Bitcoin statt Gold – US-Großbank stellt Trend fest

Die Nachfrage nach Anlagen in Bitcoin (BTC) übersteigt mittlerweile die nach börsengehandelten Gold Fonds (ETFs). Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse von JP Morgan, der größten US-Bank. Bekräftigt wird dies durch aktuelle Zahlen von Grayscale Investments.

Den Beinamen „digitales Gold“ trägt Bitcoin (BTC) nicht ohne Grund. Als Wertspeicher, dessen Ressourcen begrenzt sind, punktet Bitcoin zunehmend bei institutionellen Anlegern und vermögenden privaten Investoren. Diese Entwicklung lässt sich laut der US-Bank JP Morgan auch in absoluten Zahlen nachweisen. Auf Twitter wurde dazu jüngst eine imposante Grafik veröffentlicht. Demnach verliefen Geldflüsse Richtung Gold ETFs und Bitcoin seit 2019 bis in das Frühjahr 2020 weitgehend parallel. Doch seitdem die Corona-Krise greifbar wurde und der Aktienmarkt im März schwächelte, konnte Bitcoin Gold den Rang ablaufen.

Interessant ist hier auch der Zusammenhang der Veröffentlichung: Gepostet hat die Grafik Michael Sonnenheins, Geschäftsführer von Greyscale Investments. Das Unternehmen verwaltet Vermögen, die in Bitcoin und Co. investiert werden sollen. Urheber der Analyse aber ist JP Morgan, die nach Bilanzsumme größte US-Bank. JP Morgan hatte erst vor wenigen Wochen ihre bisherige Ablehnung von Bitcoin überdacht und BTC als aussichtsreiches Investment empfohlen. Unterdessen meldete Greyscale allein für das 3. Quartal 2020 gut 1 Milliarde US-Dollar frisches Kapital, das für Investments zugeflossen sind, und damit eine Rekordsumme. Greyscale und JP Morgan sind in dem Zweig Vermögensverwaltung Konkurrenten.

Gold oder Bitcoin? Großinvestoren entdecken BTC für sich

Sonnenheins schließt aus den aktuellen Zahlen, dass beispielsweise Familienvermögen in Bitcoin mittlerweile mehr Potenzial sehen als in Gold. Verglichen mit BTC wurden Gold ETFs, die als börsennotierte Fonds leicht handelbar sind. Bitcoin ETFs sind in den USA trotz wiederholter Anläufe von namhaften Unternehmen nicht von der Börsenaufsicht zugelassen worden.

Großinvestoren haben traditionell Gold als Möglichkeit gesehen, Reserven inflationssicher anzulegen. Generell steigt die Nachfrage nach Wertspeichern abseits von Fiat, da die expansive Geldpolitik von Notenbanken weltweit in der Corona-Krise Inflationsgefahren schürt. Für Bitcoin spricht neben der unwiderruflich festgelegten maximalen Menge von 21 Millionen BTC die Aussicht, im Wertzuwachs andere Anlageklassen wie in der Vergangenheit weit hinter sich zu lassen. Die Bayerische Landesbank etwa kommt beim Vergleich von Bitcoin mit Gold auf eine Prognose von 90.000 US-Dollar pro BTC in näherer Zukunft. Die Vorzüge von Bitcoin zu Gold loben beispielsweise auch die Winklevoss Brüder und erwarten sogar längerfristig einen Preis von 500.000 pro BTC.

Fazit: Jetzt in Bitcoin investieren?

Aktuell notiert BTC bei gut 15.000 US-Dollar und ist damit noch weit entfernt von den Regionen, die ihm Fachleute zutrauen. Manchmal wirkte der Vergleich zu Gold in der Vergangenheit etwa theoretisch, da erst die Zulassung von börsengehandelten Finanzinstrumenten auf Basis von Gold den Preis nach 2000 in die Höhe trieben. Doch die jüngeren Trends zeigen: Solange kein Bitcoin ETFs vorhanden sind, finden Großinvestoren eben andere Wege, Vermögen in BTC zu speichern, etwa durch Greyscale Investments. Diese Entwicklung spricht für anhaltend hohe neue Nachfrage nach Bitcoin und damit positive Preisentwicklungen.


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