Ethereum: Istanbul Upgrade steht bevor, doch viele Nodes nicht vorbereitet

Bei Ethereum (ETH) steht an diesem Wochenende das Upgrade Istanbul bevor, welches die ETH-Blockchain in technischen Details verbessern soll. Doch nun zeigt sich: Mehr als die Hälfte aller ETH-Nodes sind bisher nicht auf Istanbul vorbereitet. Droht jetzt Chaos bei Ethereum?

Ethereum (ETH) befindet sich aus technologischer Sicht betrachtet in einer merkwürdigen Situation: Mit Block 9.069.000 wird das Upgrade Istanbul in die Blockchain eingespielt, voraussichtlich übermorgen am Sonntag ist es soweit. Istanbul ist in der Ethereum-Gemeinde eigentlich unumstritten, fokussiert es sich doch auf technische Details und berührt keine kritischen Punkte wie Block Rewards oder das Aussperren von ASICs. Aber trotzdem haben es viele Node-Betreiber bislang versäumt, ihre Software auf Istanbul vorzubereiten. Ethernodes schätzt den Anteil der Nodes, welche fit für Istanbul sind, auf lediglich 39 Prozent. Große Clients wie Teth, Multigeth, Ethereum Java und Scraper verpassen demnach voraussichtlich die Implementierung von Istanbul zum Start.

Istanbul Upgrade bei ETH – warum ist die Lage so verfahren?

Pikant ist die mangelnde Bereitschaft, Istanbul zu integrieren, für Ethereum deshalb, weil dieses Upgrade nicht abwärtskompatibel ist. Deshalb können ETH über Nicht-Istanbul Nodes künftig nicht wie gewohnt in der eigentlichen ETH-Blockchain gesendet und empfangen werden, sondern stecken zumindest temporär in der bisherigen, dann aber veralteten Blockchain fest. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Nachzügler schnell aktiv werden, denn einen nachhaltigen Hard Fork wünscht sich bei Ethereum sicherlich niemand. Laut den vorliegenden Informationen hat etwa die MyEtherWallet noch keine Istanbul-Funktionalität erreicht, auch große Mining Pools wie ZhuZhu und MiningPoolHub agieren verhalten. Erfahrungsgemäß werden diese Marktteilnehmer aber nachziehen.

Was Du noch über Istanbul bei ETH wissen solltest

Wenn Du als Anleger ETH in einer Hardware Wallet von Ledger oder Trezor hältst, musst Du Dir über Istanbul keine Gedanken machen. Dort findet das technische Upgrade im Hintergrund statt, ebenso wie bei führenden Kryptobörsen wie Binance oder eToro. Falls doch individuelle Entscheidungen nötig sind, sollten Dich die ETH-Dienstleister darüber informieren, schreibt die Ethereum Stiftung. Beobachter glauben, die zögerliche Umsetzung von Istanbul hänge damit zusammen, dass die Community prinzipiell schon auf die große, für 2020 geplante Umstellung auf Ethereum 2.0 wartet und deshalb keine echte Begeisterung für Istanbul aufkommt. Ein weiterer Grund könnte auch sein, dass zum Jahresbeginn beim Upgrade Constantinople in letzter Minute ein Sicherheitsproblem auftauchte und der Start verschoben werden musste. Hier hätte das Upgrade bei Ethereum zu erheblichen Risiken führen können und ob Istanbul ausreichend getestet wurde, lässt sich aus der Ferne nicht seriös beurteilen.


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