Ripple: Sammelklage von enttäuschten Investoren in den USA zugelassen

Ripple Labs, der Herausgeber von XRP, muss sich in den USA mit einer juristisch heiklen Angelegenheit befassen. Zugelassen wurde eine Sammelklage von Anlegern, die sich betrogen fühlen. Sie meinen, XRP seien Securities und Ripple habe darüber nicht ausreichend informiert.

Befürchtet hatte man es bei Ripple (XRP) schon lange, aber jetzt wird es Wirklichkeit: Ein US-Gericht nimmt XRP genauer unter die Lupe und prüft, ob Ripple Labs bei der Herausgabe an Investoren von 2013 an rechtlich legal agiert hat. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass im kalifornischen Oakland eine Sammelklage eingereicht und zugelassen wurde. Die Kläger argumentieren: Ripple Labs habe mit XRP Securities verkauft, ohne die dafür notwendige Genehmigung der Securities Exchange Commission (SEC) zu besitzen. Ripple hatte versucht, die Klage mit Hinweis auf Verjährung abzuwenden.

Ripple Labs vor US-Gericht – Worum geht es im Detail?

Securities sind nach amerikanischen Recht aktienähnliche Wertpapiere. Wer sie anbieten will, muss zuvor eine Zulassung der SEC einholen. Es gelten dann Vorschriften zur Informationspflicht, durch die Anleger vor unseriösen Angeboten geschützt werden sollen. Die Frage, ob es sich bei einzelnen Kryptowährungen um Security Token handelt, beschäftigt die Kryptoszene immer wieder. Denn bei einer nachträglichen Einstufung als Security Token drohen Millionenstrafen und Entschädigungszahlungen. Wie viel Geld die jetzigen Kläger von Ripple Labs zurückerhalten wollen, ist noch nicht bekannt. Ripple Labs hatte bei einer früheren Anhörung zur Verteilung auch angeführt, ein Gerichtsverfahren könne den „etablieren Markt für XRP zerstören – ein Markt, auf dem in den letzten zwei Jahren mehr als 500 Milliarden US-Dollar bewegt wurden.“ Doch die Richterin folgte dieser Auffassung nicht und will den Prozess durchführen. Voraussichtlich wird dabei der sogenannte Howey Test im Mittelpunkt stehen, mit dem geprüft wird: Securities oder nicht? Die SEC hat sich im Fall XRP bislang nicht positioniert. In der Vergangenheit hat die SEC aber immer dazu tendiert, Kryptowährungen im Zweifelsfall als Securities einzustufen. Von Ripple Labs gab es zu den aktuellen Entwicklungen bisher keinen Kommentar.

Millionenrisiko für Ripple und XRP

Eins ist klar: Würde Ripple Labs schuldig gesprochen, dürfte das den Kurs von XRP negativ beeinflussen. Momentan aber hält XRP ziemlich stabil mit dem Gesamtmarkt mit. Für Dich als Anleger ist das Crypto Rating Council ein guter Anlaufpunkt, um herauszufinden, welchen anderen Altcoins ähnliche Risiken wie bei Ripple drohen. Dort wird XRP übrigens auf der Skala von 1 bis 5 mit der Note 4,0 bewertet, was bedeutet, dass XRP laut Einschätzung von Experten höchstwahrscheinlich nach US-Recht ein Security Token ist.


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