Bitfinex will Margin Trading mit Hebel von bis zu 1:100 anbieten

Während der Kurs des Bitcoin (BTC) scheinbar weiter stabil und schnell zulegt, denken viele Anleger darüber nach, via Margin Trading davon zusätzlich zu profitieren. Die Kryptobörse Bitfinex beabsichtig, ausgewählten Kunden Margin Trading mit einem Hebel von bis 1:100 zu ermöglichen.

Ob Margin Trading mit zwei- oder gar dreistelligem Hebel noch eine sinnvolle Handelsstrategie auf dem hochvolatilen Kryptomarkt ist oder russisches Roulette? Das sollen die Kunden der Kryptobörse Bitfinex prinzipiell selbst entscheiden. Im Whitepaper zum Leo, der Bitfinex-eigenen Kryptowährung, war unter dem Punkt „Kommende Projekte“ bereits der Hinweis versteckt, dass ab Juni 2019 für „ausgewählte Kunden“ der Handel mit einem Hebel von bis zu 1:100 unterstützt werde. Jetzt hat Bitfinex-CTO Paolo Ardoino auf Twitter nachgelegt, das Angebot ist offensichtlich fertig für die Markteinführung. Bislang hat Bitfinex sich auf Hebel von bis zu 1:3,3 beschränkt. Zur Einschätzung: Wer etwa Bitcoin (BTC) mit Hebel 1:100 handelt, muss schon bei Kursbewegung von 1 Prozent in die nicht erwartete Richtung sofort Kapital nachschießen oder verliert seinen Einsatz.

https://twitter.com/paoloardoino/status/1143151537465827328

Was verspricht sich Bitfinex vom extremen Margin Trading?

Bitfinex will sein neues Programm zum Margin Trading über Derivate abwickeln, die sich auf den Tether (USDT) stützen. Dieser Stablecoin ist ohnehin eng mit Bitfinex verknüpft und könnte so zusätzliche Aufmerksamkeit und Liquidität erhalten. Auf welche Kryptowährungen der Riesenhebel angewandt werden darf, ist noch nicht bekannt. Bei der Konkurrenz von BitMEX ist ein Hebel von 1:100 nur beim Bitcoin (BTC) anwendbar. Bitfinex dürfte zunächst von kostenloser PR für sein Margin Trading profitieren und in der Praxis dann natürlich auch von Gebühren. Wer überhaupt mitmachen darf, ist unklar. Bitfinex spricht vom „individuellen Risiko-Level“, das man identifizieren werde.

Ist Margin Trading bei Bitfinex für mich interessant?

Studien zeigen immer wieder, dass die Mehrheit der privaten Kleinanleger bei Margin Trading auch an klassischen Börsen Verluste machen. Bei Binance, das vor kurzem Margin Trading mit maximalen Hebel von 1:2 eingeführt hat, wurde in dieser Woche auch die erste Liquidation eines solchen Geschäfts vermeldet, also dem Moment, wo Anleger Totalverlust erfahren haben.

So reizvoll die Chance auch klingen – die Risiken sind eben genauso groß. Eine groß angelegte Analyse zum Kryptomarkt allgemein hatte erst im April betont, dass der Handel mit Bitcoin und Co. extrem volatil ist, was direkt auf Margin Trading durchschlägt. Denkt also unbedingt daran: Die Kluft zwischen FOMO und REKT ist beim Margin Trading extrem gefährlich.


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