IOTA launcht Smart Contracts in Beta Version im Testnet

IOTA gibt die langerwartete Funktionalitäten für Smart Contracts als Beta frei, vorerst aber nur im IOTA 2.0 DevNet zu Testzwecken. Praktische Details für die Zukunft klingen attraktiv.

Smart Contracts sind in der Kryptoindustrie die Basis für Decentralized Finances (DeFi), DApps, viele NFT Projekte und andere innovative Anwendungsfälle. Angeführt von Ethereum (ETH) bauen mithilfe von Smart Contracts diverse erfolgreiche Altcoins ganze Ökosysteme um ihre Kryptowährung auf. Da will natürlich auch IOTA nicht nachstehen und meldet jetzt einen wichtigen Fortschritt. In einem Blogpost verkündet die IOTA Stiftung die Veröffentlichung von Smart Contracts als Beta. Das Protokoll für IOTA Smart Contracts in der Alpha-Version gibt es bei IOTA schon seit März 2021.

IOTA Smart Contacts – was ist da besondere?

In einem Tweet fasst IOTA die Grundpfeiler zusammen, welche IOTA Smart Contacts im Tanglenet auszeichnen sollen. Die Integration der Ethereum Virtual Machine (EVM) gehört ebenso dazu wie Kompatibilität mit fremden Blockchains und das gebührenfreie Prinzip von IOTA. In einem Interview schwärmt IOTA-Chef Dominik Schiener vom „feuchten Traum eines jeden DeFi Anbieters“.

Allerdings macht genaueres Hinsehen schnell klar, dass es bis zur Praxisreife von Smart Contracts bei IOTA noch ein weiter Weg ist. Jetzige Funktionalitäten sind auf das DevNet für ein dezentrales IOTA 2.0 beschränkt. Dieses Testnet muss aber von Grund auf überarbeitet werden, wie die IOTA Stiftung im Sommer einräumte. Damit ist Dezentralität als Grundpfeiler für Vertrauen in Smart Contracts im IOTA Tanglenet erst einmal in unbestimmte Ferne gerückt. Die unter dem Namen Coordicide angestrebte Abschaffung des zentralen Koordinators durch IOTA 2.0 wird mittlerweile frühestens für 2023 erwartet.

Doch bis dahin will die IOTA Stiftung eine Ausweichlösung etablieren und Smart Contracts auch unter dem derzeitigen IOTA 1.5 aka Chrysalis in das Mainnet bringen. Angekündigt wurde dies schon im August 2021 und wird jetzt bestätigt. Angesichts der fundamentalen Unterschiede zwischen dem geplanten IOTA 2.0 und dem aktuellen IOTA 1.5 werde man sich von nun an darauf konzentrieren, Smart Contracts in der jetzigen Umgebung einsetzbar zu machen, heißt es in dem Blogpost.

Diesen entscheidenden Hinweis muss man im Hinterkopf behalten, wenn es darum geht, die Fortschritte bei IOTA Smart Contracts einzuordnen. Denn so gut wie die Features auch klingen, von Gebührenfreiheit bis zur Unterstützung gleich mehrerer Programmiersprachen – Smart Contracts mit Erfolg laufen anderswo in der Kryptoindustrie selbstverständlich erlaubnisfrei über dezentrale Blockchains. Möglich scheint so vorerst eigentlich nur, dass in privaten IOTA Netzwerken etwa von Unternehmen Smart Contracts eingesetzt werden, wo man sich auf eine zentrale Stelle einlassen könnte.

Fazit: IOTA Smart Contracts vorerst nur ein Konzept

Wer möchte, kann sich über ein digitales Roulette hier in einer Demo damit vertraut machen, was Smart Contracts unter IOTA leisten können. Für Anleger aber bleibt das A und O für die Beurteilung die Frage, wann Smart Contracts bei IOTA wirklich geldwert anwendungsreif sind. Cardano (ADA) hat zuletzt bei seiner großangekündigten Einführung von Smart Contracts in der Praxis eine Bauchlandung erlebt, weil Anforderungen von Entwicklern und Nutzern falsch eingeschätzt wurden. Bei IOTA aber ist sogar das Überführen von Smart Contracts in das Mainnet zeitlich noch völlig ungewiss und mit der Anforderung an Dezentralität bislang nur ein Konzept. So schaut IOTA bei allem offiziellen Optimismus vorerst nur von der Seitenlinie aus zu, wie Smart Contracts bei Ethereum, Solana (SOL) und vielen anderen Altcoins jeden Tag DeFi und mehr ermöglichen.


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