Ethereum (ETH): „The Merge“ für Mitte September angesetzt – das musst Du wissen

Ethereum (ETH) erwartet voraussichtlich am 15. oder 16. September mit „The Merge“ ein richtungsweisendes Upgrade. Der Hard Fork bringt Details mit sich, über die Anleger Bescheid wissen sollten.

Die zweitwichtigste globale Kryptowährung Ethereum (ETH) steht vor einem historischen Ereignis: Mit „The Merge“ wird die technologische Basis von Ethereum vom bisherigen energiefressenden Protokoll Proof-of-Work (PoW) zu dem deutlich sparsameren Proof-of-Stake (PoS) umgestellt. Dadurch werden auch Ethereum Miner künftig aus dem System gestrichen und es sollten sich bei ETH deflationäre Effekte ergeben. Für „The Merge“ ist jetzt als voraussichtliches Datum für den Launch der 15. oder 16. September angekündigt. Technisch betrachtet wird es sich bei „The Merge“ um einen Hard Fork für Ethereum handeln. Dabei entstehenden zwei parallele Blockchains für Ethereum und dementsprechend neben dem neuen ETH (PoS) auch ein ETHPoW, was zwar keine wirklichen Zukunftschancen hat, aber dennoch zeitweise für Verwirrung sorgen könnte.

Auf Twitter hat Nutzer OlimpioCrypto dankenswerter aufgezeigt, was Anleger wie Du vor „The Merge“ wissen müssen. Wir fassen wichtige Details zusammen:

– Durch „The Merge“ werden alle Token, die auf der Blockchain von Ethereum dokumentiert sind, quasi dupliziert. Dies gilt nicht nur für ETH selbst, sondern etwa auch für NFTs, Liquidität bei Uniswap und anderen DeFi-Plattformen, Kreditgeschäfte bei AAVE und Compound etc., WrappedBitcoin und sogar ETH-Stablecoins wie USDC.

– Miner und windige Kryptobörsen dürften zu denen gehören, die ein Interesse haben, das als Ethereum PoW zumindest für einige Zeit noch aktiv zu halten. Denn es ergeben sich absehbar Chancen, mit ETHPoW und verbundenen Token Geschäfte zu machen, auch wenn diese nicht nachhaltig sind. Einige Kryptobörsen (beispielsweise Poloniex und BitMEX) haben schon signalisiert, neben dem neuen ETH zunächst auch noch das dann veraltete ETHPoW zu listen.

– Falls Du Dich also auf die Spekulationen mit ETHPoW einlassen möchtest, solltest Du im Vorfeld von „The Merge“ bereits einen Account bei mindestens einer Plattform anlegen, die ETHPoW handelbar machen will. Bei BitMEX etwa werden sogar jetzt schon ETHPoW Futures gehandelt mit Werten von um 60 US-Dollar. ETH notiert aktuell bei um 2.000 US-Dollar und die Differenz zeigt deutlich, dass ETHPoW mittel- und langfristig keine Chancen am Markt eingeräumt werden.

– Zeitlich direkt nach „The Merge“ können also Turbulenzen prognostiziert werden. Anleger wollen ETHPoW verkaufen, um aus ihren „doppelten“ ETH Gewinn mitzunehmen. Hier wäre es für Dich sehr wichtig, im Vorfeld zu checken, mit welcher Wallet Du Dich mit der alten PoW-Blockchain von ETH noch verbinden kannst. Die weitverbreitete Metamask Wallet zum Beispiel wird das nicht automatisch tun können.

– Um an die „doppelten“ ETH zu gelangen, müssen Deine bisherigen Ethereum Guthaben unter deiner Kontrolle auf der Blockchain lagern. Falls Du sie momentan bei einer zentralisierten Kryptobörse hältst, müsstest Du sie also vorher von dort abziehen.

– Falls Du bei NFT-Plattformen wie OpenSea Gebote laufen lässt, solltest Du sie unbedingt vor „The Merge“ abbrechen – denn die Gefahr ist groß, hier mit ETHPoW abgezogen zu werden.

-Empfehlenswert ist es auch, Liquidität in ETH bei DeFi-Plattformen vor „The Merge“ abzuziehen, da dort die Lage unübersichtlich werden dürfte. Selbst dort für den Moment nach „The Merge“ mitzuzocken, ist nichts für Anfänger. Wenn Du hier ins Risiko gehen willst, solltest du mit der Materie überdurchschnittlich gut vertraut sein.

– OlimpioCrypto weist auch auf die Gefahr von sogenannten Replay Attacken hin, bei denen eine Transaktion in ETHPoW angestoßen, aber in ETH (PoS) repliziert wird. Hier hilft, Transaktionen abzulehnen.

Fazit: Ethereum Anleger sollten bei „The Merge“ wachsam sein

Wir erwarten in den kommenden Wochen noch Informationen von Kryptobörsen, Krypto-Plattformen, DeFi-Projekten und anderen Markteilnehmern, wie sie mit „The Merge“ konkret umgehen wollen und was Kunden tun sollten. Erfahrungsgemäß sehen „schwarze Schafe“ in einer solchen Situation auch die Chance, Scam abzuziehen und Unerfahrenheit von Anlegern auszunutzen. Sei also im Ethereum Ökosystem vorsichtig unterwegs und prüfe Aktionen lieber einmal zu viel als auf eine Falle hereinzufallen.


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