Ripple empfiehlt XRP als Brücke zwischen staatlichen Digitalwährungen

Von Zentralbanken gestützte Digitalwährungen (CBDC) sind weltweit in der Entwicklungsphase. Ripple glaubt, dass dieses CBDCs nicht auf internationale Finanztransfers vorbereitet sind und schlägt XRP als Lösung vor.

Im Rechtsstreit zwischen der US-Börsenaufsicht SEC und Ripple wegen XRP bewegt sich derzeit wenig. So versucht Ripple parallel, sich wieder konstruktiv mit XRP ins Gespräch zu bringen und hat ein Whitepaper zur „Zukunft von CBDCs“ veröffentlicht. CBDC ist die Abkürzung für Central Bank Digital Currency, also Digitalwährungen der Zentralbank. In der EU etwa setzt sich Frankreich entschieden für einen E-Euro ein und betreibt bereits Tests. Diesen Trend hin zu CBDCs sieht Ripple als Anlass, sich mit einem Positionspapier an Zentralbanken zu wenden und auf vorhersehbare Schwächen in bisherigen Konzepten für solche staatlich gestützten Digitalwährungen hinzuweisen. Drei Punkte betont Ripple dabei:

1. Zentralbanken sind möglicherweise nicht darauf vorbereitet, plötzlich auch Aufgaben wie Identitätsprüfungen von Bürgern (KYC) und Maßnahmen gegen Geldwäsche zu übernehmen.

2. Bei bislang bekannten Plänen zu CBDCs wird laut Ripple national gedacht, die jeweiligen staatlichen E-Währungen berücksichtigen demnach kaum den Bedarf an grenzübergreifenden Geldtransfers.

3. Ebenso drohe bei CBDCs unterschätzt zu werden, dass diese für ihren Erfolg auch Anknüpfungen an Finanzdienstleister brauchen, die nicht zum klassischen Banksektor gehören.

So kommt Ripple wenig überraschen zu dem Schluss, sein eigenes Netzwerk und XRP anzupreisen. Rippel positioniert sich und XRP dabei als neutral und in der Praxis bewährt. Anders gesagt: Was Ripple mit XRP ursprünglich für den internationalen Finanzverkehr von Geschäftsbanken im Sinne hatte, soll jetzt auf Ebene der Zentralbanken seine Vorzüge beweisen. Vor einigen Wochen hatte Ripple bereits berichtet, an einer Pilotversion seiner XRP Wallet zu arbeiten, die auch Ansprüchen von CBDCs genügt.

Ripple und XRP mit Chancen bei CBDCs?

Bei allem Optimismus, den Ripple wieder einmal an den Tag legt – es fällt schwer vorzustellen, dass die mächtigen Notenbanken sich von dem Vorstoß überzeugen lassen. Ein gewichtiger Grund dafür liegt darin, dass die Zentralbanken der führenden Volkswirtschaften mit der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) schon seit 1930 ein Gremium geschaffen haben, in dem sie internationale Geldtransfers diskutieren und Regeln organisieren. Die BIZ entwickelt bereits CBDCs in der Schweiz und achtet dabei ausdrücklich auf grenzübergreifende Verwendbarkeit. China, was mit einem E-Yuan vorpreschen könnte, ist durch seine Volksbank Mitglied der BIZ. Ein weiteres Argument, das gegen XRP als Brückenwährung spricht: XRP hat sich in dieser Funktion im privaten Bankensektor nie wirklich durchsetzen können.

Fazit: Ripples Problem bleibt die SEC

Zwar sind einige Gedanken in Ripples Whitepaper anregend, doch einen Ausweg aus der juristischen Klemme wegen XRP wird dieser Vorstoß kaum aufzeigen. Die Schadensersatzforderungen an Ripple wegen XRP übersteigen die Milliardengrenze und Details zum Geschäftsgebaren von Ripple und seiner Führungsebene belasten das Image. Deshalb gilt vorerst weiterhin: Solange Ripple über die USA hinaus deswegen im Rampenlicht steht, beim Verkauf von XRP mutmaßlich illegal gehandelt zu haben, wird das Unternehmen kaum damit erfolgreich sein, sich in anderen Themenfeldern neu zu erfinden.


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