Analyse: Bitcoin-Preis und Kryptobranche entwickeln sich in Zyklen

Eine aktuelle Studie dazu, wie sich der Preis von Bitcoin im Einklang mit Innovationen in der Kryptobranche und öffentlicher Aufmerksamkeit positiv entwickelt, versprüht Optimismus. Demnach dürfte in naher Zukunft ein weiterer Boom-Zyklus anbrechen.

Das Bitcoin Halving 2020 hat in seinen vorausgegangenen Prognosen vor Augen geführt: Das Gros der Experten erwartet über kurz oder lang einen neuen Höhenritt für den Preis von Bitcoin (BTC). Nun wird diese Annahme durch eine neue Studie gestützt, welche die bisherige Geschichte der Kryptobranche unter die Lupe nimmt. Experten der Risikokapitalgesellschaft Andreessen Horowitz („a16z“) stellen ihre Ergebnisse unter den Titel „Der Zyklus von Kryptopreis und Innovation“ und haben drei bisherige Zyklen identifiziert. Ein vierter Zyklus, der BTC auf neue Allzeithochs hieven könnte, steht ihrer Meinung nach wahrscheinlich bevor.

Hintergrund zu Krypto-Zyklen und Kurs von BTC

Vier Indikatoren sind es laut der Analyse, die sich anhand von öffentlichen Daten gut auslesen lassen und zusammengeführt ein zyklisches Bild der Kryptobranche ergeben:

1. Der Preis von Bitcoin als Mutter aller Kryptowährungen und unangefochtener Leitwährung für die gesamte Branche.

2. Aktivitäten von Entwicklern, die sich an Einträgen bei Github messen lassen.

3. Aktivitäten von Start-ups im Bereich Krypto. Hier wurden Daten von Pitchbook ausgewertet, einer US-Firma mit Fokus auf Marktbeobachtung und Trends.

4. Aktivitäten in sozialen Medien, wobei die Krypto-Foren bei Reddit als Maßstab genommen wurden.

Daraus ergibt sich nach Auswertung von a16z ein Domino-Effekt: Wenn der Preis von BTC steigt, führt dies zu erhöhtem Interesse in (sozialen) Medien. Daraufhin widmen Entwickler mehr ihrer Zeit auf für Krypto-Projekte und mehr Start-ups entstehen in der Kryptobranche. Dies wiederum lässt zeitlich etwas verzögert den Kurs von BTC wieder ansteigen – ein neuer Zyklus beginnt.

Ausgemacht haben die Analysten bislang drei Zyklen:

1. Von 2009 bis 2012 brauchte es, bis Bitcoin erstmals aus der Nerd-Nische herauskam. Erste Kryptobörsen starteten, Wallets wurden entwickelt – kurzum: Die Kryptobranche legte ihre Grundsteine.

2. Im zweiten Zyklus von 2012 bis 2016 wiederholte sich die Geschichte mit Faktor 10. Ein Meilenstein: Der Launch von Ethereum (ETH) (https://block-builders.de/kryptowaehrungen/ethereum/). In diesem Zyklus bewies sich, dass die Indikatoren in ihren absoluten Werten nicht mehr hinter die Zahlen des ersten Zyklus zurückfallen.

3. Von 2016 bis 2019 erlebten wir den dritten Zyklus, der BTC auf das bisherige Allzeithoch von 20.000 US-Dollar trieb. Start-ups in Bereichen wie Krypto-Gaming und erweiterten Finanzdienstleistungen nahmen die Arbeit auf, ICOs elektrisierten den Markt. Im Vergleich zum zweiten Zyklus nahm die Dynamik erneut mit etwa dem Faktor 10 rasant Fahrt auf.

Zusammengefasst ergibt sich ein beeindruckendes Bild: Die jährliche Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) betrug so für den Preis von BTC im gesamten Untersuchungszeitraum fast 200 Prozent, für den Bereich Social Media gut 200 Prozent, bei der Entwicklung knapp 75 Prozent und für Start-ups immer noch fast 54 Prozent.

Was kann ein vierte Zyklus für BTC und die Kryptobranche bringen?

Eine mögliche Schwachstelle hat die Studie mit der Festlegung, dass der dritte Zyklus 2019 bereits abgeschlossen worden sei. Es gäbe durchaus starke Argumente dafür, den Schlussstrich für den dritten Zyklus erst 2020 und nach dem Bitcoin Halving zu ziehen.

Folgt man den Ergebnissen von Andreessen Horowitz, dürfte der beginnende vierte Zyklus erneut mit Faktor 10 den Markt antreiben. Anzeichen dafür könnten etwa Bitcoin Futures an klassischen Börsen wie beim Projekt Bakkt sein, Projekte wie Facebook Libra und der E-Euro oder Ethereum 2.0, welches in den Startlöchern steht.

Wird dann weiter 2023/4 als Zieldatum für den Abschluss eines vierten Zyklus gesetzt, erleben wir einen BTC Preis von weit über 100.000 US-Dollar, Dutzende neue Projekte aus den Bereichen Blockchain und Kryptowährungen sowie den Effekt, dass Bitcoin und Co. von breiten Bevölkerungsschichten diskutiert und genutzt werden. Rosige Zeiten also für frühe Anleger? Es ist zumindest ein spannendes Gedankenspielen, welches a16z vorlegt. Das Unternehmen verwaltet nach eigenen Angaben selbst Kryptofonds mit einem Volumen, das sich der Milliardengrenze nähert.


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