IOTA kommt in der Modewelt an

IOTA hat sich mit dem exklusiven Modelabel 1017 ALYX 9SM und dem Etikettenhersteller Avery Dennison zusammengetan, um die Herkunft und Echtheit eines jeden Kleidungsstücks über das Tangle-Netzwerk für Endkunden zu dokumentieren. Beteiligt an dem Projekt ist zudem EVRYTHNG, das erst vor Kurzem seine IoT-Lösungen für IOTA geöffnet hatte.

Partnerschaften vermeldet die IOTA-Stiftung fast im Wochentakt, doch über Pilotprojekte kommen viele der Vorhaben in Zusammenarbeit mit der Industrie bislang oft nicht hinaus. Diesmal aber meldet IOTA Vollzug: Kunden des schwer angesagten Modelabels 1017 ALYX 9SM finden künftig in ihren Kleidungsstücken einen eingenähten QR-Code. Dieser kann mit dem Smartphone ausgelesen werden und verlinkt automatisch zu einer eigens eingerichteten Webseite des Herstellers. Dort wird über das Tangle-Netzwerk von IOTA zunächst die Echtheit des einzelnen Fashion-Produkts geprüft. Anschließend kann der Kunde auch Informationen dazu aufrufen, von wo die Rohmaterialien geliefert wurden, wann und wo das Kleidungsstück produziert wurde und wann es in welchen Laden gekommen ist. Einen Eindruck davon, wie sich das für Kunden darstellt, gibt diese Online-Präsentation.

Hintergrund zu ALYX, Avery Dennison und EVRYTHNG

Eine entscheidende Rolle bei dieser Praxisanwendung von IOTA und dessen Distributed Ledger spielt der Etikettenhersteller Avery Dennison, der mit Sitz in den USA zu den größten seiner Branche zählt. Schließlich muss für jedes Kleidungsstück ein einzigartiges Etikett gedruckt werden. So war es für den Finanzmarkt auch Avery Dennison, der die breit aufgestellte Kooperation per Pressemitteilung verkündete. Hier wird von einer „Blockchain-Lösung“ gesprochen und einem „Wendepunkt für die Stärkung von Vertrauen in und Transparenz für eine Marke“.

1017 ALYX 9SM mit Chefdesigner Matthew Williams produziert Lifestyle-Mode aus exklusiven Materialien im oberen Preisbereich. Deshalb sind die Kunden dieses Labels auch besonders erpicht darauf, mehr über ihre Einkäufe zu erfahren. Williams betont, jetzt sei global die Authentizität der Marke gesichert. Er hebt die Rolle von Avery Dennison heraus.

EVRYTHNG schließlich hatte erst vor wenigen Wochen öffentlich gemacht, dass man seine Cloud-Lösungen im Internet der Dinge (IoT) mit IOTA kompatibel gestalte. EVRYTHNG liefert jetzt die QR-Codes an Avery Dennison und speichert die Daten in seiner Cloud. IOTA ist also im Grunde nur dafür zuständig, die Authentizität der Daten zu validieren und spielt in der offiziellen Mitteilung zu der Neuerung bei 1017 ALYX 9SM nur eine untergeordnete Rolle.

Ist der Anwendungsfall ALYX für IOTA eine gute Nachricht?

Zuletzt wurde bekannt, dass der Luxusgüterhersteller LVHM eine Blockchain-Lösung namens AURA entwickelt, die genau das können soll, was IOTA, ALYX, Avery Dennison und EVRYTHNG schon jetzt in der Praxis umsetzen. Damit setzt man für die Branche ein Zeichen und hat mit Avery Dennison wohl durch EVRYTHNG einen Partner gewonnen, dessen Netzwerk weitere Türen öffnet. Nicht umsonst lässt Avery Dennison durchklingen, dass weitere solcher Projekte in Kürze folgen sollen. IOTA stellt somit seine Praxistauglichkeit unter Beweis, auch wenn die eigene, gleichnamige Kryptowährung hierbei unberücksichtigt bleibt. Der Reputation von IOTA hilft das Projekt dennoch und wer weiß: Vielleicht gelingt es IOTA ja bald einmal, auch seine Coins in Praxisprojekten zu integrieren und nicht nur das Tangle-Netzwerk.


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