IOTA meldet Fortschritte bei Anerkennung als Standard

Ein oft unterschätzter Tätigkeitsbereich der IOTA Stiftung ist die aktive Mitarbeit in der Object Management Group (OMG), welche international gültige Standards definiert. Von dort berichtet IOTA nun über Fortschritte für IOTA 2.0 und verwandte Projekte.

Standards erleichtern das tägliche Leben, von der genormten Steckdose bis zu Produktbeschreibungen. Im Bereich IT ist die Object Management Group (OMG) ein weithin anerkanntes Konsortium, welches Standards prüft und festschreibt. Dort engagiert sich die IOTA Stiftung und berichtete im November 2020 ausführlich, welche Pläne man im Rahmen der OMG hat. Nun gibt die IOTA Stiftung per Blogpost Zwischenergebnisse bekannt, basierend auf den letzten Treffen ständiger Arbeitsgruppen bei der OMG. Das wohl wichtigste: Bei dem Bestreben, IOTA 2.0 aka Coordicide möglichst noch in 2021 als einen OMG-Standard anerkennen zu lassen, sieht sich IOTA im Zeitplan.

Das Protokoll für IOTA 2.0 wurde demnach bei der OMG Arbeitsgruppe Blockchains bereits in groben Zügen vorgestellt und soll im Frühjahr förmlich in den Status wechseln, in dem andere Mitglieder der OMG das Protokoll kommentieren. Fällt daran auch ein öffentlicher Review positiv aus, könnte IOTA 2.0 Ende 2021 als Standard von der OMG zertifiziert werden. Das bedeutet natürlich auch, dass IOTA 2.0 bis dahin im Mainnet gelauncht werden müsste. Voraussetzung dafür ist der Abschluss von IOTA 1.5 (Chrysalis), wo bereits mehrfach Zeitpläne verschoben werden mussten, zuletzt im Dezember 2020.

IOTA Standards bei der Object Management Group

Weiter ist die OMG bereits bei dem Vorhaben, verschlüsselte Kanäle für die Übertragung von Transaktionen zu standardisieren. Hier möchte die IOTA Stiftung ihre Lösung IOTA Streams einbringen. Die geschieht gemeinsam mit SKALKY aus Holland und deren Freighter genanntem Ansatz. Laut IOTA Stiftung werden diese Vorschläge im Frühjahr erörtert.

Noch ganz am Anfang hingegen befindet sich die OMG bei dem Plan, das Thema digitale Identität in Standards zu fassen. Hier will die IOTA Stiftung vorerst eigene Erfahrungen und Ansätze vorstellen, die bislang unter dem Namen Unified Identity Protocol gebündelt werden.

Schließlich beschreibt Mike Bennett, der Verbindungsmann von IOTA zur OMG, noch ein Thema, welches sich neu aus der Arbeitsgruppe Finanzen ergeben habe. Dort werde überlegt, wie der bereits bestehende Standard Financial Instrument Global Identifier (FIGI) um den Bereich Kryptowährungen erweitert werden könne. FIGI wird genutzt, um Finanzinstrumente eindeutig zu benennen und zu identifizieren. Hier sieht die OMG offenbar die Notwendigkeit, künftig auch Kryptowährungen und darauf basierende Finanzinstrumente miteinzubeziehen. IOTA will dies zumindest beobachten.

Fazit: Nicht „sexy“, aber wichtig: Standards für IOTA

Für Anleger klingen die Entwicklungen bei der OMG für IOTA vielleicht nicht sonderlich spannend oder interessant – doch in der Praxis wäre insbesondere die Anerkennung von IOTA 2.0 durch die OMG ein gewichtiger Schritt, um tatsächlich im Internet der Dinge (IoT) mehr als nur eine Lösung zwischen vielen zu sein. So wird sich IOTA hier daran messen lassen müssen, ob die zuversichtlich klingenden Zwischenberichte später auch die Bestätigung der OMG finden.


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3 Kommentare

  1. Die IF hat klar kommuniziert, dass viele Baustellen des Coordicides bereits in Chrysalis P2 angegangen werden. Daher ist eine Verschiebung des Chrysalis P2 Launches die logische und nachvollziehbare Konsequenz. Die Ursprüngliche Chrysalis P2 Iteration hätte sicher früher gelauncht werden können.

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