Bitcoin: BTC fließt Richtung Kryptobörsen – droht Ausverkauf?

Private Anleger transferieren ihre Bitcoin (BTC) aktuell massiv zu Kryptobörsen wie Binance. Der Trend ähnelt dem vom „schwarzen Donnerstag“ im März 2020, als der Preis von Bitcoin schlagartig einbrach.

Der Preis von Bitcoin (BTC) notiert am Mittwochvormittag knapp unter 40.000 US-Dollar. Damit sind aktuell alle seit Anfang Februar gemachten Kursgewinne von Bitcoin wieder Vergangenheit. Parallel zu den deutlichen Kursverlusten zeigen die Daten aus der Blockchain von BTC, dass private Investoren ihre Guthaben in Bitcoin im großen Stil hin zu Kryptobörsen transferieren, bei Binance etwa waren es mehr als 26.000 BTC. Einsen solchen Zufluss an Bitcoin gab es zuletzt im März 2020, als der Kryptomarkt einbrach. Mit 40 Prozent Minus am damaligen „schwarzen Donnerstag“ hatte Bitcoin den Crash an Aktienmärkten kopiert, die nervös auf das Ausmaß der Corona Pandemie reagierten.

Kurse von Bitcoin und Co. brechen ein

So dramatisch wie im März 2020 ist die Lage bislang aber nicht. Über die letzten 24 Stunden wird bei BTC ein Minus von gut 12 Prozent notiert, über die letzten 7 Tage sind es etwa 30 Prozent Minus. Führende Altcoins wie Ethereum (ETH) und Binance Coin (BNB) konnten dem Trend nichts entgegensetzen und rutschten ebenfalls tief ins Minus.

Analysten sehen drei wichtige Details bei der aktuellen Marktsituation:

1. Nicht jede Überweisung von Bitcoin an Kryptobörsen bedeutet auch, dass die BTC tatsächlich zu Geld gemacht werden. Zuallererst sind sie ein Anzeichen dafür, dass Anleger sich aber auf diesen Fall vorbereiten und daher ihre BTC liquide bei einer Handelsplattform halten wollen.

2. Zumindest teilweise dürften Abverkäufe von Bitcoin nicht in Fiat fließen, sondern dazu dienen, in andere Kryptowährungen als BTC zu investieren. Schon in den letzten Wochen hatten viele Altcoins bessere Preiskurven als Bitcoin gezeigt, was auch höhere Gewinnchancen demonstriert.

3. Die US-Kryptobörse Coinbase konnte sogar netto ein Abziehen von Bitcoin beobachten, wenn auch auf niedrigem Niveau. Dahinter vermuten Fachleute, dass institutionelle Anleger derzeit BTC bei niedrigem Preisniveau einkaufen und ihre Bitcoin dann von Coinbase auf externe Wallets transferieren, wo sie mittel- und langfristig sicher lagern sollen. Coinbase gilt als die unter institutionellen Anlegern bevorzugte Handelsplattform für BTC.

Fazit: Droht Panikstimmung bei Bitcoin?

Nach dem „schwarzen Donnerstag“ vom März 2020 brauchte der Kryptomarkt gut zwei Monate, um auf das Niveau von vor vem panischen Tag zurückzukehren. Daraufhin schloss sich eine lange Aufwärtsphase von Bitcoin an, die in immer neuen Allzeithochs über 20.000 US-Dollar für BTC ab Mitte Dezember 2020 mündete. Momentan bleibt zu beobachten, welche psychologische Preismarke sich bei Bitcoin als Stoppschild erweist. 40.000 US-Dollar sind es aktuell, doch auszuschließen ist es nicht, dass das nervöse Umfeld in Panik umschlägt.


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