Nobelpreisträger Stiglitz: Bitcoin, Ethereum und Co. sollten stillgelegt werden

Joseph Stiglitz, der 2001 mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaft ausgezeichnet wurde, hat sich für eine Abschaffung von Kryptowährungen ausgesprochen. Dort werde im großen Umfang Geld gewaschen und vor den Behörden versteckt. Gleichzeitig forderte Stiglitz, eine digitale Währung auf Basis des US-Dollars staatlich zu organisieren.

Als Ökonom ist Joseph Stiglitz mit dem Nobelpreis geadelt und der 76-jährige US-Amerikaner empfiehlt grundsätzlich einen mächtigen Staat als Leitinstanz der Wirtschaft. Nun hat Stiglitz in einem Fernsehbeitrag dafür geworben, den Kryptowährungen den Garaus zu machen. Der Markt für Kryptowährungen schade Staat, Gesellschaft und Wirtschaft, weil er intransparent sei, so Stiglitz. Mit Kryptowährungen werde systematisch Geldwäsche und Steuerbetrug begangen. Jüngere Enthüllungen wie die Panama Papers oder die Paradise Papers würden dies belegen. Gleichzeitig sieht Stiglitz aber auch Vorteile einer digitalen Währung. Deshalb empfiehlt er, eine Digitalwährung auf Basis des US-Dollars zu kreieren.

Was für eine digitale Währung schwebt Stiglitz vor?

Das zentrale Argument für digital organisierte Zahlungsvorgänge von Stiglitz lautet: Je mehr Daten die Wirtschaftspolitik und insbesondere die Fed als US-Notenbank zur Verfügung hat, desto genauer und intelligenter könnten die Institutionen ihre Geldpolitik gestalten. Zu den Instrumenten zählt etwa der Leitzins, um Inflation zu steuern und damit letztendlich auch eine hohe Beschäftigungsrate sicherzustellen. Der US-Dollar habe sich in der Vergangenheit als sehr stabil und damit als gute Währung erwiesen. Deshalb sei der US-Dollar bestens dazu geeignet, als Grundlage einer neuen Digitalwährung zu dienen. Diese müsse die Vorteile des US-Dollars in transparenter Art und Weise auf die digitale Welt übertragen. Bisherigen Stablecoins wie dem Tether sprach Stiglitz damit indirekt sein Misstrauen aus.

Was ist von der Kritik von Stiglitz an Bitcoin und Co. zu halten?

Es überrascht wenig, dass Stiglitz als ausgewiesener Verfechter von staatlicher Geldpolitik mit Anonymität und Dezentralisierung als Prinzipien vieler Kryptowährungen nichts anzufangen weiß. Und wie er sich vorstellt, dass Kryptowährungen stillgelegt oder abgeschafft werden, legt er auch nicht dar. Ganz abtun sollte man seine Einlassungen aber nicht, denn Stiglitz ist über die USA hinaus eine angesehene Figur in wirtschaftspolitischen Fragen. Der Kryptomarkt hofft darauf, wesentlich stärker als bislang in die klassischen Geldmärkte und besonders Börsen vorzudringen. Die Regulierungsbehörden auch in den USA zeigen sich bisher nur selten bereit, den Weg dafür zu ebnen. Mit Stiglitz als Kronzeugen hat sich sozusagen das Establishment wieder zu Wort gemeldet, in einer Reihe mit US-Starinvestor Warren Buffet. Dem entgegen steht eine jüngere Generation aus dem digitalen Business, welche Kryptowährungen begrüßen. Das letzte Wort ist hier sicher noch nicht gesprochen.


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