Börse Stuttgart und Axel Springer planen neues Krypto-Portal

Für eine neue Online-Plattform rund um Kryptowährungen wollen die Börse Stuttgart und das Verlagshaus Axel Springer mit seiner Tochterfirma finanzen.net ein Gemeinschaftsunternehmen gründen. Schon im Sommer soll das noch unbenannte Portal starten und dabei neben Informationen zu Bitcoin und Co. auch Handelsmöglichkeiten bieten.

Die Börse Stuttgart und das etwa durch die Bild-Zeitung bekannte Verlagshaus Axel Springer sehen im Markt für Kryptowährungen so viel Potenzial, dass sie mit einem Online-Portal reagieren wollen. Die Plattform werde zum einen unabhängig recherchierte Informationen bieten und zum zweiten auch den direkten Handel mit Kryptowährungen erlaube, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Im deutschsprachigen Medienmarkt sind Angebote für die Kryptogemeinde, die von einem großen Verlagshaus stammen, bislang Fehlanzeige. Los gehen soll es mit der dem Portal bereits in diesem Sommer. Als Zielgruppe wurden sowohl private als auch institutionelle Anleger genannt.

Hintergrund zum Krypto-Portal von Börse Stuttgart und Axel Springer

Axel Springer sieht sich selbst nach Jahren der Umstrukturierung als „Europas führender digitaler Verlag“ und bringt in die Kooperation mit der Börse Stuttgart sein Tochterunternehmen finanzen.net ein. Axel Springer und Finanzen.net sollen 30 Prozent der Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen mit der Börse Stuttgart halten. Hauptsitz werde Stuttgart sein, zusätzlich ist ein Büro in Berlin geplant, hieß es. Die Börse Stuttgart werde Mehrheitseigner. Diese machte zuletzt mit ihrer Bison App für den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen einen ersten Schritt Richtung Kryptobörse. Die Börse Stuttgart dürfte demnach hauptsächlich für die Handelsmöglichkeiten zeichnen, während Axel Springer und finanzen.net journalistische Inhalte beisteuern.

Was ist von dem Projekt zu halten?

Solange redaktionelle Inhalte und Werbung transparent voneinander unterschieden bleiben, ist das für Anleger an sich eine attraktive Mischung. Die Genehmigungen der Kartellbehörden für das Projekt der neuen Krypto-Plattform stehen aber noch aus. Offen bleibt bisher auch, ob die Inhalte wie bei vielen Springer-Titeln als Paid Content angeboten werden oder kostenlos. Genauso ungeklärt ist die Frage, welche Gebühren die verbundene Handelsplattform aufrufen will. So müssen wir wohl bis zum Start warten, ob wirklich ein Paket mit Mehrwert auf den Markt kommt oder ein Portal, das die Erwartungen nicht erfüllen kann, welche sich aus den zugegeben großen Namen im Hintergrund von ganz allein ergeben. Der große Erfolg für die Bison App der Börse Stuttgart blieb bisher jedenfalls aus. Dies dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass Anleger aktuell wenig Interesse an Kryptowährungen haben, nachdem viele durch die Kursrückgänge viel Geld verloren haben. Diese Situation kann sich aber langfristig auch wieder ändern.


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