Kim Dotcom launcht Token K.im bei Bitfinex per IEO

Das Kryptojahr 2019 erlebt ein neues, wenn auch zweifelhaftes Highlight: Niemand geringerer als Kim Dotcom, berühmt berüchtigt durch Mega und Megaupload, will eine eigene Kryptowährung namens K.im auf den Markt bringen. Partner für die IEO ist Bitfinex, ebenfalls unter juristischer Beobachtung.

Groß denken gehört in Teilen der Kryptobranche zu den ungeschriebenen Gesetzen und war für die frühen Entrepreneure im Internetbusiness ohnehin als Standard gebucht – das behalte bitte im Hinterkopf bei dieser wirklich wahren Story über K.im, einer neuen Kryptowährung, für deren IEO Bitfinex aktuell wirbt. Hinter K.im steht Kim Dotcom, dessen Biografie bei Wikipedia in zwei Dutzend Sprachen nachlesbar ist. Der 45-jährige macht schon als junger Erwachsener als Hacker („Kimble“) von sich reden. Später scheffelte er mutmaßlich Hunderte von Millionen mit seinen Filesharing-Diensten Megaupload und Mega. Spektatulär in seine Wahlheimat Neuseeland festgenommen wehrt er sich von dort gegen eine Ausleihung in die USA. Vorgeworfen wird ihm Verletzung von Urheberrechten im großen Stil. Dieser Kim Dotcom sieht jetzt also den Token K.im als neues Geschäftsfeld und will 8 Millionen US-Dollar bei der am 22. Oktober startenden IEO einsammeln.

Bitfinex erhofft Push für IEOs durch Token von Kim Dotcom

Natürlich könnte man das Vorhaben von K.im als Anleger einfach in der Schublade „Shitcoins“ ablegen. Doch die Paarung mit Bitfinex macht die Angelegenheit zur echten Posse. Bitfinex hatte im Mai eine IEO-Plattform unter dem Titel Tokinex gestartet und im gleichen Monat den eigenen Token LEO gelauncht. Beide Projekte werden misstrauisch beäugt und scheinen vor allem Situation bei Bitfinex geschuldet. Die eng mit dem Stablecoin Tether (USDT) verbandelte Kryptobörse ist in den USA weiter vor Gericht und hat wohl 750 Millionen US-Dollar Kundeneinlagen verloren. Jetzt wurde Tokinex in Bitfinex Token Sales umbenannt und K.im ist die erste IEO dort.

Was Kim Dotcom und Bitfinex mit K.im anzubieten haben

Das Versprechen von K.im lautet, als Kryptowährung endlich die Urheber von spannendem Content direkt mit ihrem zahlungswilligen Publikum zusammenzubringen. Ein hübsches Video dazu gibt es selbstverständlich:

Doch die Idee ist nicht gerade neu:

  • TRON (TRX) hatte so etwas schon mal versprochen.
  • EOS wildert mit dem Projekt Vice in solchen Gefilden.
  • Basic Attention Token (BAT) hat immerhin bereits einen Browser mit ähnlichem Konzept namens Brave online gebracht.
  • Nicht zuletzt ist der Bittorrent Token (BTT) auf dem Markt, mit bescheidenem Erfolg, trotz IEO bei Binance.

K.im und Bitfinex sehen in der offiziellen Präsentation der IEO allenfalls BTT als Konkurrenten. Dass gerade Kim Dotcom, dessen vorherige Geschäftsmodelle im Prinzip auf Raubkopien beruhten, nun die Monetarisierung von Content fairer machen will, klingt schon ziemlich abenteuerlich,

Fazit: Geld verbrennen bei K.im oder revolutionäres Projekt?

Mal ganz im Ernst: Das Whitepaper für K.im schien zusammengeschustert, der Altcoin soll über das Lightning Netzwerk in Kombination mit der Blockchain von Liquid Network organisiert werden. Technische Innovation also gleich Null. Inhaltliche Innovation? Siehe oben. Die beste Pointe für Spötter: K.im soll erst im 3. Quartal 2020 handelbar werden, nachdem die nächste Content-Plattform von Kim Dotcom gestartet ist. Ob dieser Mann dann noch auf freiem Fuß und ob Bitfinex dann noch auf dem Markt ist, entscheiden Gerichte. Wer Lust darauf hat, ein Investment mit vorhersehbarem maximalen Risiko anzugehen, loggt sich bei Bitfinex für K.im ein. Wer, wie wir empfehlen, kühlen Kopf bewahrt, hakt Ki.im schon jetzt unter der Kategorie „Traumtänzer“ ab, die mit unseriösen Projekten der gesamten Kryptobranche schadet.


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