IOTA meldet bei Coordicide Fortschritt in Sachen Dezentralisierung

Unter dem Projektnamen Coordicide wird bei IOTA an der Dezentralisierung des eigenen Netzwerks gearbeitet. Nachdem bei Coordicide zuletzt unerwartete Schwierigkeiten bekannt wurden, scheint IOTA jetzt im Detail Autopeering eine Hürde genommen zu haben.

Bei IOTA hat sich das Projekt Coordicide in den vergangenen Monaten zum Reizthema entwickelt. Denn der Weg dahin, im Tangle-Netzwerk von IOTA den zentralen Koordinator abzuschaffen und stattdessen eine dezentrale Struktur aufzubauen, erwies sich technologisch schwieriger als gedacht. Auf frühe Erfolgsmeldungen bei Coordicide folgte der Versuch von IOTA, externe Entwickler mit einem Millionenprogramm anzulocken. Jetzt verkündet IOTA in einem Blogpost, das Problem Autopeering für Coordicide grundsätzlich gelöst zu haben. Einen Termin für die Implementierung von Coordicide kommuniziert IOTA allerdings nicht.

Autopeering bei IOTA – Worum geht es?

Im Tangle-Netzwerk von IOTA werden die Nodes auf Geheiß des zentralen Koordinators miteinander verbunden. Dies hat sich bislang in der Praxis als robustes und schnelles Konzept erwiesen. Dieser Ansatz ruft aber auch immer wieder Kritik hervor, weil im Wesen von Kryptowährungen und echten Blockchains eben Dezentralisierung und damit einhergehende Manipulationssicherheit ein zentraler Punkt sind. IOTA hat jetzt Programmcode fertiggestellt, der bei den Nodes Autopeering umsetzt. Das heißt, dass die einzelnen Nodes im Netzwerk sich automatisch mit anderen verbinden, ohne zentrale Leitinstanz. Visualisiert hat IOTA Autopeering in diesem Video:

Technisch betrachtet sind es laut IOTA drei wichtige Punkte, die bei Autopeering zu beachten sind: Man müsse die Anzahl der benachbarten Nodes sicher feststellen können und die Wahrscheinlichkeit ermitteln, dass Verbindungen solange stabil bleiben, dass die Validierung eines Transfers oder Befehls erfolgen kann. Dazu kommt die Dokumentation der im Netzwerk durchgeführten Aktionen. Was sich vergleichsweise trivial anhört, ist aber offenbar komplizierter als gedacht, denn IOTA will seine Lösungen ja hochskalierbar halten und gleichzeitig technisch die Netzwerkteilnehmer aka Nodes möglichst wenig belasten. IOTA als Netzwerk für das Internet der Dinge (IoT) hat immer ein Auge darauf, dass sich Nodes auch in wenig leistungsfähigen Geräten wie simplen Sensoren verstecken können.

Coordicide bei IOTA – mit Autopeering scheint ein wichtiger Schritt geschafft

IOTA räumt ein, dass bei Autopeering noch Feinarbeit nötig ist und der Code deshalb auch vorläufig nur in Simulationen zum Einsatz kommt. Immerhin aber liest sich der Fortschrittsbericht als Zeichen dafür, dass Coordicide bei IOTA endlich weder Eigendynamik entwickelt. Wer die teils emotional geführten Diskussionen um Coordicide verfolgt hat, kann erahnen, wie wichtig es für IOTA ist, aus der Defensive zu kommen. Auffällig aber bleibt: Während früher 2020 als Zieldatum für Coordice ausgegeben worden war, gibt es von IOTA mittlerweile keine offiziellen Zeitpläne mehr.


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1 Kommentar

  1. „Während früher 2020 als Zieldatum für Coordice ausgegeben worden war, gibt es von IOTA mittlerweile keine offiziellen Zeitpläne mehr.“
    Schlussfolgerung; Sie sind auf Zeitplan. 😉

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