Schweden testet E-Krone – Zentralbank übernimmt Verantwortung

Die schwedische Zentralbank steht kurz davor, eine digitale Version der einheimischen Währung Krone auszugeben. Das Projekt ist als Test geplant und auch eine Reaktion darauf, dass Kryptowährungen die staatliche Währungshoheit untergraben könnten.

Schweden setzt sich mit einer staatlich organisierten E-Krone an die Spitzenposition unter westlichen Industrienationen, die sich mit dem Thema Kryptowährungen positiv und konstruktiv auseinandersetzen. Die Zentralbank in Stockholm teilt mit, dass man kurz davor stehe, testweise eine E-Krone auszugeben. An der Idee wird seit 2017 gearbeitet. Das Projekt wird offiziell damit begründet, dass die Bedeutung von Kryptowährungen und digitalen Finanzlösungen im vergangenen Jahrzehnt rasant zugenommen hat.

Hintergrund zur schwedischen E-Krone

Das Pilotprojekt der schwedischen E-Krone ist vorerst auf bis Februar 2021 beschränkt, kann aber bei Erfolg den Angaben zufolge um sieben Jahre verlängert werden. Es sieht im Detail vor, dass die Zentralbank Token als Ersatz für die klassische Krone zur Verfügung stellt und ihren Wert im Verhältnis von 1:1 garantiert. Privatbanken und andere Finanzdienstleister sollen es den Bürgern möglich machen, klassische Krone in E-Krone zu übertragen. Diese wiederum soll auch von Warenhäusern, Dienstleistern und anderen Stellen als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert werden. Man baut also ein komplexes Ökosystem auf, zu dem Wallets gehören, die als App, für Smart Watches und auch auf herkömmlichen Geldkarten funktionieren sollen. Die Reichsbank weist in einer technologischen Beschreibung des Projekts ausdrücklich darauf hin, dass man sich für eine zentralisierte Version einer Digitalwährung entschieden hat. Eingesetzt wird technologisch die Netzwerklösung R3 von Corda. die etwa auch bei SWIFT getestet wird. Die Zentralbank bleibt also jederzeit Hüter des Verfahrens, ist aber auch in der Lage, seine E-Krone mit anderen digitalen und klassischen Währungen austauschbar zu machen.

Fazit: Spannend, ob sich die E-Krone im Alltag etablieren kann

Schweden geht in Sachen Digitalwährung ins Risiko und die Kryptoszene wird das Projekt E-Krone aufmerksam beobachten. Denn die Zentralbank tritt als zentraler Koordinator auf in einem Feld, indem sie keine historischen Erfahrungen aufzuweisen hat und sich teilweise auch auf externe Dienstleister verlassen muss. Wie fürchterlich das schieflaufen kann, erleben wir gerade bei IOTA. Anderseits präsentiert man seinen Bürgern eine Alternative etwa zu Facebook Libra und damit auf eine andere Strategie als das bloße und technisch nicht durchsetzbare Verbot von dezentralisierten Kryptowährungen. China arbeitet an seinem Plan eines digitalen Renminbi, Schweden aber macht jetzt ernst mit seinem Vorhaben.

Für Dich als Anleger noch wichtig: Die E-Krone wird ein Stablecoin und somit als Investment nicht sonderlich spannend, außer wenn Du auf Währungsschwankungen bei Fiat wetten möchtest. Doch die E-Krone hat durch die Unterstützung des klassischen Banksystems das Potenzial, ganz neuen Bevölkerungsschichten Themen wie Custodial Wallet näherzubringen und Vorteile von Kryptowährungen und Tokenisierung soweit Distributed Ledger aufzuweisen. Mittelfristig könnte die E-Krone als Vorzeigeprojekt einer weltweit anerkannten Nation der Kryptobranche allgemein durchaus positive Impulse liefern.Die schwedische Zentralbank steht kurz davor, eine digitale Version der einheimischen Währung Krone auszugeben. Das Projekt ist als Test geplant und auch eine Reaktion darauf, dass Kryptowährungen die staatliche Währungshoheit untergraben könnten.


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