Bitcoin und IOTA, XRP, Ethereum und Co. ausgeben – (k)eine gute Idee?

Die Kritik an Bitcoin (BTC), nicht als Zahlungsmittel im Alltag zu taugen, ist nichts Neues. Doch es lohnt sich, genauer nachzudenken: Denn es spricht vieles dafür, dass Bitcoins wichtigste Funktion ohnehin in der eines Wertspeichers zu finden ist.

Mit einem Preisniveau nahe des Allzeithochs dringt Bitcoin (BTC) auch wieder in das Bewusstsein breiter Gesellschaftsgruppen vor. Kritiker versuchen gerne mit dem Argument zu punkten, dass Bitcoin als Währung und Geldersatz wenig überzeuge. Denn hohe Gebühren für Transaktionen bei Bitcoin sowie lange Wartezeiten, bis eine Transaktion bestätigt wird, machen BTC tatsächlich nicht gerade zum effizienten Zahlungsmittel im Alltag. Aber ist das überhaupt ein berechtigter Einwand, um Bitcoin Erfolg und Berechtigung abzusprechen? Fachleute wie Dan Held von der Kryptobörse Kraken sehen die Situation und Funktion von Bitcoin in einem ganz anderen Licht und raten ausdrücklich davon ab, BTC auszugeben.

Experte: Bitcoin ist Wertspeicher – „digitales Gold“ gehört gebunkert

Held glaubt, dass manches Missverständnis zu Bitcoin auf das legendäre Whitepaper von BTC-Erfinder Satoshi Nakamoto zurückzuführen ist. Denn dort ist in der programmatischen Überschrift tatsächlich die Rede von einem „Electronic Cash System“. In dem Dokument allerdings dreht sich dann neben technologischen Fragen eigentlich alles eher um ein Geldsystem, was ohne Zutun von finanziellen Institutionen auskommt und auch vor deren Zugriff geschützt ist. Held zufolge war der Titel des Konzepts von Bitcoin auf eine frühe mögliche Unterstützergruppe von Cyberpunks zugespitzt, um Mitstreiter und Nutzer zu finden.

Aber durch Details wie eingebauter Inflationsschutz bei Bitcoin durch maximal 21 Millionen BTC und Bitcoin Havings habe Satoshi schon immer einen Wertspeicher angestrebt. Motivation für die Entwicklung von Bitcoin war – und das ist unbestritten – besonders die Weltfinanzkrise ab 2007, welche das Vertrauen in Banken nachhaltig erschütterte. Um Ersparnisse in Sicherheit zu bringen, sollte Bitcoin dienen, so Held. Und dieser Wunsch, historisch oft durch Gold erfüllt, kann jetzt auch Bitcoin entsprechen, mit den Vorteilen einer digitalen Währung wie wegfallende Lager- und Transportkosten.

An anderer Stelle verweist Held auch darauf, dass sich Bitcoin nie wirklich als Zahlungsmittel etabliert habe. Als beispielsweise Microsoft um 2013 BTC akzeptierte, wurde das von Kunden nie in größerem Maßstab angenommen und das Programm wieder eingestellt. Was Held vergisst: Etwa mit Litecoin (LTC) gab und gibt es schon seit 2011 eine Weiterentwicklung von Bitcoin, die durch Änderungen im Ursprungscode wesentlich besser für Zahlungen im Alltag geeignet ist. Auch andere Kryptowährungen wie XRP, IOTA und Ethereum weisen interessante Alternativen auf.

Zudem scheint die historische Diskussion bereits von der Wirklichkeit überholt. Großunternehmen wie MicroStrategy, Anlageverwalter wie Grayscale und selbst klassische Banken beschäftigen sich gar nicht mehr mit Bitcoin als Zahlungsmittel. Sie allesamt sehen Bitcoin als Wertspeicher und in diesem Sinn als einzig ernst zu nehmende Alternative zu Gold. Der schon vor der Corona-Krise eingeschlagene Weg westlicher Notenbanken, immer mehr Geld zu drucken, schürt Inflationsgefahren und verstärkt das Bedürfnis nach unabhängigem Wertspeicher.

Fazit: HODL bei Bitcoin berechtigte Strategie

Man könnte die Geschichte von Bitcoin als Zahlungsmittel natürlich auch an der Anekdote des Studenten entlang erzählen, der im Jahr 2010 gleich 10.000 BTC für zwei Pizzen ausgab. Richtig gerechnet: Fast 20 Millionen US-Dollar wären diese Bitcoin heute wert. Nein, Bitcoin für alltägliche Zahlungen zu verschwenden, ist wirklich keine gute Idee. Deutlicher als je zuvor übernimmt Bitcoin die Rolle als Wertspeicher mit Gewinnchancen und es gibt gute Indizien dafür, dass Satoshi Nakamoto das genauso wollte. Doch selbst wenn nicht – Bitcoin hat sich hin zum „digitales Gold“ entwickelt und kann das Versprechen von Unbeeinflussbarkeit durch Geldpolitik erfüllen. Mit HODL, wie man Sparpläne in Bitcoin in der Kryptoszene auch nennt, sind die allermeisten bisher gut gefahren und halten deshalb weiter an dieser Strategie fest.


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