Ethereum 2.0: Milliardensummen warten auf das Upgrade – Lido (LDO) im Fokus

Ethereum (ETH) soll in diesem Jahr per Upgrade technologisch auf ein zukunftssicheres Niveau gehoben werden. Zum Staking von Ethereum 2.0 sind Milliardensummen im Testnet Beacon gebunden. Lido (LDO) spielt dabei eine zentrale Rolle.

Ethereum 2.0 ist in der Kryptoszene eines der großen Themen im Jahr 2022, immerhin will die zweitwichtigste Kryptowährung der Welt sich durch ein technologisch anspruchsvolles Upgrade quasi runderneuern. Im Dezember 2020 wurde für das Projekt eine öffentliches Testnet namens Beacon für Ethereum 2.0 live geschaltet. In diesem Testnet sind derzeit 11,7 Millionen Ethereum (ETH) fest für Staking angelegt, also etwa 10 Prozent aller existierenden ETH im Wert von aktuell gut 35 Milliarden US-Dollar. Die Nachricht aus der vergangenen Woche, dass der für den Juni erwartete Launch von Ethereum 2.0 sich nach hinten verschiebt, sorgt nun unter Investoren für Unruhe.

Denn das Kapital, das im Testnet Beacon lagert, ist dort in Form von ETH 2.0 eingesperrt. Die ETH, welche Richtung Testnet transferiert wurden, können erst wieder frei gehandelt werden, wenn die eigentliche Blockchain von Ethereum durch „The Merge“ mit Beacon verschmilzt. Diese Einschränkung haben DeFi Projekte und Kryptobörsen gewissermaßen ausgehebelt, indem sie sogenannte Wrapped Token für Ethereum 2.0 schufen. Damit können Anleger vom Staking bei ETH 2.0 profitieren und dennoch ihre Ethereum auch wieder abziehen. Aber ist das unter Umständen ein labiles Kartenhaus, welches zusammenbrechen könnte?

Lido (LDO) liegt beim Ethereum Staking weit vorne

Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg beschreibt die Situation bei Ethereum als eine „der größten Kryptowetten überhaupt“ und lenkt das Licht auf Lido (LDO). Das DeFi Projekt Lido wirbt offensiv Kapital in Ethereum an für die Beacon Chain und zahlt auf den dortigen Jahreszins noch Extra-Prämien in LDO. Zudem kann der wrapped Ethereum Token von Lido, Lido stETH, auch noch wieder in andere DeFi Projekte eingebracht werden. Dieses attraktiv klingende Gesamtpaket hat dazu geführt, dass durch Lido 3,2 Millionen ETH im Wert von rund 10 Milliarden für Ethereum 2.0 eingesammelt sind. Damit werden die Ethereum 2.0 Angebote aller großen Kryptobörsen zusammengerechnet im Volumen übertroffen. Bei Binance, Coinbase, Kraken und Co. sind laut Bloomberg etwa 2,5 Millionen Ethereum für ETH 2.0 Staking gebunden.

Skeptiker halten die Verhältnisse für risikoreich. Was, wenn Anleger ihre Lido stETH im großen Stil auf den freien Markt bringen? Kann dann der an Ethereum gebundene Preis von Lido stETH gehalten werden? Ein zweiter Einwand: Große Mengen Lido stETH sind bei DeFi Projekte wie AAVE und Curve (CRV) angelegt. Auch hier könnten Programmierfehler oder schwindendes Vertrauen das sorgfältig ausgedachte Puzzlespiel zur Profitmaximierung bei Ethereum Anlagen empfindlich stören. Ein Horrorszenario: Das alte Ethereum 1.0 wird vom Markt im Preis höher als das kommende Ethereum 2.0 bewertet und die De-Facto-Preisbindung bricht in sich zusammen.

Fazit: Ethereum stehen nervöse Monate bevor

Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin hatte rund um den Jahreswechsel gleich zweimal in Sachen Ethereum 2.0 versucht, die hohen Erwartungen wieder einzufangen. Mit dem Begriff „Endspiel“ warnte Buterin vor noch zu lösenden technologischen Herausforderungen und erinnerte wenig später eindringlich daran, dass mit „The Merge“ nur eine erste wichtige Etappe für Ethereum 2.0 absolviert werde. Die jetzt verkündete Verschiebung von „The Merge“ könnte Nervosität schüren. Ob diese auch auf Lido, AAVE, Curve und andere durchschlägt, wo ein erfolgreiches Upgrade auf Ethereum 2.0 voraussetzt wird, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.


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