FEI Protokoll – DeFi Projekt nach Launch im kritischem Minus

Am Ostersonntag in das DeFi Projekt FEI live und wollte sich schon als Erfolg feiern. Doch anstatt wie geplant einen Stablecoin zu etablieren, hängt FEI bei 0,80 US-Dollar fest und damit weit weg von der Kopplung an den US-Dollar.

Mit dem Slogan „Der Stablecoin für DeFi“ konnte Fei Protocol vor seinem Start am Ostersonntag gut 1,2 Milliarden US-Dollar in Ethereum (ETH) einsammeln. Geldgeber waren private Investoren ebenso wie die Risikokapitalgesellschaften von illustren Namen wie Coinbase und Andreessen Horowitz. Das Konzept von FEI lautet kurz gefasst: Mit dem hinterlegtem Kapital soll sichergestellt werden, dass FEI stets sehr dicht am Referenzkurs von 1:1 zum US-Dollar notiert. Wenn der Kurs davon abweicht, wird automatisch ETH eingesetzt, um FEI zurückzukaufen und so den Kurs zu korrigieren. Aber kurz nach dem Handelsstart nahm ein Drama seinen Lauf, welches Krypto-Experte Jon Wu auf Twitter nachzeichnet.

DeFi Stablecoin FEI mit Konstruktionsfehler?

Laut Wu war FEI zum Handelsstart im Grunde sofort überzeichnet und schickte den eigentlich ersonnenen Stablecoin so gleich in erhebliche Preisschwankungen. Die Deals mit FEI lassen sich besonders gut bei Uniswap ablesen, wo um FEI zusätzlich Liquidität entstand. Ausgelöst wurden dadurch bei FEI sowohl Rückkaufmechanismen und zudem künstliche erhöhte Gebühren bei Verkäufen von FEI. Damit sitzen im Ergebnis Halter von FEI auf ihren Coins fest oder müssen sie mit erheblichen Abschlägen abgegeben. Im Kryptojargon spricht man bei solchen Ereignissen von „Rekt“ für Game Over und auch Wu sieht die Situation bei FEI als ein einziges großes Rekt.

Doch ganz aufgeben will FEI Protocol anscheinend noch nicht. Per Twitter sieht man Staking bei FEI als Ausweg, um die Mechanismen auszuhebeln, die FEI zu schaffen machen. Ob sich Anleger wirklich darauf einlassen, FEI dafür freizugeben oder lieber mit Wertverlust FEI abstoßen, ist offen.

https://twitter.com/feiprotocol/status/1379147662629380097

Fazit: DeFi Risiken – FEI als Mahnmal

Fachleute erinnern im Drama um FEI an andere DeFi Projekte wie die DEX Turtle oder Meerkat Finance, wo Gründer jetzt unter dem Verdacht von Betrug und Exit Scam stehen. Bei YAM im August 2020 wiederum war es ein entscheidender Fehler im Code, der YAM in Version 1 in nur 24 Stunden vom Shooting Star zum Shitcoin machte. Ohne das Finale bei FEI vorhersagen zu können: Das theoretisch überzeugende Konzept eines DeFi Stablecoins ist hier vorerst in der Praxis in sich zusammengebrochen. Damit tritt der wichtige Warnhinweis nicht nur bei DeFi wieder in den Vordergrund: Bei Investments in Krypto und besonders in neue Projekte ist es leichtsinnig und töricht, keine eigenen Recherchen im Vorfeld anzustellen. DYOR ist hier übrigens das gebräuchliche Kürzel, Do Your Own Research.


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