Bitfinex bläst IEO von Kim Dotcoms K.im ab

Nur wenige Stunden vor dem offiziellen Start hat die Kryptobörse Bitfinex die IEO für eine geplante Kryptowährung namens K.im abgesagt. Das Projekt hatte Aufmerksamkeit durch den dahinter stehenden Kim Dotcom erhalten. Grund für den Stop der IEO sollen rechtliche Bedenken sein.

Fehlstart für die neue IEO Plattform von Bitfinex: Eigentlich sollte Bitfinex Token Sale vom gestrigen Mittwoch an den mit großem Getöse gepushten Coin K.im an Anleger veräußern. Doch wenige Stunden vor dem Verkaufsstart zog Bitfinex die Notbremse und stoppte die IEO. In einem Blogpost erklärte Bitfinex die Kehrtwende mit „Unsicherheiten bei der regulatorischen Umgebung“. Auf der Webseite von K.im lief der Countdown für die IEO zunächst weiter, jetzt wird nur noch auf „bald kommende Updates“ verwiesen. Das Projekt hatte mit dem berühmt-berüchtigten Kim Dotcom geworben, der in der Internet-Welt durch die Filesharing-Dienste Megaupload und Mega Bekanntheit erlangt hat.

Bauchlandung für Bitfinex, Kim Dotcom und K.im

Angepeilt waren 8 Millionen US-Dollar als Finanzierungsziel bei K.im. Die IEO sollte für Bitfinex auch eine Art Neustart markieren und die kürzlich umbenannte Plattform für IEOs erfolgreich etablieren. Man handle im Interesse der Kunden von Bitfinex, hieß es zur Absage. Die regulatorischen Risiken wurden nicht näher erläutert. Bitfinex steht in den USA durch ein laufendes Gerichtsverfahren unter juristischem Druck. Kim Dotcom wehrt sich unterdessen in seiner Wahlheimat Neuseeland gegen eine Auslieferung in die USA, wo ihm wegen der Missachtung von Copyrights im großen Stil durch seine Filesharing-Dienste der Prozess gemacht werden soll. K.im wirbt damit, die Monetarisierung von Online-Inhalten neu und fair zu organisieren. Laut Bitfinex wird das Projekt fortgesetzt und zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, ob die IEO erneut aufgesetzt wird.

Bitfinex steckt in der Krise

Bei Bitfinex reißt der Strom negativer Nachrichten nicht ab. Zum einen schmerzt der Vertrauensverlust, der durch abhandengekommene Kundenguthaben in Höhe von 880 Millionen US-Dollar begründet ist. Zum anderen ist der Verdacht entstanden, Bitfinex habe im Zusammenspiel mit Tether (USDT) Marktmacht missbraucht, um den Kurs von Bitcoin zu manipulieren. Skeptiker hatten K.im bereits im Vorfeld als möglichen Shitcoin identifiziert. Die Vermutung, dass die IEO von K.im nicht ausreichend Interessenten angezogen hätte, ist deshalb nicht abwegig. Doch um in der Konkurrenz der Kryptobörsen untereinander wieder Boden zu gewinnen, braucht Bitfinex neue Geschäftsfelder.


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