IOTA korrigiert Entwicklungsziele erneut – Coordicide in weiter Ferne?

Die IOTA Stiftung will Smart Contracts und Native Assets noch unter IOTA 1.5 einführen. In dieser Überraschung erkennen Beobachter eine Verschiebung des dezentralen IOTA 2.0 auf unbestimmte Zeit.

Über Twitter hat die IOTA Stiftung zum Wochenende eine Neuigkeit verkündet, die geteiltes Echo provoziert. Den aus heiterem Himmel werden da kurz und bündig technologische Entwicklungsziele neu aufgestellt: Native Assets (früher: colored coins) und Smart Contracts sollen noch unter IOTA 1.5 aka Chrysalis ihren Launch erleben und später dann auch in einem dezentralisierten IOTA 2.0 implementiert werden. Was auf den ersten Blick seinen Reiz haben mag, ist bei genauerer Betrachtung aber fragwürdig. Um die Problematik auch aus Sicht von Anlegern zu verstehen, muss man etwas tiefer in das Konzept und Geschichte von IOTA eintauchen:

  • Smart Contracts sind automatisierte Verträge, deren Einhaltung und Abwicklung durch Code und nicht durch Mittelsmänner garantiert wird. Vorangetrieben wurde der Einsatz von Smart Contracts im Ökosystem von Ethereum (ETH) und ohne sie wäre Decentralised Finance (DeFi) unmöglich. Diese Wachstumssparte der Kryptobranche will sich auch IOTA nicht entgehen lassen und im Internet der Dinge (IoT) sind vielfältige Anwendungszwecke für Smart Contracts angedacht. Die IOTA Stiftung hat im Frühjahr ihr eigenes Protokoll für Smart Contracts vorgestellt und eine Einführung unter IOTA 2.0 für Ende 2021 in Aussicht gestellt. Jetzt also sollen Smart Contracts noch unter IOTA 1.5 kommen und darunter verbergen sich gleich zwei Haken: Zum Ersten ist IOTA 1.5 eine zentralisierte, Blockchain-ähnliche Lösung, bei der ein zentraler Koordinator unter Befehl der Stiftung in Prozesse eingreifen kann. Damit lässt sich unter IOTA 1.5 der Pluspunkt von Smart Contracts nicht erreichen, diese losgelöst von Einflüssen Dritter zu organisieren. Zum Zweiten wird sich ein dezentrales IOTA 2.0 technologisch so sehr von IOTA 1.5 unterscheiden, dass Entwicklungsarbeit intern und extern doppelt betrieben werden muss.
  • Zu Native Assets, die früher bei IOTA „colored coins“ heißen sollten, gab es erst vor wenigen Tagen ein Strategiepapier der Stiftung. In diesem wurde auch das dezentrale IOTA 2.0 aka Coordicide als Basis genannt. Das ist logisch, denn Native Assets bei OTA sollen digitale Vermögenswerte abbilden können, die in einer Vielfalt von Szenarien ihren vollen Reiz entfalten – gerade eben ins Zusammenspiel mit Smart Contracts. Doch wiederum stellt sich bei einem zentralen IOTA 1.5 die grundsätzliche Vertrauensfrage in die Unbestechlichkeit des Koordinators.

Smart Contracts und Native Assets unter IOTA 1.5 – ein zweifelhaftes Unterfangen

In den offiziellen Diskussionskanälen von IOTA auf Discord und Twitter fallen die Reaktionen auf die neuerliche Kehrtwende in der Roadmap gemischt aus. In der als nibelungentreu bekannten Anhängerschaft von IOTA wird die Ankündigung zu Native Assets und Smart Contracts gefeiert und so mancher erinnert bereits wieder an alte Kursziele von 5 US-Dollar. Laut sind aber auch die Stimmen, welche den Finger in Wunde legen: Smart Contracts und Native Assets sind demnach bei einem zentralen IOTA 1.5 als Buzzwords einzustufen und die professionelle Anwendung dieser Möglichkeiten bleibt für sie ohne Dezentralität sinnlos. Weiter noch: Da die IOTA Stiftung wieder einmal keine Zeitpläne vorlegt, sehen sie IOTA 2.0 auf unbestimmt vertagt. Zuletzt hatte die IOTA Stiftung massive Probleme bei der Entwicklung von Coordicide eingeräumt.

Fazit: IOTA Stiftung verstrickt sich in Ankündigungen

Auch in der Diskussion zu unserer IOTA Berichterstattung fällt gerne das Totschlag-Argument: „Lieber in Ruhe und gründlich entwickeln als unausgegorene Projekte live stellen.“ Doch das greift zu kurz. Smart Contracts und Native Assets sind grundlegende Module, um das Ökosystem von IOTA auszubauen und Chancen zur Monetarisierung aufzutun. Dies gilt selbst im Internet der Dingo (IoT), dem ursprünglichen Fokus von IOTA. Aber mit der neuen Nachricht zu Smart Contracts und Native Assets bei IOTA werden nicht nur ursprüngliche Planungen eingestampft. Sie ist in sich nicht schlüssig, da das Prinzip der Dezentralisierung nicht erfüllt wird und technologische Entwicklungsarbeit neu aufgerollt werden muss. Wer sich schon länger und genauer mit IOTA beschäftigt, der weiß: Ankündigungen der IOTA Stiftung sind mit Vorsicht zu genießen. In der jüngsten Meldung – zu der die IOTA Stiftung detaillierte Nachfragen nicht beantwortet – versteckt sich trotz allem demonstrativ vorgetragenen Optimismus ein Aktivismus, dessen tieferer Sinn möglicherweise darin liegt, von schier unendlichen Schwierigkeiten bei IOTA 2.0 abzulenken.


Wer noch keine Bitcoins oder IOTA hat kann diese hier kaufen: 

36 Kommentare

  1. Sie zupfen einzelne Erkenntnisse aus Vergangenheit und Gegenwart heraus und dann geht es los. Sie orakeln, mutmaßen und werten drauf los – verpacken es gekrönt mit einer reißerischen Überschrift in einen opulenten Text; und nennen es jetzt was? Doch nicht etwa solide Berichterstattung!

  2. Ich erinnere nur an die letzte Schlagzeile von Herrn Lange „Binance unterstützt IOTA Ein- und Auszahlungen wieder komplett“. Bis heute nicht! Sehr gut recherchiert!

  3. Weg mit dem Coin , hab mich seiner entledigt und baue auf stabile Anlagen wie Eth oder btc als perfekte Geldvermehrung . Wer davon immer noch von Iota träumt träumt noch ein paar Jahre bevor das böse Erwachen kommt

    • @ Cybermen

      … ja, vor allem weil ETH so super dezentral ist
      Das war es doch, was bei IOTA immer und immer wieder kritisiert
      wird, oder?

      Ansonsten klar, kannst Du machen! Die Zukunft wird zeigen, ob Du Recht
      behältst. Auch BTC und ETH haben ihre Schwachstellen…

    • Seit 2017 wird regelmäßig der Coordicide versprochen der immer kurz bevor steht. Von den Gründern ist eigentlich nur noch Dom dabei (von Popov seiner Teilzeit mal abgesehen) und regelmäßig gibt es irgend ein abfuck. Auch gute Leute wie Ralf haben dem Projekt mittlerweile den Rücken zugekehrt. Ich verstehe nicht warum hier jede Kritik auf Wiederstand stößt.

      • Ist es nur der Koordinator, an dem man sich stört? Die Technik ansich scheint brillant zu sein. Der letzte Angriff ist doch gerade wegen des Koordinators gut und schnell gemanagt worden. Also was außer dem Koordinator ist wirklich zu bemängeln?! Nix, aus meiner Sicht. Nun bastelt die IF alles um den scheidenden Koordinator (im Testnet soll es funktionieren übrigens) herum, um es allen Recht zu machen. Übrigens sind die Superprojekte wie BTC oder ETH auch nicht wirklich dezente. Man gibt dem zentraleuropäischen Coin keine Chance – noch nicht einmal aus D selbst. Dieses „Raufgedresche“ auf IOTA stört mich, weil es nicht objektiv ist.

  4. @ Jockel
    ja, im Wesentlichen sehe ich das auch so… ETH mit ca. 70% Pre-Mining und dem baldigen Umstieg auf PoS kann ja keinesfalls wirklich dezentral sein. Dazu kommt, dass die meisten kleinen ETH-Besitzer ja wahrscheinlich nicht selbst staken werden , sondern vielmehr ihre Coins in irgendeiner Art und Weise dazu „delegieren“. Wer weiß, was dann mit deren Stimmrechten geschieht?! Die ausgewählte Services (wie bspw. Binance) könnten damit durchaus auch gegen das Interesse der breiten Anlegerschaft stimmen! Bei BTC sieht das anders aus, der ist – aus meiner Sicht – schon wirklich dezentral, hat aber wieder andere Probleme. Stichwort Energieverbrauch! Ein ewig langanhaltendes und immer wiederkehrendes Thema, welches auch noch lange nicht gelöst ist…
    Fazit: Zugegebener Maßen gibt’s bei IOTA immer wieder Verzögerungen und es klappt vielleicht auch nicht alles so auf Anhieb, wie es sollte. Allerdings ist das wohl auch irgendwie verständlich, wenn technologisches Neuland betreten wird! Auch die Flaggschiffe der Szene sind nicht frei von Kritik. Diese artet hier jedoch – wie Du schon richtig sagst – in sinnloses „Raufgedresche“ aus. sehr schade….

    • Danke; so beobachten wir die Sache und – ich für mich – hoffe auf ein gutes Ende u.a. mit IOTA.
      Angebrachte und faire Kritik ist immer auch ein Gradmesser des Interesses.

  5. @ Jockel
    …ich habe überhaupt nichts gegen faire und vor allem konstruktive Kritik. Aber leider werden durch Guido oftmals fragwürdige Quellen zitiert, andererseits versäumt er es auch Fortschritte und positive Entwicklungen entsprechend darzustellen. Da ist noch jede Menge Luft nach oben… 😛

  6. Man sollte IOTA von Seiten der Wirtschaft und der Politik deutlich stärker fördern. Haben wir in Europa auch nur ansatzweise etwas Aussichtsreicheres
    zu bieten? Wo liest man hier schon einmal etwas in der Wirtschaftspresse zu
    IOTA? Dafür aber seitenweise Zeitungskommentare, wenn Elon mal wieder einen
    Satz zu Dogecoin geschrieben hat. Uns fehlt einfach eine gute Portion guter
    Gedanken, Zuversicht und Freude am Erfolg der Anderen. Denke, dass sich bei
    der Stiftung jeder der 150 Mitarbeiter alle erdenkbare Mühe gibt die Sache
    zum Erfolg zu bringen, und keiner in böser Absicht Verzögerungen schafft.
    Ein solches Projekt sicher auf die Beine zu stellen ist nun mal nicht einfach.
    Es ist gut hier auch über Punkte zu lesen, die zu verbessern sind, aber insgesamt bekommt das Projekt IOTA in der deutschen und europäischen Medien-
    landschaft nicht die Aufmerksamkeit die ihm zukommen würde. Und von politischer
    Seite leider auch nicht. Hat man schon einmal von IOTA im Mainstream gehört?

    Vergeben wir bitte nicht leichtfertig diesen Elfmeter – es ist unser einziger!

  7. Persönlich würde ich mir wünschen, dass die aktuell gegen iota laufenden klagen dem projekt den garaus machen.
    Es ist ein einzigstes trauerspiel bestehend aus lügen, hype und fragwürdigen mitarbeitern. Kritiker werden teils unter rechtsandrohung bedroht und beleidigt, die community ist wahrscheinlich die dümmste im ganzen cryptospace.
    (Nur meine Meinung)

    Vielen Dank für die objektive Berichterstattung und hoffentlich verschwindet dieser einem Scam nicht unähnliche Token bald auf Seite 2 auf cmc.

  8. @ Referee und Jockel
    jaja, die Politik und die angeschlossene Medienlandschaft! Ich könnte hier Seiten des Unmuts füllen, stelle aber stattdessen einfach nur mal eine oder zwei Fragen an Euch…
    Kennt Ihr Parteien In Deutschland, welche sich nur halbwegs sinnvoll mit der ganzen Thematik der Kryptos beschäftigt haben? Ich kenne nur eine einzige! Kennt Ihr Journalisten der etablierten Presselandschaft, welche nur halbwegs sinnvolle Artikel über Kryptos – jenseits der üblichen FUD – verfassen. Welche auch mal die Chancen und Möglichkeiten für die Zukunft beleuchten??? Da wird’s ganz schnell ganz düster…
    Aus diesem Grund sollten die ‚alternativen Informationskanäle‘ nicht auch noch zusätzlich FUD über bestimmte Projekte verbreiten. Angemessene Kritik gerne, aber Projekte regelrecht zu ‚zerreißen‘? Ich denke, diese Art von ‚Journalismus‘ ist wenig hilfreich und bringt nur Befürworter unterschiedlicher Projekte gegeneinander auf. Das Gegenteil sollte der Fall sein!!!

    • @Oele – Andy
      Nein das ist ja das Bedauerliche – kein Interesse in der deutschen Öffentlichkeit vorhanden; ein Nieschenthema allenfalls.

      Andy; einfach nur ein boshafter Kommentar ohne Beleg. Dann bist Du aber hier genau richtig.

  9. Ein Zeitungsartikel über das Lastenfahrad lässt sich eben etwas einfacher zusammen dichten. Und der Leser kann es sich auch besser vorstellen. Die Schweiz beherbergt
    inzwischen 960 Firmen aus dem Kryptobereich. Da können wir später sicher auch das
    eine oder andere Lastenfahrad hin exportieren.

  10. Herr Lange, Sie sprechen mir wie immer aus der Seele. Es hieß immer von seitens der IF, das Smart Contracts & Digital Assets/cooler Coins ausschließlich auf den dezentralen Iota 2.0 aufgesetzt wird und jetzt aus heiterem Himmel, nachdem Coordicide geplatzt ist und die IF nun doch mitbekommen hat, das der Konsensmechanismus halt nicht so leicht zu realisieren ist wie erträumt, wird Smart Contracts & Digital Assets nun doch auf dem zentralen 1,5 Netzwerk realisiert, obwohl kein Schwein in der Industrie sich für ein zentralen Smart Contracts und zentralen digital Asset interessieren dürfte.

    Betrachtet man die aktuelle Entwicklung, ohne Realitäts verzehrende Iota Brille, kann man nur zudem Schluss kommen, dass der Coordicide eben doch noch länger dauern wird, als erträumt. Weil würde die IF wissen, das es nur noch Monate dauern wird, würde sie nicht ihre Ressourcen teilen, um Smart Contracts & Digital Asset auf einem zentralen Netzwerk aufzusetzen. In meinen Augen dient es nur, um dem Hype zu erhalten.

    Zu euch Iota jüngeren, welche Fortschritte sind den technologischen und Adoptiv zu verzeichnen?

    – Gaia-X hat jetzt schon die Tendenz ein riesiger Flop zu werden

    – VW’s autonomes fahren ist jetzt in den Händen von Microsoft unter den Name Cariad, wo iota keine Rolle mehr spielt!

    – Volksbank Identität wird zu 100% über einen zentralen privat Tangle realisiert werden und bringt dem Privaten usecase nicht im geringsten dienlich sein

    – iota steckt in sämtlichen Pilotprojekten, kommt aber selten über den Status Pilotprojekt hinaus.

    – technologisch ist iota im Grunde nicht weiter, als nachdem ausscheiden von cfb, das Devnet was ja immer so angepriesen wird, das es ja so dezentral funktioniert, läuft ohne funktionierenden Konsensmechanismus eben nicht dezentral. Weil in der Testnetzwerkumgebung eben doch immer wieder von außen eingegriffen werden muss, weil der Konsensmechanismus nicht funktioniert!

    Wie gesagt im Grunde Zeit ihr nicht weiter als zum Zeitpunkt als cfb ausschied!

    Aber viel peinlicher und lächerlicher in den letzten tagen finde ich ja eure Petitionen an Coinbase und Kracken, ihr seid so verblendet um zu erkennen das iota ne reine Holder Bude ist, 95 % eurer coins liegen still rum und werden so gut wie nie bewegt und deshalb geht ihr an Coinbase und Krackens Arsch vorbei, weil die regenerieren ihren Umsatz über Trading und Handel und nicht über holden.

    So… Dit reicht erstmal wieder meinerseits…

    • Puhh; also vorbehaltlich wirklicher Nachweise der aufgeführten „IOTA-Schlechtleistungen“: VW möchte alles im Konzern behalten und hat eine eigene IT-Sparte gegründet. Ja ohne IOTA aber auch ohne alle andere Crypto-Techniken. Also was hat das mit IOTA zu tun? Die machen offiziell schon lange nix mehr gemeinsam. Microsoft; nun die machen schon was u.a. mit IOTA im OMG. Das die Kooperation mit de Volksbank eine Einbahnstraße sein soll ist doch Nonsens; die haben doch gerade erst angefangen. Gaia x ein Flop? Woher haben sie denn diese Erkenntnis mit einem maßgeblichen Bezug auf IOTA ? IOTA ist ein von ca 500 Beteiligten des EU-Projektes EU-Datencloud. Also was hat hier IOTA schlecht gemacht?! Auch Sie behaupten leider nur – ohne Beleg. Zugegebenermaßen ist das aber auch sehr schwierig, weil zu umfangreich; sowohl das für als auch das gegen IOTA. So warten wir es doch ab. Aber wenn man ein Projekt zerreißen möchte, wären belastbare Quellen hilfreich. Übrigens behaupte ich nicht, das IOTA das Nonplusultra ist; bei weitem nicht. Ich räume IOTA allerdings ein großes Potential ein – alles ist möglich.

    • Ironisch; da sollten wir den „Hund“ um eine Expertise bemühen. Oder eine alte nicht belegte Kamelle neu aufwärmen, damit dann auch für den Hinterletzten die angebliche Aussichtslosigkeit des Projektes klar wird.

  11. @Desmond

    Also jemand der zwar pro IOTA ist aber sich auch schämt was die Community für arroganten Kram raushaut und noch viel wichtiger die Foundation für ihre schlechte Außendarstellung/Kommunikation kritisiert bin ich auch sehr kritisch mit dem Projekt geworden.

    Dennoch, die Technologie/-erforschung und -entwicklung ist äußerst spannend und kompetent. Rückschläge gibt es nunmal in der Wissenschaft. Das gehört dazu, man darf aber nicht aufgeben. Sicherlich rennt auch die Uhr. Wenn die IF coordicide seit 2017 verspricht dann ist das Marktmanipulation denn so dumm können sie nicht gewesen sein.

    Hier noch ein Einwurf zu der Modulkompatibilität (z.b. smart contracts) für 1.5,2.0:
    Smart contracts und andere Module können deswegen auf 1.5 schon aufgesetzt werden weil die „Oberfläche“ die gleiche wie 2.0 ist. Es wird daher auch keine erneute implemetierung mehr notwendig.

    Gerade auch der „Neustart“ mit 1.5 hat bisherige Arbeit Dritter wieder nahezu auf null gesetzt. Etwas was bei einer typml. Blockchain Technologie so weniger passieren wird, da der Groundlayer fix ist.
    Bis IOTA wirklich zum laufen kommen könnte werden aller Voraussicht noch Jahre vergehen. Dennoch finde den technischen Progress und die Roadmap richtig und gut durchdacht. Etwaige Änderungen und seien es Umbenennungen von wichtigen Modulen oder Features lösen allerdings immer wieder Diskussionen aus. Das hat die IF noch nicht gelernt.

  12. IOTA wird untergehen! Schaut euch die Kommunikation und die mit einem Kindergarten zu vergleichenden Schlammschlachten der Unternehmensführung der IF in den letzten Jahren an! Die haben das letzte bisschen Vertrauen verspielt! Jeder Erwachsene Mensch mit einem Minimum an Verstand würde hier sein gesamtes Geld abziehen! Ich habe jegliche Hoffnung in dieses Projekt verloren!

    • Aber wo einsteigen? Welche der 3000 Krypto-Konzepte wird in zehn Jahren noch am Markt sein? Über die heutigen Anfänge wird man dann wohl lächeln wie heute über
      den Commodore 64, oder den Opel Manta.

      • Das ist immer die Frage; Licht und Schatten liegen dicht beieinander. Über die Schlagzeilen betreffend IOTA, ob sie wahr sind oder nur übertrieben sei dahingestellt, wird man ggf. auch lachen. Ein Blick auf IOTA kann unter Umständen nicht falsch sein. All In würde ich auch nicht gehen. Was mich bei IOTA momentan nachdenklich stimmt, ist die Grabesstille. Da kommt zur Zeit nicht viel. Aber alles spekulativ; wie vieles bei Cryptos. Recherchiere selbst und glaub nicht immer was andere für Meinungen verbreiten.

  13. @Jockel

    Meine Vermutung ist, dass die großen Player wie Microsoft, Google, Facebook, Apple etc. mit ihrer Finanzkraft und Manpower auch diesen Markt aufrollen werden, wenn die Zeit reif dafür ist. Libra war ja schon ein Versuch in diese Richtung. Diese Unternehmen sind schon in allen Ländern präsent, und haben über bereits bestehende Accounts schon den direkten Draht zum Nutzer. Die Entwicklerteams haben unbegrenzte Ressourcen und über ihre finanziellen Möglichkeiten Zugriff auf die besten Leute. Wenn es sein muss kauft man eben auch mal einen interessanten Player komplett vom Markt. Welche der kleinen Coin-Buden kann da dann noch mithalten? Ich meine solch aktuelle Leuchttürme wie BTC werden doch in zehn Jahren Exponate für Technikmuseen sein bei der Geschwindigkeit der Entwicklung von Quantencomputern und Kollegen.

  14. @Jockel

    Wo habe ich in meiner Ausführung betont, das Iota daran schuld sein soll, dass die jeweiligen Projekte, eine Tendenz zum Scheitern aufweisen? bzw. warum legen sie mir Wörter in den Mund, die ich so nie geäußert habe? Ich habe lediglich relativiert, das die Aushängeschilder der Community, bei genauer Betrachtung eben doch nicht das sind, was sie versprechen!

    – Im Fall Gaia-X, geben sie selber einfach bei Google ein: „Gaia-X: Floppt“ und werden einmal, ein Artikel von Computerwelt.at und einmal von golem.de finden, die die Sache schön beleuchten und Parallelen zu D-Mail und Hyperscaler ziehen. Ich persönlich sehe auch eindeutig Parallelen, zu der gescheiterten Deutschland Cloud und Microsoft (Hyperscaler).

    – Ihre Behauptungen, das es offiziell ist, das VW und Iota nicht mehr zusammen arbeiten, sehe ich persönlichen als Schmarn an, weil erst gestern im Iota Dach Kanal, über die Zusammenarbeit mit VW philosophiert wurde und niemand ihre Behauptungen erwähnt hat und offizielle nirgends etwas zu finden ist, das die Zusammenarbeit nicht mehr stattfindet. Soviel zu Transparenz von seitens der Foundation!

    – zur Berliner Volksbank! Es ist, glaube ich jetzt knapp Einjahr her, als Philipp Blum die Stiftung verließ und argumentierte, dass hauptsächlich zentrale Privat-Tangle-Netzwerke, an private Unternehmen veräußert werden und dem usecase der privaten Investoren nicht im geringsten dienlich sind. Die einzigen die daran über Lizenzgebühren wirklich verdienen, sind die Vorstandsmitglieder 😉 Ich sehe auch ehrlich gesagt, kein Grund warum die private Berliner Volksbank es anders machen sollte, als ein zentralen Privat-Tangle aufzusetzen! Somit ist und bleibt, die Kontrolle des Netzwerks in der Hand der Volksbank, was der Risikominimierung dient, weil im Extremfall das Netzwerk einfach über den zentralen Koordinator abgestellt werden kann. Und sollte das Netzwerk fehlerhaft funktionieren, ist es ein leichtes ,ein neues aufzusetzen und die internen Daten zu migrieren, was bei einem öffentlichen Netzwerk wohl eher nicht der fall sein dürfte. Ich erinnere damit an den letzten Vorfall, wo das Netzwerk knapp ein Monat außer Betrieb war, dieses Szenario würde einer Bank das Genick Brechen, wenn sensible Daten ein Monat nicht verfügbar wären.

    Jetzt zu ihren Bullshit mit der OMG & Microsoft und ihrer erträumen zusammen Arbeit zwischen iota und Microsoft. OMG ist ein Konsortium, man kann es auch Interessenverband nennen, um Standardisierung voranzutreiben, man kann es aber auch als eine Lobbyisten Vereinigung sehen. Die Werbung in der Großindustrie macht, um den jeweiligen Standard anzupreisen und erst wenn genug Interesse beste wird ein Standard etabliert, es ist das gleich wie mit dem ISO Rechtsgewinde aber ich schweife ab. Worauf ich hinaus will ist, dass es nirgends ein Nachweis gibt, das Microsoft und Iota in irgendeiner Form bei der OMG zusammen arbeitet, zumal im Grunde beide auch Kontrahenten sind, Microsoft mit Big Data Cloud Netzwerk und iota mit Big Data DLT Netzwerk. Also hier werden wieder fiktive Zusammenarbeiten propagiert, wo überhaupt keine Zusammenarbeit stattfindet. Das gleich war vor kurzen erst zu beobachten, als iota sich der Zededa anschloss und gleich eine Zusammenarbeit mit Google von seitens der Community propagiert wurde!

    Jetzt zu meiner persönlichen spekulativen Sichtweise zu dem Projekt, in meinen Augen verfährt iota mit Dominik an der Spitze, nach ein und denselben Schema. Angefangen mit der Gründung der Iota AS in Norwegen, als in Norwegen der Drops gelutscht war, siedelte iota in einen steuer günstigen Modell nach Deutschland über. Jetzt ist aber langsam auch hier der Drops gelutscht, wie Dominik in ein Interview in der Schweiz zum Besten gab. Ich zitiere „Iota entwickelt sich in Deutschland in die falsche Richtung“ und jetzt wird eine artgleiche Steuer-Spar-Stiftung in der Schweiz gegründet… ich sag nur „Böses dem, der Böses denkt“!

    So… und jetzt zu meiner persönlichen Einschätzung über sie Herr Jockel!
    Sie meinen Iota sei nicht das Nonplusultra in ihren Augen, kritisieren und kommentieren aber jegliche Kritik, die hier geäußert wird. Fühlen sich persönlich angreifen bei jeglicher Kritik an iota und legen Leute Sachen in den Mund, die sie gar nicht gesagt haben. Behaupten Sachen wo es gar keine Evidenz für gibt, und müssen neurotisches (allein 9-mal in dieser Kommentar-Spalte, einmal sogar ein Kommentar ohne Worte, aufgrund ihres Wahns) alles kommentieren, was nicht in ihrer Ideologie passt! Also ehrlich gesagt sie besitzen alle Merkmale eines fast religiösen anmutendes Iotas Trolls!
    Deshalb nehmen sie es mir nicht übel, wenn ich in Zukunft nicht mehr auf sie reagieren werden, weil es sinnlos ist gegen jegliche Ideologie vorzugehen!!!

    • @Desmond
      …; meine Meinung – je länger eine Geschichte dargestellt wird, um so hellhöriger sollte man sein. Übrigens De Volksbank hat mit der Berliner Volksbank nichts zu tun. Und zum Schluss – nicht jeder, der nicht ihrer Meinung ist und die Berichte über zB IOTA neutral betrachten möchte ist ein Ideologe, Troll oder IOTA-Jünger. Sie sind leider sehr intolerant und nehmen sich sehr viel raus; schade.

      • Ja… Asche auf mein Haupt, das ich beim Schreiben, meine Girobank im Kopf hatte…

        Aber danke, das sie mich nach Nichtmal 33min darauf hingewiesen haben. Dass bei einer Kommentarspalte die bald Viertage alt ist und fast 1/3 der Kommentare ihnen gebührt, schon eine besondere Leistung darstellt und den Status Troll noch mehr hervorhebt 😉

  15. @Barnackle

    Erstmal vorweg, ein schönes sachlich und fachlich sauberes Kommentar, dem ich im Grunde nichts entgegenbringen kann.

    Aber! Laut der IF wurde eindeutig propagiert, das es erst Sinn ergibt Smart Contract & Digital Asset aufzusetzen, wenn der Coordicide vollbracht ist. So wurde es ausschließlich vordem diesjährigen scheitern und auch unmittelbar danach propagiert. Aber jetzt wird aus heiterem Himmel doch alles auf das zentrale 1.5 aufgesetzt, obwohl dies nicht im geringsten von Bedeutung sein dürfte für die Industrie und Großinvestoren. Sondern nur der internen Spielerei der Community dient, um diese bei Laune zu halten.

    Letztes Jahr meinte Dominik noch, wenn Coordicide 2021 nicht stattfindet, sind wir geliefert, so sein Wortlaut! Was die Dringlichkeit noch mehr untermauert aber jetzt wo eigentlich höchste Priorität auf dem Coordicide liegen sollte, werden sinnlos Spielereien auf einem zentralen Netzwerk aufgesetzt und damit Ressourcen in einer kritischen Entwicklungsphase verschenkt. Was in meinen wie auch vielen anderen Augen nur Bedeuten kann, das der Coordicide halt doch, in noch weiterer ferne gerückt ist.

    Meine persönliche Einschätzung ist, im Grunde die gleiche wie ihre, das es noch Jahre dauern wird und der Coordicide auch 2022 nicht stattfinden wird

  16. @Lino

    Ich persönlich vergebe nie Investmentratschläge!

    Meine Devise lautet: investiere nur in Sachen, die du von Grund auf selber verstehst, überschauen und bewerten kannst, alles andere ist Casino!!!

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