Die britische Finanzaufsicht FCA warnt seit August 2025 ausdrücklich vor Cryptosoft: Die Plattform hinter cryptosoftapp.net ist nicht zugelassen und bietet nach Einschätzung der Behörde Finanzdienstleistungen ohne Erlaubnis an. Für Anleger in Deutschland ist das relevant, weil Cryptosoft seit Jahren auch auf Deutsch beworben wird – mit dem Versprechen, ein Algorithmus vermehre dein Geld automatisch.
Inhalt
Zuletzt aktualisiert: 1. Oktober 2026 · Redaktion Block-Builders
Die Chance, Geld zurückzubekommen, sinkt mit jeder Stunde. Polizei und Verbraucherzentralen raten zu diesen Schritten:
| Situation | Was du tun solltest |
|---|---|
| Nur registriert, nichts gezahlt | Nummern blockieren, nicht zurückrufen, keine Ausweisdaten senden. Eine Registrierung verpflichtet dich nach unserer Einschätzung nicht zu einer Einzahlung. |
| Per Kreditkarte gezahlt | Kartenanbieter informieren, Chargeback (Rückbuchung) beantragen, Karte sperren lassen. |
| Per Überweisung gezahlt | Sofort die Bank anrufen: Ein SEPA-Rückruf ist laut Verbraucherzentrale nur innerhalb weniger Stunden möglich. |
| Kryptowährung überwiesen | Transaktions-ID und Empfängeradresse sichern, Anzeige erstatten. Rückbuchungen gibt es auf der Blockchain nicht. |
| AnyDesk oder TeamViewer installiert | Programm löschen, Passwörter ändern, Konten prüfen, Bank informieren. |
| Auszahlung gegen „Steuern“ angeboten | Nicht zahlen. Seriöse Anbieter verlangen keine Vorkasse für Auszahlungen. |
Sichere in jedem Fall Screenshots, E-Mails, Chatverläufe und Kontoauszüge und erstatte Anzeige bei der Polizei oder der Onlinewache deines Bundeslands. Melde den Fall außerdem der BaFin und der Verbraucherzentrale.
Vorsicht vor dem zweiten Betrug: Nach dem Verlust melden sich häufig angebliche Anwälte, Ermittler oder „Recovery“-Dienste, die gegen eine Gebühr dein Geld zurückholen wollen. Die BaFin rät dringend davon ab, auf solche Angebote einzugehen. Auch die Polizei warnt vor diesem Folgebetrug.
Prüfbar statt anonym: Bitpanda
Bitpanda ist im MiCA-Register der ESMA eingetragen, unter anderem mit der Bitpanda Asset Management GmbH in Berlin, beaufsichtigt von der BaFin. Du kaufst echte Kryptowährungen, siehst vorab die Gebühren und entscheidest selbst – ohne Anrufer, der dich drängt.
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Die Financial Conduct Authority (FCA), Großbritanniens Finanzaufsicht, hat Cryptosoft am 21. August 2025 auf ihre Warnliste gesetzt. Die Firma sei weder zugelassen noch registriert und biete möglicherweise Finanzprodukte ohne Erlaubnis an. Die Behörde rät, Geschäfte mit ihr zu meiden, und weist ausdrücklich auf Betrugsgefahr hin.
Eine eigene BaFin-Mitteilung mit dem Namen „Cryptosoft“ haben wir nicht gefunden. Das bedeutet keine Entwarnung: Die BaFin warnt laufend vor ganzen Serien nahezu identischer Websites, zuletzt am 23. September 2026 und am 29. September 2026. Die Namen wechseln, das Muster bleibt.
| Prüfpunkt | Seriöser Anbieter | Cryptosoft |
|---|---|---|
| Impressum mit Firma und Adresse | Pflicht und vorhanden | Nicht vorhanden |
| Zulassung (BaFin, MiCA) | Im ESMA- oder BaFin-Register prüfbar | Keine gefunden, FCA-Warnung |
| Was du kaufst | Echte Kryptowährung, auf eigenes Wallet übertragbar | Unklar, laut Behörden oft gar kein Handel |
| Kontaktaufnahme | Du meldest dich beim Anbieter | Callcenter ruft dich an |
| Auszahlung | Auf dein Referenzkonto, ohne Vorkasse | Erst nach „Steuern“ oder „Gebühren“ – oder gar nicht |
Auf der Werbeseite gibt es keinen Download und keinen nachvollziehbaren Algorithmus, sondern ein Anmeldeformular für Name, E-Mail und Telefonnummer. Nach Erkenntnissen der BaFin werden die Daten solcher Seiten an Betreiber unerlaubter Online-Handelsplattformen weitergegeben. Kurz danach klingelt das Telefon.
Die Polizeiliche Kriminalprävention beschreibt den weiteren Ablauf so: Ein angeblicher Broker drängt zu einer ersten kleinen Einzahlung, typisch sind 250 Euro. Die Plattform zeigt schnell Gewinne, danach sollen immer größere Summen folgen. Häufig findet überhaupt kein Handel statt, die Software zeigt nur erfundene Transaktionen.
Viele Suchanfragen lauten „Cryptosoft App“ oder „offizielle Cryptosoft-Website“. Beides sind Werbewörter: Hinter dem Namen steht kein identifizierbares Unternehmen mit Zulassung, und die FCA-Warnung bezieht sich ausgerechnet auf die Domain cryptosoftapp.net. Wer eine „offizielle“ Seite sucht, findet nur weitere Varianten derselben Werbung.
Die BaFin-Warnungen vom September 2026 betreffen Seiten, die sich „KI-Handelsplattform“ oder „KI-gestützte Krypto-Handelsplattform“ nennen. Die Funktionsweise entspricht dem, was früher als „Bitcoin-Roboter“ beworben wurde. Wer einen neuen Namen mit „AI“, „KI“ oder „Quantum“ liest, sollte genauso misstrauisch sein wie bei Cryptosoft.
Ein bekannter Werbetrick sind angebliche Auftritte in der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“. Wir haben keinen Beleg gefunden, dass Cryptosoft oder ein anderer Krypto-Trading-Bot dort je vorgestellt wurde. Die Verbraucherzentralen nennen gefälschte Promi-Werbung und erfundene TV-Show-Auftritte ausdrücklich als Merkmal betrügerischer Trading-Plattformen.
Dasselbe gilt für Namen wie Günther Jauch, Markus Lanz oder Lena Meyer-Landrut, die in solchen Anzeigen auftauchen. Die Verbraucherzentrale NRW dokumentierte Fake-Interviews, die „nachträglich erfunden, ohne Wissen der Prominenten“ entstanden. Inzwischen kommen KI-gefälschte Videos hinzu: Europol und Eurojust gingen Ende 2025 gegen ein Netzwerk vor, das Deepfake-Anzeigen mit Prominenten und Politikern schaltete und mehr als 700 Mio. Euro gewaschen haben soll.
Die folgenden Angaben sind Erfahrungen Dritter und Daten von Plattformen und Verbraucherschützern – keine eigenen Tests. Ein Trustpilot-Profil mit Bewertungen gibt es nicht mehr, und Reddit konnten wir für diese Recherche nicht systematisch auswerten. Wie viele Erfahrungsberichte zu Cryptosoft insgesamt im Netz stehen, können wir deshalb nicht sagen.
Methode: Trustpilot (Profil cryptosoftapp.net), Warnseiten der Verbraucherzentralen und der Polizeilichen Kriminalprävention sowie ein einzelner, verlinkter Reddit-Beitrag, abgerufen am 1. Oktober 2026. Wir haben eine Auswahl gelesen, keine systematische Auswertung – nicht repräsentativ. Reddit war für unsere Recherche weitgehend nicht abrufbar; über Häufigkeit oder Tenor dort treffen wir deshalb keine Aussage.
| Quelle | Bewertung | Anzahl | Stand |
|---|---|---|---|
| Trustpilot: cryptosoftapp.net | Profil entfernt: Das Unternehmen verstoße gegen die Richtlinien von Trustpilot | – | 01.10.2026 |
| Verbraucherzentralen | Beschwerden über mehr als 100 Trading-Plattformen, teils sechsstellige Verluste | binnen 12 Monaten | 07.10.2025 |
| für unsere Recherche nicht abrufbar, nicht ausgewertet (ein einzelner Beitrag unten verlinkt) | – | 01.10.2026 |
Vorsicht bei Forenbeiträgen und „Testberichten“, die am Ende einen Dienst zur Geldrückholung empfehlen. Genau dieses Muster nutzen Recovery-Betrüger, vor denen die BaFin warnt. Bewertungsportale sind ohnehin verzerrt. Unser Urteil stützt sich deshalb nicht auf Nutzerberichte, sondern vor allem auf die FCA-Warnung und das fehlende Impressum; die Verbraucherschutzdaten beziehen sich auf solche Plattformen allgemein, nicht namentlich auf Cryptosoft.
Was dafür spricht
Die stärkste Gegenposition: Unter dem Namen Cryptosoft laufen viele kopierte Domains; wir können nicht jede einzelne prüfen, und ein Gerichtsurteil gegen „Cryptosoft“ gibt es nicht. Für deine Entscheidung ändert das wenig: Solange kein Betreiber mit Zulassung genannt wird, trägst du das volle Risiko.
Was dagegen spricht
Worauf du achten solltest
Wir haben bei Cryptosoft kein Geld eingezahlt, und namentliche Erfahrungsberichte konnten wir kaum prüfen (Trustpilot-Profil entfernt, Reddit nicht abrufbar). Was Verbraucherzentralen und Polizei zu solchen Plattformen allgemein dokumentieren, ist eindeutig: schnelle Scheingewinne, Druck zu Nachzahlungen, keine Auszahlung. Die Verbraucherzentralen erhielten binnen zwölf Monaten Beschwerden über mehr als 100 solcher Plattformen, teils mit sechsstelligen Verlusten.
Nach unserer Einschätzung nein. Ein seriöser Anbieter nennt seinen Betreiber, hat eine Zulassung und lässt sich in einem Behördenregister finden. Bei Cryptosoft haben wir nichts davon gefunden, und die FCA warnt ausdrücklich vor der Plattform.
Ein Urteil gegen „Cryptosoft“ ist uns nicht bekannt, weil die Betreiber anonym bleiben. Das Vorgehen entspricht aber dem Muster, das BaFin, Polizei und Verbraucherzentralen als Anlagebetrug beschreiben. Wir raten von jeder Einzahlung ab.
Positive Testberichte mit Sternebewertungen, Gewinnrechnern und Anmeldebutton solltest du kritisch lesen. Eine Plattform ohne Betreiber und Zulassung lässt sich nicht seriös „testen“, weil niemand für dein Geld haftet.
Dafür gibt es keinen Beleg. Angebliche TV-Auftritte gehören laut Verbraucherzentralen zu den typischen Lockmitteln betrügerischer Trading-Plattformen.
Ohne Impressum gibt es keinen greifbaren Ansprechpartner, bei dem du eine Löschung nach der Datenschutz-Grundverordnung durchsetzen könntest. Praktisch hilft nur: Nummern blockieren, E-Mails als Spam markieren, keine weiteren Daten preisgeben. Rechne damit, dass deine Daten weitergegeben wurden, und sei bei unerwarteten Krypto-Anrufen besonders vorsichtig.
Über einen Anbieter, der im MiCA-Register der ESMA steht, zum Beispiel Kraken (Anzeige). Unsere Bitcoin-Kaufanleitung erklärt den Ablauf, der Kryptobörsen-Vergleich zeigt Gebühren und Zulassungen. Für die sichere Aufbewahrung lohnt ein Blick auf unseren Hardware-Wallet-Vergleich.
Ähnliche Warnungen findest du zu Bitcoin Prime, Bitcoin Era und weiteren Namen in unserem Überblick zu Bitcoin-Robotern.
Wir haben bei Cryptosoft weder Geld eingezahlt noch Handelsversuche unternommen. Unsere Bewertung stützt sich auf öffentlich prüfbare Quellen: die Warnliste der FCA, Mitteilungen der BaFin, das MiCA-Register der ESMA, Veröffentlichungen von Europol, Verbraucherzentralen und Polizei sowie die Pflichtangaben, die auf den Werbeseiten fehlen. Mehr dazu in unseren redaktionellen Richtlinien.
Cryptosoft verspricht einen Algorithmus und liefert ein Kontaktformular ohne verantwortlichen Betreiber. Eine Finanzaufsicht warnt ausdrücklich, eine Zulassung gibt es nicht. Wer schon gezahlt hat, sollte heute noch mit der Bank sprechen und Anzeige erstatten – und keinem „Geldrückholer“ einen Cent überweisen.
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