Craig „Ich bin Satoshi“ Wright lügt erneut – wollte er Kurse manipulieren?

In der Krypto-Szene hat Craig Wright fragwürdige Prominenz dadurch erlangt, dass er seit Jahren behauptet, die Person hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto und damit Erfinder des Bitcoins zu sein. Ein neuer angeblicher Beweis dafür hat sich wieder als von Wright publizierte Lüge erwiesen. Motivation für das unrühmliche Spiel könnte sein, dass er den Kurs des Bitcoin SV pushen wollte.

Wikipedia widmet Craig Steven Wright in immerhin zehn Sprachen einen eigenen Eintrag. Der gebürtige Australier und umtriebige selbsternannte Bitcoin-Experte ist also kein unbeschriebenes Blatt. Blöd nur, dass große Teile seiner Prominenz auf Lügengeschichten beruhen. Zum Jahreswechsel 2015/6 tauchten erstmals Stories auf, nach denen das Rätsel um das Pseudonym von Satoshi Nakamoto gelöst sei. Hinter Satoshi und dem berühmten Whitepaper zu Bitcoin stecke in Wirklichkeit eben dieser Craig Wright, hieß es. Der nahm den Ruhm gerne an und präsentierte „Beweise“, als Fragen auftauchten. Doch die „Beweise“ zeigten sich als wenig stichhaltig und Wright tauchte ab. Jetzt aber hat Craig Wright nachgelegt. Auf Twitter, wo er als ProfFaustus tweetet, postete er ein Paper mit dem Titel „BlackNet“, angeblich von 2001 und Vorläufer des relevanten Whitepapers. „Lügen haben kurze Beine“, sagt der Volksmund – es dauerte nur Stunden und Wright war wieder überführt.

Plagiat der dummen Sorte – Wrights logische Fehler

Eine einfache Gegenüberstellung von „BlackNet“ und Whitepaper passt auf den ersten Blick. Der zweite Blick aber enthüllt, dass Wright ein entscheidendes Detail ignoriert, nämlich den Originalentwurf von Satoshis Whitepaper. „BlackNet“ kopiert die Endfassung von 2008. Aber wenn „BlackNet“ doch von 2001 stammen soll, warum sind dann die finalen Korrekturen bereits enthalten? „Professioneller Betrüger“, „Lügner“, „Bullshitter“ sind nur einige der Reaktionen zu der neuerlichen plumpen Maskerade des Herrn Wright, die nun im Internet zu lesen sind.

Dem Thema hat sich mittlerweile auch Wikileaks angenommen auf dem Twitter Account der Plattform gab es in den letzten Tagen regelmäßig Veröffentlichungen zu Craig Wright.

Was wollte Wright mit der aktuellen Lüge bezwecken?

Bleibt die Frage, was Wright antreibt. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Wright sich beim Hard Fork des Bitcoin Cash (BCH) verspekuliert hat, als er auf den Bitcoin SV (BSV) als Nachfolgewährung setzte. Die Wette ging aber nicht auf, aktuell notiert der BCH fast doppelt so hoch wie der BSV. Um den BSV (ausgeschrieben: Bitcoin Satoshis Vision) mehr Gewicht zu verleihen, habe Wright wieder versucht, mit dem Namen Satoshi zu strahlen, meinen viele. Du zumindest weißt jetzt endgültig: Wright ist nicht Satoshi, sondern ein Lügenbaron.

Es wird angenommen, dass Satoshi Nakamoto selbst etwa 1 Million Bitcoins gemint hat. Diese wurden allerdings bis heute nicht auf der Blockchain verschoben oder transferiert. Ein einfacher Weg nachzuweisen, dass jemand Satoshi Nakamoto ist wäre also einfach ein paar Bitcoins, die Satoshi Nakamoto zugeordnet werden, zu verschieben. Da sich das allerdings nicht fälschen lässt konnte es Craig Wright bisher auch noch nicht machen.

Kursentwicklung von Bitcoin SV seit der Hard Fork

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