Coinbase wird Partner von BlackRock für Handel mit Bitcoin

Der weltweit große Vermögensverwalter BlackRock will institutionellen Kunden den Handel mit Bitcoin (BTC) ermöglichen und hat dazu die US-Kryptobörse Coinbase als Partner gewählt. Die Pläne gehen bereits weiter.

Bitcoin (BTC) geht einen weiteren wichtigen Schritt hin in Richtung Anlageklasse für institutionelle Kunden: Der Vermögensverwalter BlackRock hat beginnt damit, Bitcoin in sein Angebot zu integrieren und macht dabei die US-Kryptobörse Coinbase zum Kooperationspartner. In einem Blogpost beschreibt Coinbase, dass entsprechende BlackRock Kunden über die Aladdin Software des Vermögensverwalters künftig Bitcoin an- und verkaufen können und Marktdaten erhalten. Coinbase wiederum wickelt den BTC Handel ab und verwahrt die Guthaben für die Kunden von BlackRock. Um 10 Billionen US-Dollar Vermögen werden durch BlackRock verwaltet und institutionelle Kunden wie Pensionskassen, Stiftungen oder Fonds spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Laut Coinbase ist der Handel mit Bitcoin über Aladdin von BlackRock erst der Anfang. Weitere Kryptowährungen sollen folgen. Aladdin fasst für Portfolios Risikobewertungen zusammen und erlaubt direkte Handel. Kunden haben so einen Überblick und Eingreifmöglichkeiten über alle Anlageklassen hinweg, von Aktien bis Rohstoffe und nun eben auch Bitcoin. Von 2020 an sind mit börsennotierten Unternehmen wie MicroStrategy und Square mehr und mehr Großunternehmen auf Bitcoin aufmerksam geworden und haben auch Stiftungen und Rentenfonds auf den Geschmack gebracht. Doch solche Kunden haben in den USA bisher nur wenige Optionen, in regulierte Umgebung in den Kryptomarkt einzusteigen. Coinbase ist selbst andere Börse notiert und die Nachricht von der Kooperation mit BlackRock verschaffte der zuletzt arg gebeutelten Coinbase Aktie ein sattes Tagesplus von 20 Prozent.

Das Geschäft mit institutionellen Kunden gewinnt bei Coinbase stetig an Bedeutung. Der Deal mit BlackRock hat das Potenzial, das Wachstum enorm zu beschleunigen. BlackRock ließ erklären, die Nachfrage nach Zugang zu Kryptomärkten unter Kunden sei stark und die jetzige Lösung mit Aladdin und Coinbase erfülle diese Bedürfnisse, inklusive einfacher Bedienung und Übersichtlichkeit.

Fazit: BlackRock goes Bitcoin – endlich

BlackRock ist allein wegen seiner Marktführerstellung ein wichtiger Indikator dafür, wie institutionelle Kunden ihre Strategien zur Vermögensverwaltung aufstellen. Lange Zeit waren von BlackRock aber keine klaren Signale dazu erkennen, wie man Bitcoin und Co. einstuft. Doch Ende 2020 machte CIO Rick Rieder dann Schlagzeilen, als er Bitcoin mit „digitalem Gold“ gleichsetzte, obwohl das Unternehmen selbst BTC noch nicht im Portfolio hatte. Diese Lücke schließt die Kooperation mit Coinbase jetzt mit großem Potenzial für neuen Kapitalfluss und Nachahmern.


Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*