IOTA macht Pläne für 2022 öffentlich – Coordicide dabei wohl außen vor

Nach dem Staking für Assembly (ASMB) und Shimmer (SMR) verspricht IOTA Chef Dominik Schiener jetzt Mainnets für die beiden Projekte noch in 2022. Die durch Coordicide geplante Dezentralisierung aber lässt warten.

Die Stimmung unter IOTA Anlegern ist gedämpft: Seit Jahresanfang zeigt die Preiskurve von IOTA etwa 30 Prozent Verlust und der Altcoin ist aus der Liste der 50 kapitalstärksten Kryptowährungen herausgerutscht. Dabei hatte man sich von Staking mit IOTA, konkret für Shimmer (SMR) und Assembly (ASMB), Aufwind erhofft. Am Montag wurde die Staking Periode offiziell beendet und jetzt meldet sich IOTA Chef Dominik Schiener, um die Laune aufzuhellen. Per Twitter nämlich verspricht Schiener, dass noch in diesem Jahr Mainnets für Shimmer und Assembly live gehen. Damit wäre freier Handel für SMR und ASMB möglich und das Staking könnte sich auszahlen.

In einem Blogpost erläutert die IOTA Stiftung parallel, was jetzt mittelfristig im Ökosystem geschehen soll. Dabei hat Shimmer anscheinend Vorrang, denn dieses Netzwerk soll als eine Art öffentliches Testnet für geplante IOTA Features wie Smart Contracts dienen. Erinnert wird auch an das zeitlich immer noch nicht festgelegte Referendum über die „unclaimed token“ bei IOTA, woraus eine von der Community beherrschte Kriegskasse für die Unterstützung von aussichtsreichen Projekten entstehen könnte. Klar wird auch, dass kommerzielle Anwendungen künftig unter Assembly Platz finden sollen, wo durch ein Multi-Chain-Konzept hohe Skalierbarkeit angestrebt ist.

Dezentrales IOTA 2.0 aka Coordicide in weiter Ferne?

Was IOTA Kenner aber bei der Ausrufung der Pläne für 2022 verwundert zurücklässt, ist: Über die letzten Jahre hinweg war ein dezentrales IOTA 2.0 unter dem Namen Coordicide unbestritten das Hauptziel. Mit dem Upgrade Chrysalis aka IOTA 1.5 im April 2021 schien die Hälfte des Wegs hin zu Coordicide bereits geschafft. Zuletzt macht Entwickler Hans Moog mit der Meldung „Durchbruch geschafft“ Hoffnung auf ein zügiges Umsetzen von Dezentralität bei IOTA.

Doch nun kommt bei den Wasserstandsmeldungen von Schiener Coordicide gar nicht mehr vor. Im begleitenden Blogpost heißt es stattdessen, an Coordicide aka IOTA 2.0 werde vorerst separat zu Assembly und Shimmer gearbeitet. Teile von IOTA 2.0 könnten künftig bei Shimmer getestet werden – doch ein Einspielen in das Mainnet ist zunächst nicht in Sicht und soll vage irgendwann einmal passieren. Das bedeutet auch, dass weder Shimmer noch Assembly das Kriterium Dezentralität zum Start erfüllen werden.

Fazit: IOTA Chef Schiener gerät in die Kritik – auch wegen Kursänderungen

Nicht nur auf Twitter erlebt Schiener als Chef der IOTA Stiftung aktuell harsche Kritik. Der Tenor lautet: Anstatt alte und wichtige Versprechen wie Coordicide zu erfüllen, werden immer neue Vorhaben gepusht. Doch der finanzielle Wertverlust von IOTA wird durch die ständigen Kursänderungen nicht aufgehalten und die Seitenprojekte Assembly und Shimmer drohen gar, die finanzielle Bedeutung des ursprünglichen IOTA Token zu verwässern. Schiener aber ist durch die Satzung der IOTA Stiftung in einer Position, die ihm alle Macht zusichert und so Personalwechsel oder das Installieren eines erfahrenen CEOs bei IOTA unwahrscheinlich macht


Wer noch keine Bitcoins oder IOTA hat kann diese hier kaufen: 

6 Kommentare

  1. Ein Kraft, die das alles ein bisschen voran bringt und sortiert wäre wohl schon von Vorteil, zumal Dominik Schiener sicher einen gewissen Teil seiner Energie für sein Assembly benötigt. Wie kann man das alles bewerten? Kommen die eines Tages aus der Garage mit einem Produkt, das jeder haben will? Wie sind die Aussichten für IOTA? Auch in Bezug auf die Wertentwicklung von MIOTA? Warum ist die Kursentwicklung so träge? Fehlt es an Bekanntheit, oder an Potential? Ich wüsste es so gerne!

    • Ich nehme als Beispiel immer gerne die Amazon Aktie.
      1998 am Aktienmarkt rd. 6€
      Ab 2011 (130€ pro Aktie) ging es dann langsam, nach und nach hoch.
      Heute 2022 rd. 3000€.

      Somit frag ich mich, was erwartet man von einem komplett unentdeckten Softwaregebiet.
      Gib dem ganzen 10 Jahre.

      • Mit dem großen Unterschied, das Amazon nicht mit über 3000 (mehr oder weniger Konkurrenten) an den Start geht.
        Amazon ist hier der Bitcoin und Iota evtl IPhone

    • So sehe ich das auch.
      Und durch den Krieg, das jetzt mehr und mehr Europa betrifft, wird das ganze noch undurchsichtiger.
      Ich bin auch gespannt was das noch mit Iota werden soll.

  2. IOTA wirkt überfordert. Die beiden sub Netze gibt es nur weil man einsehen musste das man smart contracts und NFT total verpasst hat. Dadurch dann die eigentlichen Ziele total vergessen…

    Da gibt es definitiv besser strukturierte Unternehmen. Schade, ich hatte große Hoffnung in IOTA gesetzt.
    Scheint in Europa nicht mehr möglich zu sein im Bereich der digitalen Inovation mit zu halten.

  3. Die meisten Marktteilnehmer haben IOTA nicht verstanden. IOTA ist eigentlich gar keine Kryptowährung, sondern ein Betriebssystem, das vertrauensbasierte Informationsverarbeitung insentiviert. Es läuft außer Konkurrenz zu den tausenden von Kryptowährungen. Es ist die einzige Technologie, die gebührenfreie Transaktionen ermöglicht, so wie es auch bei E-Mails der Fall ist. IOTA ist E-Mail https und SWIFT gleichzeitig. Der IOTA Token dient der Absicherung des Netzwerkes gegen Missbrauch und repräsentiert gleichzeitig den realen wirtschaftlichen Nutzen des Netzwerkes. Da das die Software noch im Entstehen ist, ist auch der Nutzen des Netzwerkes noch begrenzt und damit der Tokenwert niedrig, bzw. volatil. Das wird sich im Laufe der Jahre ändern. Die Marktteilnehmer möchten Coordicide sehen, da sie hoffen, dass dies den Kurs befeuert. Aber für den Zweck und die Funktion für IOTA ist Coordicide eigentlich irrelevant. Der Coordinator wird natürlich irgendwann entfernt, das Coordicide die Sicherheit des Netzwerkes dahingehend stärkt, dass eine zentrale Störungsmöglichkeit entfernt wird. Ich bin von IOTA zu 100% überzeugt, und denke es wird zusammen mit BITCOIN eine der wenigen Kryptosysteme sein, die langfristigen Bestand haben.

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