Bitcoin Futures: Projekt Bakkt meldet Fortschritte – Testphase ab Juli?

Seine Zeitpläne musste das viel beachtete Projekt Bakkt, das Bitcoin Futures an die großen Börsen bringen will, bereits mehrfach korrigieren. Jetzt kündigt man an, eine Testphase im Juli beginnen zu wollen. Die Gespräche mit den US-Regulierungsbehörden befinden sich demnach auf der Zielgerade.

Bakkt heißt das Projekt, auf das große Teile der anlegerorientierten Kryptoszene seit nunmehr gut einem halben Jahr mit viel Hoffnung blicken. Bakkt hat im Sinn, Bitcoin Futures zunächst an der New Yorker Börse und später weltweit handelbar zu machen. Damit würde der Bitcoin (BTC) für institutionelle Anleger interessant, da Futures ein breit akzeptiertes und als sicher geltendes Finanzinstrument sind. Doch die Zieldaten, ab wann frisches Kapital in den BTC fließen könnte, wurden von Bakkt bereits mehrfach korrigiert. Jetzt hat sich Bakkt wieder zu Wort gemeldet und erwartet: Im Juli 2019 soll Bakkt mit offizieller Erlaubnis der Regulierungsbehörden in die Testphase gehen. Gleichzeitig gab man neue Details bekannt dazu, wie sich Bakkt in der Praxis etablieren will.

Was genau gibt es neues zu Bakkt?

Bakkt-CEO Kelly Loeffler verweist auf diverse Anträge, die in dieser Woche bei der Future-Börse ICE eingereicht wurden und nun auf Genehmigung durch die US-Aufsichtsbehörde U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) warten. In einem zweiten Blogbeitrag deutet Loeffler an, dass der lange Weg zur Markteinführung der Bakkt Bitcoin Futures vor dem Abschluss stehe. Aus ihren Wortmeldungen ist herauszulesen, dass Bakkt glaubt, offene Fragen mit der CFTC geklärt zu haben. Für Anleger ebenso wichtig:

  • Bakkt plant zunächst zwei Bitcoin Futures, eines auf täglicher Basis und eines auf monatlicher.
  • Die Preisfestsetzung soll über die physische Börse stattfinden und nicht über unregulierte Kryptobörsen.
  • Man will mit „bewährten Instrumenten“ Wash Trading ausdrücklich ausschließen können.
  • Als Klärungsstelle soll die Tochterfirma der ICE-Börse, ICE Clear US, dienen.
  • Bakkt steuert 35 Millionen US-Dollar bei, um die Klärungsstelle zu stärken. Möglich wurde das wohl durch die Finanzierungsrunde zum Jahreswechsel.
  • Bei der Verwahrung der Bitcoins als Sicherheit für die Futures sind die Lösungen weit fortgeschritten und auch eine Versicherung gefunden.

Somit sieht Loeffler alle Hürden genommen, um im Juli mit einer Testphase (User Acceptance Testing, UAT) loszulegen. Ein Kommentar von der CFTC oder gar offiziell grünes Licht gibt es aber bislang nicht.

Kommt Bakkt jetzt wirklich?

Bakkt macht auf Optimismus – und bleibt doch ein Präzedenzfall. Es gibt Beobachter, welche die anhaltende Kursrallye beim BTC entscheidend auf Bakkt und dessen erwarteten Start zurückführen. Genauso festzuhalten der bleibt, dass Bakkt schon wiederholt seine ehrgeizigen Zeitpläne nicht einhalten konnte und die entscheidende CFTC schweigt. Seine Anlagestrategie beim BTC nur auf Bakkt zu bauen, ist insofern ein Wagnis. Immerhin: Wird Bakkt Wirklichkeit, dürfte das den Kurs des BTC nicht nur absichern, sondern wahrscheinlich sogar weiter beflügeln.


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