Goldpreis erlebt Preisrutsch – Bitcoin als natürliche Alternative

Der Preis pro Feinunze Gold ist seit Freitag unter Druck und von über 1.800 US-Dollar auf um 1.700 US-Dollar gefallen. Parallel macht erneut Bitcoin (BTC) als Wertspeicher und Alternative zu Gold von sich reden.

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona Pandemie spiegeln sich weiterhin in den Preisentwicklungen wichtiger Anlageklassen. Schmerzhaft zu spüren bekommen dies gerade diejenigen Anleger, die sich durch Gold vor Inflation schützen wollen. In den letzten fünf Tagen hat die Feinunze Gold von gut 1.800 US-Dollar zeitweise auf 1.690 US-Dollar verloren und pendelt sich aktuell bei gut 1.700 US-Dollar ein. Gleichzeitig hat Bitcoin (BTC) – oft „digitales Gold“ genannt – von um 40.000 US-Dollar auf gut 45.000 US-Dollar zugelegt.

Es gibt einige naheliegende Gründe für diese gegenläufigen Entwicklungen:

  • Ein Faktor für den Preisrutsch bei Gold dürfte die Dollar-Stärke sein. Denn der Wert des US-Dollar zum Euro wird momentan dadurch gestärkt, dass die Arbeitslosenquote in den USA schneller sinkt als prognostiziert. Dies wiederum wird als Vorzeichen dafür gesehen, dass die USA sich einem Ende ihrer laxen Geldpolitik nähert. So gewinnen auch zinsbringende Anlageklassen wie Staatsanleihen wieder an Attraktivität.
  • Gold wird häufig als Future und mit Hebel gehandelt. So bekommen Preisentwicklungen eine eigene Dynamik, da Händler Verluste begrenzen müssen. Experten wie Peter Brandt sehen hier den Hauptgrund für die ungewöhnliche starke Abwärtsbewegung im Goldpreis.
  • Langfristig denkende Anleger ziehen bei ihren Strategien zunehmend Bitcoin (BTC) in Betracht. Denn hier zeichnen die Daten ein eindeutiges Bild, wie Bitcoin-Befürworter Brian Lockhart aufzeigt: Über zehn Jahre betrachtet liegt Gold als Anlageklasse aktuell leicht im Minus, über das letzte Jahr gerechnet saber ogar bei minus 17 Prozent. Bitcoin hingegen darf über das letzte Jahr auf plus 280 Prozent zurückschauen und über zehn Jahre sogar auf unglaubliche 470.000 Prozent Plus.

Mit dem Motto „Bitcoin ist das neue Gold“ begründet gerade die jüngere Generation ein Umschichten von Reserven aus Fiat und Gold in Richtung BTC. Als diese Bewegung in Herbst 2020 US-Großunternehmen erreichte, angeführt von MicroStrategy, setzte Bitcoin zu einer Rallye an, die bis zum April 2021 auf über 60.000 US-Dollar pro BTC führte.

Was nun passiert, lässt sich als Situation deuten, in denen Investoren ihre Strategien erneut justieren müssen. Denn Impferfolge führen auch im Euro-Raum und China zu Wirtschaftswachstum, verbunden mit erheblichen Inflationsrisiken. So stellen sich Anleger die Frage: Ist es bereits Zeit, aus Wertspeichern wie Gold und Bitcoin wieder auszusteigen und auf die Politik der Notenbanken zu vertrauen, die Inflation als temporäres Phänomen deuten? Oder ist Bitcoin mit erheblich größeren Gewinnchancen als Gold weiterhin eine Anlageklasse, die in jedes Portfolio gehört?

Fazit: Goldschwäche ist ein Argument pro Bitcoin

Spötter witzeln bereits, Gold solle im Marketing auf den Slogan „analoge Alternative zu Bitcoin“ setzen. Dafür scheint es allerdings weiterhin verfrüht. Denn der Preis von BTC zeigt sich auch über die letzten Tage nicht so gefestigt wie von der Kryptoszene erhofft. In den USA schüren Unsicherheiten über strengere Besteuerung und Regulierung von Kryptowährungen Zweifel, die bis nach Europa durchschlagen. Doch festzuhalten bleibt dennoch: Das jahrzehntelange gepflegte Image von Gold als sicherem Hafen in unsicheren Zeiten hat Kratzer bekommen – und Bitcoin hat sich hier tatsächlich als Alternative zu etablieren begonnen.


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