Ripple (XRP): Top-Manager sieht Zahlungssystem SWIFT mittelfristig vor Ablösung

Bei Ripple (XRP) demonstriert die Führungsebene wieder vermehrt Optimismus. Das Netzwerk RippleNet könne schon in fünf Jahren SWIFT zunehmend ablösen, meint Asheesh Birla als Projektleiter.

Ripple (XRP) geht Schritt für Schritt in den Angriffsmodus über. Auch weil sich im Mammutprozess gegen die US-Börsenaufsicht SEC zunehmend Vorteile abzeichnen, werden Zukunftspläne skizziert. Asheesh Birla, der für RippleNet verantwortlich zeichnet, gab in einem Interview die Richtung an. SWIFT als das Standardsystem für internationale Überweisungen zeige im digitalen Zeitalter deutliche Schwächen, so Birla. Die Ambitionen von RippleNet seien derweil größer als „nur“ SWIFT abzulösen. Birla vergleicht SWIFT mit dem Gebrauch von Faxmaschinen, wo nur eine Nachricht übermittelt werden könne. Bei RippleNet hingegen werden ihm zufolge neben der Nachricht einer Überweisung auch tatsächlich Gelder transferiert und zudem sei Mechanismus integriert, um Vorgänge in Echtzeit konfliktfrei abzuschließen.

RippleNet ist für Kunden wie Banken und Finanzdienstleister gedacht, die damit internationale Transaktionen schnell und mit niedrigen Gebühren abwickeln können und dabei auf Wunsch auch XRP als Brückenwährung einsetzen. Damit will Ripple schon seit Jahren eine innovative Alternative zu SWIFT etablieren. Birla glaubt nun, dass SWIFT in den kommenden fünf Jahren deutlich an Marktanteilen verlieren wird, weil das analoge System sich überlebe. RippleNet sei in dieser Situation die natürliche Lösung, so Birla.

Der wichtige Abteilungsleiter kommentierte auch das Gerichtsverfahren von Ripple mit der SEC wegen XRP. Ripple beweise hier seine Widerstandsfähigkeit und könne trotz eines De-facto-Banns in den USA global Rekordergebnisse verzeichnen. Birla drückte Respekt über gute Arbeit der Richterin in New York aus und ihrer Prozessführung. Man dürfe nun von einem Urteil früh in 2023 ausgehen und dies allein sei bereits eine gute Nachricht. Ripple-CEO Brad Garlinghouse hatte zuletzt sogar Börsenpläne wiederbelebt für die Zeit nach dem Prozessende.

Fazit: Ripple und XRP warten auf Momentum

In Interviews von Ripple-Verantwortlichen wie Asheesh Birla zeigt sich meist eine gewisse Erleichterung, wenn das Thema von dem SEC-Prozess abkommt und über allgemeine Geschäftsentwicklung gesprochen wird. Hier hat Ripple gute Quartalszahlen vorgelegt und sieht insbesondere RippleNet wachsen. Ob daraus aber tatsächlich mittelfristig eine breite Konkurrenz zu SWIFT entsteht, darf bezweifelt werden. SWIFT als internationale Organisation, die den Banken selbst gehört, hat mehr als nur einen Ruf zu verteidigen. Doch RippleNet sollte nicht unterschätzt werden, die Technologie hat sich bewährt und bietet Vorteile wie Echtzeit und niedrige Kosten. Dies auch wieder in den USA demonstrieren zu können dürfte eines der Hauptziele für Ripple und XRP in 2023 werden.


Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*