Deutsche Bank: Kryptowährungen wie Bitcoin könnten ab 2030 klassische Währungen ersetzen

Die Deutscher Bank stellt in einem Zukunftsbericht die steile These auf, dass Schwächen von Fiat schon im kommenden Jahrzehnt zu einer Massenadaption von Kryptowährungen führen könnten. Als größtes Hindernis wird angesehen, international ein regulatorisches Umfeld für Bitcoin und Co. zu schaffen.

Die Deutscher Bank hat sich in einer Prognose namens „Imagine 2030“ (übersetzt: „Stell Dir 2030 vor“) weit vorgewagt und sieht in Sachen Kryptowährungen beachtliches Potenzial. „Kryptowährungen: Das Cash des 21. Jahrhunderts“ heißt das entsprechende Kapitel (ab Seite 58 hier) und die Experten der Deutschen Bank finden dort einige stichhaltige Argumente dafür, warum die Bedeutung von Bitcoin und Co. stark zunehmen könnte. Eingeräumt werden aber auch große Herausforderungen aus regulatorischen Sicht.

Was aus Sicht der Deutschen Bank für Kryptowährungen spricht

Die Volkswirtschaftler und Krypto-Fachleute der Deutschen Bank sehen die Schwäche von Fiat als einen Hauptgrund für einen möglichen Siegeszug von Kryptowährungen. Inflation, riesige Staatsschulden und für die Weltwirtschaft eigentlich zu niedrige Arbeitskosten führen demnach dazu, dass sich die Bürger nach Alternativen zu Fiat umsehen. Dabei stoßen sie neben Gold automatisch auf Kryptowährungen, so die Annahme. Ein Indiz dafür sei die steigende Anzahl von Menschen, die eine Krypto Wallet zur Aufbewahrung von Krypto-Guthaben nutzen. Bis 2030 erwartet die Prognose gut 200 Millionen Krypto Wallets.

Wer mit Kryptowährungen agiert, profitiert dabei von niedrigen „Bank“-Gebühren, hohem Tempo bei Geldtransfers und bequemer Handhabung im digitalen Zeitalter, heißt es. Das Projekt Facebook Libra habe solche Argumente pro Kryptowährungen in das breitere Bewusstsein gerückt. Klar wird, dass die Deutschen Bank Kryptowährungen mehr als Zahlungsmittel betrachtet denn als Spekulationsobjekt.

Was laut Deutscher Bank Kryptowährungen noch im Wege steht

Eine international akzeptierte Regulierung von Kryptowährungen ist der Deutschen Bank zufolge Dreh- und Angelpunkt für steigende Akzeptant. Hoffnungen sind darauf gerichtet, dass sich die sogenannten GAFA-Unternehmen (Google, Apple, Facebook und Amazon) beziehungsweise ihre chinesischen Counterparts wie Baidu, Alibaba, Tencent und Xiaomi darum bemühen, Kryptowährungen salonfähig zu machen. Ihnen wird am ehesten zugetraut, im Dialog mit Regulierungsbehörden Hürden zu überwinden. Der Report der Deutschen Bank weist ausdrücklich daraufhin, dass in China ein Umdenken in Sachen Blockchain-Technologie begonnen hat und auch aus Indien Signale kommen, eine staatlich gestützte Kryptowährung zu entwickeln.

Behält die Deutsche Bank recht mit ihrem Optimismus für Kryptowährungen?

Fairerweise bemerkt die Studie schon in ihren einleitenden Worten, dass Prognosen mit großen Risiken behaftet sind und sich keineswegs immer erfüllen. Aber man denkt bei „Imagine 2030“ auffällig zwingend aus Sicht von ganz normalen Verbrauchern. Dort zeige sich: Zwei Drittel bevorzugen bargeldlose Geschäfte und ein Drittel macht sich Sorgen um Privatsphäre bei Geldgeschäften. Solchen Anforderungen an das Geld der Zukunft komme keine andere Lösung so entgegen wie das Konzept von Kryptowährungen. Ob am Ende aber tatsächlich Bitcoin (BTC) die Standardwährung werden könne, bezweifelt die Deutschen Bank. Auch die junge Geschichte der Altcoins habe bereits beweisen, dass neue Kryptowährungen sich schnell etablieren können. Deshalb hält man es für gut möglich, dass ein staatlich gedeckter Altcoin etwa aus China aus dem Stand die Bedeutung von BTC als Leitwährung im Kryptosektor gefährden würde.

Zusammengefasst lässt sich wohl sagen: Die Deutsche Bank beginnt damit, sich intensiver mit Kryptowährungen auseinanderzusetzen. Für optimistische Szenarien gibt es gute Gründe, doch ohne Unterstützung von den Schlüsselspielern aus der IT-Branche und/oder der Geldpolitik wird ein Quantensprung nicht gelingen. So weit, so gut: Im Klartext heißt dies, dass man sich als Anleger weniger von täglichen Kursbewegungen beeinflussen lassen sollte, sondern bei seinen Investments makroökonomische Entwicklungen im Auge behalten muss. Die werden letztendlich bestimmen, wann welche Kryptowährung(en) zum Standard avancieren, glaubt die Deutsche Bank.


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