Corona: IOTA bringt sich als Basis für „Grünen Pass“ in Stellung

Die EU will zum Juni das Ausstellen eines „Grünen Pass“ organisieren, damit in der Corona Pandemie wieder mehr Reisefreiheit möglich wird. IOTA sieht sich für dieses Projekt als optimale technologische Lösung.

Seit Ausbruch der Corona Pandemie Anfang 2020 hat die IOTA Stiftung bereits mehrfach zu Ansätzen beigetragen, das öffentliche Leben wieder freier und sicherer zu gestalten. Der Prototyp einer Corona-Warn-App auf Basis von IOTA geriet zwar ins Vergessen, doch bei digitalen Testzertifikaten hat IOTA an deutschen Flughäfen in Tests Effizienz bewiesen. Nun legt die IOTA Stiftung in einem Blogpost dar, wie das Tanglenet als technologischer Unterbau des EU-weit geplanten „Grünen Pass“ dienen könnte. Mit dem „Grünen Pass“ will die EU ab Anfang Juni den Bürgern zumindest das Reisen erleichtern. Er soll als digitaler Nachweis anerkannt werden, der Impfungen gegen Corona, eine überstandene Erkrankung und auch aktuelle Testergebnisse manipulationssicher und maschinenlesbar dokumentiert.

Die IOTA Stiftung verweist bei ihrem Vorschlag zum „Grünen Pass“ darauf, dass ihr Konzept alle Anforderungen der EU erfüllt. Dazu zählen insbesondere das Recht auf digitale Selbstbestimmung und Optionen für den „Grünen Pass“, diesen nicht nur als Smartphone-App umzusetzen, sondern auch als ausgedruckten Nachweis oder Plastikkarte mit sich tragen zu können. IOTA verweist auf seine Erfahrungen im Bereich digitale Identitäten und die Möglichkeit, dieses System direkt mit den European Federation Gateway Services (EFGS) zu verknüpfen. Bei der EFGS laufen Daten aus den EU-Ländern zusammen, um sie in allen Mitgliedsstaaten zur Verfügung stellen zu können.

Corona Abwehr – wie sich IOTA den „Grünen Pass“ vorstellt

Die IOTA Stiftung beschreibt in ihrem Vorstoß, dass die EU darüber entscheidet, wer einen „Grünen Pass“ ausstellen, mit Informationen füllen und auslesen darf. Dies wären beispielsweise Impf- und Testzentren sowie Grenzbeamte und Fluglinien. Nur im Moment eines Datenabgleichs oder Update von Informationen werden diese persönlichen Details betreffend Corona mit der Identität des Trägers eines „Grünen Pass“ abgeglichen. Grundsätzlich soll der „Grüne Pass“ als App für Smartphones verwandt werden, doch alternativ auch als Plastikkarte mit Chip oder als ausgedrucktes Dokument möglich sein. Dies ist wichtig, da geschätzt 20 Prozent der EU-Bürger kein Smartphone besitzen und bei einem internationalen Einsatz des „Grünen Pass“ dieser Prozentsatz nochmals kräftig ansteigt. In welcher Version auch immer enthält der „Grüne Pass“ einen QR-Code, damit er etwa an Grenzen schnell auslesen werden kann. Dann wird über das Tanglenet von IOTA die Gültigkeit und Integrität des „Grünen Pass“ mit den anonym festgehaltenen Daten geprüft. Eine frühere Demo, wie sich ein solcher Nachweis als App anfühlen könnte, hat IOTA hier online gestellt.

Ein Detail aber verwundert: Um Ausstellern und Prüfern des „Grünen Pass“ die Arbeit zu erleichtern, will IOTA das US-Unternehmen Zebra mit an Bord bringen. Mit diesem kooperiert IOTA seit Sommer 2020 und Zebra hat auch bereits in einen Blogpost seine praktischen Ideen zum Corona Impfnachweis vorgestellt. Doch anderseits gilt in der EU, dass man bei IT-Projekten lieber auf Partner aus der Union als aus den USA setzt.

Fazit: Hat der IOTA Vorstoss zum „Grünen Pass“ eine realistische Chance?

Die Entscheidungswege der EU sind verschlungen und oft stark von Interessen einzelner Mitgliedstaaten beeinflusst. In Sachen „Grüner Pass“ drängt für Brüssel die Zeit, denn es ist absehbar, dass ohne einheitliche Lösung einzelne Länder mit individuellen Lösungen vorpreschen würden. Soweit bekannt, hat die EU Kommission bereits einen Vorvertrag für den „Grünen Pass“ mit SAP und T-Systems (Tochterfirma Deutsche Telekom) unterzeichnet. So ist der IOTA Vorschlag zum „Grünen Pass“ zwar unter anderem wegen der Gebührenfreiheit von Aktionen im Tanglenet reizvoll, aber die Chancen für die Umsetzung sind ohne entschiedenen Lobbyismus aus der Bundesregierung verschwindend gering. Aber immerhin hat die IOTA Stiftung nun ein anscheinend ausgereiftes Konzept für digitale Zertifikate in Übereinstimmung mit EU-Regularien in der Hinterhand. Dieses kann bestimmt zu einem späteren Zeitpunkt wieder modifiziert vorgeschlagen werden, wenn die EU auch andere Dokumente in digitalen Versionen einführen möchte.


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2 Kommentare

  1. Der IOTA Impfpass kommt. Vor über einen Monat hat IOTA mit IBM zusammen den Zuschlag von der Bundesregierung bekommen diesen zu entwickeln und nicht die Telekom.

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