IOTA Stiftung fördert Projekte für DAO (Dezentralisierte Autonome Organisation)

Das Thema DAO gewinnt in der Kryptobranche an Bedeutung. Gemeint sind damit über die Blockchain organisierte Entscheidungsprozesse. Die IOTA Stiftung engagiert sich inhaltlich und finanziell.

Die spektakulären Enthüllungen dazu, wer hinter dem DAO Hack bei Ethereum steckte, haben das Kürzel für „Dezentralisierte Autonome Organisation“ vor wenigen Tagen in die Schlagzeilen gebracht. Das Konzept DAO wurde bei Ethereum 2016 wegen Sicherheitslücken zum riesigen Fehlschlag. Aber die eigentliche Idee von DAO wird etwa durch die DeFi Sparte immer populärer und auch IOTA will dabei mitmischen. Unter dem Titel „Die IOTA DAO Pioniere“ fasst ein Blogpost der IOTA Stiftung zusammen, was sich dort tut.

Als Grundpfeiler von DAO definiert die IOTA Stiftung einige Punkte. Eine Dezentralisierte Autonome Organisation setzt sich demnach aus Personen zusammen, die ohne zentrale Führungsperson aktiv sein wollen. Eine DAO Community führt Ideen, Vorschläge und Investments über Blockchain-Technologie zusammen und lässt ihre Mitglieder darüber abstimmen. Smart Contracts sorgen dann dafür, dass die DAO Entscheidungen automatisch umgesetzt werden.

Um auszuloten, wie und wofür DAO im Ökosystem von IOTA Rollen besetzen kann, wurde seit November 2021 ein Online-Lernprogramm angeboten. Daran beteiligten sich laut IOTA Stiftung fast 500 Einzelpersonen und die Initiative gipfelte in einem „Ideathon“. Dabei wurden durch die Smart Contracts AG als Unterorganisation der Stiftung insgesamt 100.000 Euro ausgelobt, um fünf DAO Projekte unter IOTA zu fördern.

DAO bei IOTA – diese Projekte sollen Pioniere werden

Acht Dao Projekt bewarben sich beim „Ideathon“ und die folgenden fünf wurden ausgewählt:

  • Das IOTA ecosystem interactions DAO will Verwaltung und Organisation von Kanälen wie Discord und Telegram in Bezug auf IOTA übernehmen.
  • IOTA Content Creator DAO möchte sich um Kreative kümmern, von Künstlern über Schreiber hin zu Designern.
  • DePa Pirates Party DAO will IOTA Technologie dafür einbringen, Piraten-Parteien weltweit über eine DAO zu verknüpfen. Piratenparteien haben nicht nur in Deutschland Internet und Online als Hauptthema.
  • The Fans Together sieht DAO als logische Basis dafür, Sportklubs und ihre Fans zusammenzubringen. Fan Token gibt es schon bei diversen weltbekannten Vereinen in Sportarten wie Fußball.
  • Hinter WAGMI DAO – IOTA ecosystem community fund verbirgt sich der Ansatz, IOTA Investments zu verwalten.

Diese fünf Projekt bekommen in den kommenden fünf Monaten Geld aus dem Preistopf zugeteilt und werden von der IOTA Stiftung auch weiter mit Know-how unterstützt. Sie sollen jeweils einen Zwischen – und einen Schlussbericht abliefern. Mit den durch den Online-Lernkurs gesammelten Materialien ergibt sich so eine Wissensbasis für alle DAO Initiativen unter IOTA, lautet das übergeordnete Ziel.

Fazit: IOTA als Basis für DAO – theoretisch mit Potenzial

DAOs als Methode, um Selbstverwaltung bei Kryptoprojekten zu organisieren, liegen im Trend. IOTA könnte in diesem Feld dadurch punkten, dass Aktionen im Netzwerk gebührenfrei sind. Allerdings hat IOTA das grundsätzliche Versprechen von Dezentralisierung bisher nicht erfüllt und das dezentrale IOTA 2.0 aka Coordicide hat schon seit geraumer Zeit kein Zieldatum mehr. So fragen sich Beobachter vielmehr, wie IOTA überhaupt das ankündigte Votum zu „unclaimed token“ im Millionenwert sauber umsetzen will. Denn hier wäre ein DAO eigentlich logisch – scheitert aber am zentralen Koordinator, der bei IOTA technologisch weiterhin unersetzbar scheint und auch Smart Contracts behindert.


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