryptobörse The Pit

In der kommenden Woche geht mit The Pit eine neue Kryptobörse an den Start, die schon im Vorfeld den Anspruch erhebt, die schnellste ihrer Art zu werden. Hinter The Pit steht mit Blockchain.com einer der bekanntesten und größten Provider von Krypto-Wallets.

Mit dem programmatischen Titel „Warum wir die Kryptobörse unserer Träume entwickelt haben“ kündigt der Wallet-Provider Blockchain.com seine eigene Kryptobörse The Pit an. Die bekannten Kryptobörsen hätten durchweg Nachteile, von zu geringer Geschwindigkeit über fehlende Liquidität und schlechten Kundenservice bis hin zu Sicherheitsproblemen, heißt es. The Pit werde alle diese Schwachstellen lösen, verspricht man: „Schnell. Einfach. Zuverlässig.“ Beinahe 100 Fachleute, überwiegend aus der Finanzbranche, hätten an The Pit gearbeitet. Laut Countdown wird der Handel bei The Pit nach deutscher Zeit in der Nacht zum Dienstag eröffnet. The Pit hofft darauf, dass viele der bereits mehr als 40 Millionen bestehenden Blockchain-Wallets sich an die neue Kryptobörse ankoppeln und so von Beginn an für große Volumina gesorgt ist.

Wichtige Details zu The Pit von Blockchain.com

Durch einen zweiten Blogpost und über die Informationen bei The Pit selbst sind bereits viele für Anleger relevante Einzelheiten bekannt:

  • The Pit wird in rund 240 Ländern und Regionen launchen. Deutschland und Österreich gehören wie alle EU-Länder zum Startpaket, die Schweiz bleibt außen vor. In den USA orientiert sich The Pit an den Gesetzgebungen der einzelnen Bundesstaaten und verzichtet etwa auf New York, das für strenge Regulierung bekannt ist.
  • Gehandelt werden zunächst 26 Paare, als Fiat werden Euro und US-Dollar sowie beim Bitcoin auch das Britische Pfund unterstützt. The Pit konzentriert sich anfangs auf die Kryptowährungen Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Bitcoin Cash (BCH) und Litecoin (LTC) sowie die Stablecoins Tether (USDT) und PAX. Damit bleiben wichtige Kryptowährungen wie Ripple (XRP), EOS und Tron (TRX) vorerst unberücksichtigt.
  • Die Gebühren bei The Pit orientieren sich an den individuellen monatlichen Handelsumsätzen und betragen im Höchstfall 0,14 Prozent für Maker und 0,24 Prozent für Taker. Ein- und Auszahlungen für Euro per Banküberweisungen (SEPA) sollen kostenlos sein. The Pit verspricht Rabatte bei den Handelsgebühren zum Launch. Per Twitter macht The Pit zudem das Angebot, sich schon jetzt zu registrieren und dafür die ersten 30 Tage gebührenfrei zu handeln.
  • In Sachen Tempo wirbt The Pit mit Mikrosekunden, während die Konkurrenz „nur“ Millisekunden realisieren könne. Beobachter merken an, dass The Pit sein Geschwindigkeitsversprechen am Ernstfall messen werden müsse, wenn die Auftragsbücher voll sind.
  • Die Benutzeroberfläche von The Pit wirkt aufgeräumt und bietet Standards für die Kursanalyse wie Kerzendiagramme. App-Versionen von The Pit sind bisher nicht angekündigt.
  • In Sachen Sicherheit will The Pit „militärische Standards“ erfüllen und verweist natürlich auf die Anbindung der Wallet von Blockchain.com als Non-Custodial Wallet, bei der die Private Keys beim Nutzer verbleiben.

Wird Kryptobörse The Pit für mich interessant?

The Pit und Blockchain.com haben nach eigenen Angaben schon mehrere institutionelle Kunden gewonnen und gehen deshalb davon aus, für die angebotenen Handelsoptionen ab Tag Eins große Liquidität zu erzielen. Gepaart mit niedrige Gebühren ist das für den Handel mit BTC, ETH, LTC und BCH sicher eine interessante Option. Ob es The Pit mittelfristig in der harten Konkurrenz der Kryptobörsen gelingt, zu den etablierten Marktführern wie Binance und eToro aufzuschließen, bleibt offen. Expansion will The Pit durch die Einnahmen aus den Gebühren finanzieren und dann Schritt für Schritt mehr Kryptowährungen in das Portfolio aufnehmen. Für ambitionierte Händler ist die Listung von mehr als nur Bitcoin und einigen wenigen Altcoins ein wichtiger Punkt, der über Attraktivität entscheidet. Auch auf Margin Trading verzichtet The Pit zumindest vorerst. So ergibt sich bei The Pit das Bild einer Kryptobörse mit begrenztem Leistungsumfang, die es jedenfalls in Deutschland schwerer haben könnte als von Blockchain.com erhofft. Aber ausprobieren kostet in diesem Fall nichts, wenn Du die Einladung zur Frühregistrierung bei The Pit annimmst.


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